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The Legend of Legacy

von Gunnar Schreiber | 14. Mai 2018 | 0 Kommentare

|

Autor: Matthias Küpper

The Legend of Legacy ist ein weiteres Rollenspiel für den 3DS, welches von Furyu entwickelt wurde. Dabei verbindet das Spiel viele alte Elemente aus den guten alten J-RPGs mit neuen Elementen. Vor dem Spieler liegt ein langes und forderndes Abenteuer auf der Insel von Avalon.

Willkommen auf Avalon

Bevor das Spiel los geht, muss der Spieler erst einmal einen der sieben Helden: Liber, Meurs, Owen, Bianca, Garnet, Eloise und Filmia wählen. Jeder von ihnen hat dabei eine eigene Geschichte und eigene Gründe, warum sie die Reise nach Avalon angetreten sind. So sucht Beispielswiese Bianca nach ihren verlorenen Erinnerungen und erhofft sich diese auf der mysteriösen Insel wiederzuerlangen, die vor zehn Jahren im Ozean entdeckt wurde. Nachdem der Held gewählt wurde beginnt das Abenteuer mit einer kleinen Sequenz. Zusammen mit zwei anderen der Abenteurern macht ihr auch auf den Weg zur Stadt Initium. Dort treffen sie auf den Abenteuerkönig, der nach mutigen Leuten sucht, die auf der Insel auf Erkundungstour gehen.

Initium bildet dabei das Zentrum, von wo die Reise aus geht. Hier gibt es Informationen, Ausrüstung und Items, einen Hafen und ein Gasthaus, in dem man übernachten kann. Zuerst geht es dabei in den Wald und schon nach den ersten Schritten, bemerkt man, dass dieses RPG eine harte Nuss wird. Meistens beginnt ein RPG mit einer langen Einführung. Diese fehlt hier komplett. Man bekommt lediglich den Ratschlag, dass es besser ist zu fliehen, als zu sterben. Denn wie in der wirklichen Wildnis heißt es auch hier „fressen oder gefressen werden“. Wer sich blind in jeden Kampf wirft, wird recht schnell am Ende sein und einen Game Over Screen sehen. Im Spiel geht es zwar zum einen ums Kämpfen gegen mächtige Gegner, aber dabei sollte man die HP seiner Abenteuer stehts im Auge behalten.

Kämpfen oder fliehen?

Das Kampfsystem ist dabei klassisch gehalten. Zuerst könnt ihr die Formation wählen, in der gekämpft werden soll. Also zum Beispiel sollen alle Charaktere angreifen oder einer soll vorne stehen und blocken. Danach könnt ihr die Aktionen eurer drei Charaktere auswählen und damit einen Zug machen. Dabei kann zwischen verschiedenen Waffen und Kristallfragmenten mit Fähigkeiten ausgewählt werden. Auch jeder Feind hat einen Zug. Solltet ihr einen Charakter blocken lassen, muss man darauf achten, dass dieser nicht seine kompletten Lebenspunkte verliert. Es kann also nicht schaden jemanden dabei zu haben, der euch heilen kann. Denn zwar stellen sich die HP nach jedem Kampf wieder komplett her, aber sollte ein Charakter sterben hat er weniger Gesamtleben, bis ein Gasthaus besucht wurde. Aber es nützt auch nichts jeden Kampf aus den Weg zu gehen, denn nur so werden die Charaktere stärker. Anders als in den meisten Rollenspielen leveln sich die unterschiedlichen Fähigkeiten der Helden auf. So trainiert man die Angriffsstärke, in dem man viele Gegner besiegt. Genauso wird das Blocken trainiert. Außerdem werden aber auch Waffen trainiert. Dadurch bekommen diese weitere Angriffe, die ihr wählen könnt. Einige von diesen sind sehr stark und kosten SP. Diese werden nach dem Kampf nicht wiederhergestellt und müssten deshalb klug eingesetzt werden.

Gewisse Gegner sollte man aber trotzdem meiden. Sollte eure Karte plötzlich dunkel werden, nehmt ihr besser die Beine in die Hand und lauft. Die Gegner sind dann drei Mal so stark und ein dunkler Schatten greift euch an, der eure Gruppe mit Leichtigkeit besiegen kann. Solltet ihr Komplett ausgelöscht werden, heißt es Game Over und der Fortschritt ist weg. Deshalb flieht man aus solchen Kämpfen lieber und nimmt in Kauf, dass man am Eingang der Map landet. Die Kristallfragmente, die ich oben bereits erwähnt habe, benutzen die Elemente. Zuerst muss man dafür einen Vertrag mit diesen Abschließen. Danach lassen sich Fähigkeiten mit diesen Elementen nutzen. Je öfter man einen Vertrag abschließt, desto stärker werden diese. Aber die Gegner können einem die Elemente auch wieder nehmen und an sich reißen, wodurch diese stärker werden. In neuen Gebieten sind die Gegner meistens sehr stark, weshalb man hier erst einmal vorsichtig sein muss und die Gruppe trotzdem durch Kämpfen verbessern muss. Das kann sehr frustrierend sein.

 

Die Aufgabe der Gruppe

Die Geschichte des Spiels wird durch kurze Einleitungen vor jeder Karte und singenden Steinen, die verteilt in den Gebieten zu finden sind erzählt. Sie erzählen euch etwas über die Vergangenheit der Insel. Leider wird man beim Abenteuer kaum bei der Hand genommen. Der Abenteuerkönig gibt einem lediglich die Aufgabe, die Insel zu erkunden. Oft muss man erst einmal ewig auf den Karten suchen, bis man das Ziel gefunden hat. Man irrt so oft über die Karte und die Bewohner von Initium geben einem leider nur spärliche Informationen. So kommt es, dass man die meiste Zeit kämpft und erkundet. Zwar kann man komplettierte Karten beim Händler in Initium zu Gold machen, aber es ist trotzdem auf Dauer langweilig. Man kann zwar in Initium auch andere Abenteurer anheuern, aber leider sind diese total schwach. Sie müssten erst einmal trainiert werden, bis sie stark genug sind. Also ist man indirekt dazu gezwungen bei seiner Gruppe zu bleiben. Auch das ist sehr schade. So kommt es, dass man mit dem Spiel wirklich sehr, sehr viel Zeit verbringen kann. Schließlich gibt es sieben verschiedene Abenteurer. Aber da die Geschichte dieser eher im Hintergrund ist, ist der Wiederspielwert mit einem anderen Charakter kaum gegeben.

 

Steuerung und Technik

Die Entwickler haben sich für eine klassische Steuerung entscheiden. Im Kampf kann man mit A die Formation wählen und die Angriffe. Mit dem Slidepad oder dem Steuerkreuz könnt ihr zwischen den Waffen links und rechts wählen. Genauso lassen sich die einzelnen Attacken der Waffen wählen. Mit B geht ihr zurück. Mit Y könnt ihr die Elementverteilung einblenden und X schaltet eine Infoleiste ein. Außerhalb des Kampfes lauft ihr mit Steuerkreuz oder dem Slidepad herum. Mit A könnt ihr leuchtende Objekte aufsammeln und mit Y öffnet sich das Menü. Jederzeit lässt sich mit Start ein Screenshot machen, den ihr dann auf dem 3DS speichern könnt. Die Steuerung geht gut von der Hand und man kommt dabei schnell damit zu recht.

Die Grafik des Spiels ist sehr gelungen. Auf dem unteren Bildschirm wird dabei im Spiel eine Karte gezeichnet, während ihr die Gegend erkundet. Ziel ist es diese zu komplettieren. Oben erwartet euch eine schöne Landschaft voller Gefahren. Die Entwickler haben sich wirklich Mühe gegeben, die einzelnen Karten zu gestalten. So gibt es schöne Wälder und staubtrockene Täler. Die Monster ähneln sich leider recht schnell und wiederholen sich. Hier hätte man noch eine größere Vielfalt schaffen können. Dank des gezeichneten Grafikstils wirkt der 3D-Effekt hier sehr gut. Insgesamt lädt die Landschaft ein erkundet zu werden. Begleitet wird das Spiel von ruhiger Musik, bei der es nur wenig Abwechslung gibt. Teilweise gibt es auch gar keine Musik, was aber die einsame Reise der Abenteurer noch einmal betont. Es ist also nicht unbedingt etwas Schlimmes.

 

Kritik

Der größte Kritikpunkt ist, dass das Spiel wenig Abwechslung liefert. Immer wieder muss man in unzähligen Kämpfen seine Charaktere trainieren, nur um im nächsten Gebiet dennoch beim zweiten Gegner K.O. zu gehen. Das ist ziemlich frustrierend und nervenraubend. Genauso muss jedes Gebiet auf ein neues Erkundet werden. Die Kämpfe sind dabei stetig fordernd, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss, aber es ist nun einmal sehr frustrierend, wenn der Fortschritt verloren geht. Ein weiteres Problem ist die kaum voranschreitende Geschichte. Die Steine, die man findet, übermitteln einem Eindrücke aus der Vergangenheit in Form von kurzen Gedichten. Man hat also die mühselige Aufgabe viele kleine Schnipsel zu etwas Großem zusammenzuführen. Dabei wird die Geschichte aber keineswegs mitreißend, sondern sie plätschert einfach nur so vor sich hin. Auch der Hintergrund der einzelnen Charaktere hilft nicht besonders am Wiederspielwert, da sie einfach viel zu wenig Einfluss hat.

Das Spiel hat so viel ungenutztes Potential. Das Kampfsystem ist durch die vier Elemente recht komplex, aber es fehlt einfach die Hilfe, um einen Einstieg zu erleichtern. Wie bei einem echten Abenteuer ist man auf sich alleine gestellt. Vom Abenteuergegner gibt es lediglich die Aufgabe zu erkunden. So fragt man sich bereits nach den ersten zwei Stunden, was muss ich machen? Es beginnt eine lange Reise durch unzählige Gebiete, bei der viele Spieler irgendwann einfach die Geduld verlieren. Man braucht für dieses Spiel Zeit und zwar sehr viel Zeit oder eine gute Komplettlösung. Diese kann aber auch nicht vermeiden, dass man unzählige Kämpfe machen muss. Auch hier ist wieder das Problem, dass die anderen Abenteuer erst einmal trainiert werden müssen. Damit sind sie komplett nutzlos und ich denke kaum ein Spieler hat Lust sieben Charaktere zu leveln, wenn schon die drei in der Party unglaublich viel Zeit fressen.

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster

Gunnar Schreiber

Gunnar meint:

Grafik

Sound

Steuerung

Spielspaß

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Release

Developer

Publisher

USK

Singleplayer

Multiplayer

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