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“Was wäre wenn” – Nintendo die Firma Rare übernommen und nicht an Microsoft verkauft hätte?

von Gunnar Schreiber | 16. April 2021 | 0 Kommentare

In „Was wäre wenn“ schauen wir zurück auf prägende Ereignisse in der Geschichte von Nintendo und fragen uns, was wäre gewesen, wenn die Situation damals anders verlaufen wäre? In jeder Ausgabe werden wir zunächst ein paar Fakten zur Ausgangslage liefern, um dann einen möglichst fundierten, aber dennoch spekulativen Blick in die Kristallkugel werfen zu können.

 

In der ersten Ausgabe von „Was wäre wenn“ widmen wir uns der Frage: Was wäre gewesen, wenn Nintendo im Jahre 2000 die britische Firma Rare vollständig übernommen und nicht später die Anteile an Microsoft verkauft hätte? Bevor wir dieser spannenden Frage nachgehen, möchte ich zunächst etwas Kontext geben für all diejenigen, die die Geschichte weniger oder gar nicht kennen.

Im Jahre 1994 erwarb Nintendo 49% der Aktienanteile an dem britischen Entwicklerstudio Rare. Fortan entwickelten sie exklusiv für Nintendo. Gleich der erste Titel der Zusammenarbeit, Donkey Kong Country für das SNES, wurde ein Riesenhit nicht nur wegen der Qualität des Spiels, sondern auch, weil sie aus dem SNES nicht für möglich gehaltene Grafiken zauberten. In den Folgejahren, aber vor allem auf dem Nintendo 64, lieferte das Studio einen Hit nach dem anderen, wie Goldeneye 007, Banjo & Kazooie oder Perfect Dark, ohne die das N64 deutlich weniger erfolgreich gewesen wäre.

Im Jahre 2000 hatte Nintendo die Option die restlichen 51% der Aktienanteile zu kaufen und somit Rare voll zu übernehmen. Aus bisher nicht geklärten Gründen, zumindest seitens Nintendo nie thematisiert, zog das japanische Unternehmen die Option nicht. Rare suchte sich einen neuen Käufer und fand Microsoft, die die Firma für 375 Millionen $ vollständig übernahm, inklusive aller Lizenzen, die nicht direkt Nintendo zuzuordnen waren, wie Donkey Kong. Der Verkauf von Rare löste einen Aufschrei in der Nintendo Fangemeinde und vor allem größtes Unverständnis aus.

Nun etwa 20 Jahre später fragen wir uns mehr denn je, was Nintendos Motivation damals war, und was gewesen wäre, wenn sie Rare nicht verkauft hätten?

Fakt ist, dass die Qualität und der Charme der Spiele sehr von den handelnden Personen abhängen. Viele der federführenden Leute bei Rare haben in der Phase als Nintendo über den Verkauf der Anteile nachdachte die Firma verlassen oder liebäugelten damit. Martin Hollis, maßgeblich für Goldeneye und die frühe Phase der Perfect Dark Entwicklung verantwortlich, war bereits weg. Andere Schlüsselpersonen aus dem Team wie die Ellis Brüder oder David Doak verließen zu der Zeit ebenfalls Rare, um Free Radical Design zu gründen und die Timesplitters-Spiele zu entwickeln. Selbst die Firmengründer Chris und Tim Stamper gingen Anfang 2007. Und manch einer vermutet, dass ihr Ziel durchaus war den Wert der Firma in die Höhe zu treiben, um selbst irgendwann mit einem prall gefüllten Bankkonto ausscheiden zu können.

Seit Microsofts Übernahme und seit Rare auch nicht mehr für den Gameboy Advance entwickelt hat, verringerte sich die Anzahl der Spieleveröffentlichungen merklich. War es also richtig, dass Nintendo Rare verkauft hat?

Ich glaube nicht! Wenn Nintendo Rare nicht hätte ziehen lassen, hätten sie mit Nintendos Hilfe sicherlich die gewohnten Qualitätsstandards halten können. Sie hätten die Perfect Dark Serie fortgeführt und somit für Nintendo eine Flanke bedient, auf der sie seitdem nahezu völlig blank und abhängig von der Unterstützung anderer Third Party Firmen sind. Rare hätte sicherlich weiterhin die Donkey Kong Spiele entwickelt.  Denn führende Entwickler, die in den 90er Jahren an den Donkey Kong und Banjo Kazooie Games gearbeiteten hatten, verließen Rare erst später in der Microsoft-Ära. Einige von ihnen gründeten Playtonic, um mit Yooka Laylee den spirituellen Nachfolger zu Banjo Kazooie zu entwickeln, was bei Rare anscheinend nicht mehr möglich war. Sie hätten die Firma also vielleicht nie verlassen, wenn Nintendo der Eigentümer gewesen wäre.

Ich bin davon überzeugt, dass wenn Nintendo Rare übernommen hätte, wären sie heute besser aufgestellt. Die Banjo Kazooie Reihe hätte sich längst als wichtige Nintendo Marke etabliert. Donkey Kong wäre präsenter und hätte nicht die Retro Studios davon abgelenkt, die Metroid Reihe voranzubringen oder gar mal etwas Eigenes zu entwerfen. Und Nintendo hätte ein Studio mehr, dass in der Lage wäre Spiele mit dem Fokus auf den westlichen Markt zu entwerfen.

 

Jetzt interessiert uns natürlich auch noch eure Meinung! War es richtig Rare zu verkaufen und was denkt ihr, was wäre gewesen, wenn Nintendo es nicht getan hätte?

 

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