
Was ist ein Top oder Flop Review?
In diesem Format wollen wir möglichst kurz und knapp verraten, ob ein Spiel spielenswert ist oder nicht. Dabei erzählen wir nur kurz, worum es geht und zählen dann stichpunktartig die Top 3 und Flop 3 auf. Also kein langer Fließtext, sondern das Wesentliche auf Weg zu einer Bewertung Top oder Flop? Dieses Format gibt es als Text und/oder Video. Viel Spaß!
Worum geht es?

In einer amerikanischen Kleinstadt im mittleren Westen gab es mehrere mysteriöse Morde. Der letzte fand erst kürzlich in einem stillgelegten Hotel statt. Das FBI wird eingeschaltet und die Kriminalanalytikerin Grace Ashcroft, die eigentlich im Außendienst noch recht unerfahren ist, wird von ihrem Vorgesetzten zum Tatort gesendet, um der Sache nachzugehen. Er wählt deshalb Grace, weil dort vor Jahren ihre Mutter in ihrem Beisein brutal und ebenso mysteriös ermordet wurde. Außerdem denkt er, das würde Grace helfen, ihre inneren Dämonen der Vergangenheit zu besiegen. Aber kaum dort angekommen, entwickelt sich alles zum ultimativen Horrortrip und natürlich besteht ein Zusammenhang zwischen dem Mord an der Mutter und den aktuellen Geschehnissen.
Auch Leon S. Kennedy wird als DSO-Agent, eine Einheit im Kampf gegen Bio-Terrorismus, auf den Fall aufmerksam und macht sich ebenfalls auf zu dem Hotel, um herauszufinden, was hier vor sich geht. Durch seine nun mehr bald 30 jährige Berufserfahrung erkennt er natürlich schnell, dass es sich hier nicht um normale Morde handelt. Recht bald treffen Leon und Grace aufeinander, ohne aber jemals so richtig die Chance zu haben, zusammenarbeiten zu können. Die Vermutung liegt auf dem Tisch, dass Umbrella mal wieder die Finger im Spiel haben könnte. Über ein Sanatorium führt der Weg der Beiden bis nach Raccoon City, wo sich dann auch Leon so einigen Dämonen seiner Vergangenheit stellen muss.

Vom Gameplay her ist Resident Evil Requiem eine Mischung aus den klassischen Resident Evil Games, die mehr den Fokus auf Rätseln und Erkundung gelegt haben und den modernen Teilen der Reihe, die auch in Teilen auf Action setzen. In der ersten Hälfte des Spiels seid ihr vor allem mit Grace unterwegs. Da sie noch recht unerfahren im Außendienst ist und natürlich noch nie einem solchen Horror ausgesetzt war, ist sie vergleichsweise schwach, sowohl von ihrer Konstitution als auch von ihrer Bewaffnung her. Mit Grace seid ihr vor allem vorsichtig unterwegs, erkundet die Gebäude, sucht nach Lösungen und geht taktisch klug gegen Gegner wie Zombies vor. Immer wieder trefft ihr auf übermächtige, schreckliche Kreaturen, bei denen Grace am besten die Beine in die Hand nimmt und davon läuft. Schafft ihr es diese zu besiegen, werdet ihr aber mit zum Teil tollen Items direkt oder indirekt belohnt.

Zwischendrin schlüpft ihr in die Rolle von Leon, der sich in der ersten Hälfte des Spiels im Gegensatz zu Grace stark, erfahren und gut bewaffnet anfühlt, was eine willkommene Abwechselung darstellt. Sobald ihr in Raccoon City ankommt, ist Leon der Protagonist. Hier ist er zwar an sich immer noch gleich stark, erfahren und gut bewaffnet, aber er sieht sich zunehmend mit einer Vielzahl starker Gegner konfrontiert, die ihm alles abverlangen. Plötzlich hat auch er Munitionsknappheit, wer nun stumpf ballert, wird schnell Zombiefutter. Im Laufe des Abenteuers wird auch klar, dass Leon nicht nur die neuerlichen Machenschaften von Umbrella aufdecken möchte, sondern auch dringend Antworten auf seine Krankheit braucht, die sich seit den ersten Berührungen mit dem T-Virus vor knapp 30 Jahren langsam ausbreitet und sein Leben bedroht.
Resident Evil Requiem erfordert von euch so einiges an Resilienz, da ihr mehrfach in Situationen kommen werdet, die euch völlig überraschen werden und entweder eurer direktes Ableben oder einen Zustand zur Folge haben, die einen Neustart erzwingen.
Top 3
(+) Durchweg spannende Inszenierung, tolle Immersion mit ordentlichem Horror-Faktor und auch auf Nintendo Switch mit guter Grafik.
(+) Durch den Wechsel zwischen Grace und Leon samt unterschiedlichem Gameplay-Ansatz kommen sowohl Fans von klassischen als auch den neueren Resident Evil Games auf ihre Kosten.
(+) Zumeist fair gesetzt Speicherpunkte: Automatisches Speichern vor nahezu jeder brenzligen Situation plus clever verteilte manuelle Speicherpunkte, die man immer gut erreichen kann. Somit bietet das Spiel gezielt die Option bestimmte Situationen so lange zu versuchen, bis man mit dem Ausgang zufrieden ist oder stets zu speichern, wenn es etwas gut gelaufen ist.
Flop 3
(-) Der chronische Munitionsmangel kann nerven
(-) Das Spiel hätte durchaus noch etwas gestrafft werden können: Vor allem der erste Teil mit Leon in Raccoon City zieht sich etwas
(-) Nichts für schwache Nerven
Gunnar meint:
Resident Evil Requiem setzt die Hauptreihe würdig fort. Die Idee durch den unterschiedlichen Gameplay-Fokus von Grace und Leon sowohl Fans der frühen als auch die der neueren Resident Evil Games abzuholen, geht voll auf. Die Geschichte ist Resident Evil typisch abgedreht (ohne, dass man zu viel drüber nachdenken sollte). Die Immersion gelingt vor allem durch die tolle Inszenierung und die stets hoch gehaltene Spannung samt ordentlichem Horrorfaktor.
Grafik
Sound
Steuerung
Spielspaß
Release
Developer
Publisher
USK
Singleplayer
Multiplayer
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