
Was ist ein Top oder Flop Review?
In diesem Format wollen wir möglichst kurz und knapp verraten, ob ein Spiel spielenswert ist oder nicht. Dabei erzählen wir nur kurz, worum es geht und zählen dann stichpunktartig die Top 3 und Flop 3 auf. Also kein langer Fließtext, sondern das Wesentliche auf Weg zu einer Bewertung Top oder Flop? Dieses Format gibt es als Text und/oder Video. Viel Spaß!
Worum geht es?

Nach einer gefühlt Äonen langen Entwicklungszeit und über 18 Jahre nach dem dritten Teil, erschien am 04.12.2026 endlich Metroid Prime 4: Beyond für die Nintendo Switch und Nintendo Switch 2. Samus Arans neustes Abenteuer startet mit einem epischen Kampf gegen Weltraumpiraten, die anscheinend die Bergung eines mysteriösen Artefakts durch die Galaktische Förderation torpedieren möchten. Gerade als die Förderation das Artefakt zum Transport bereitmachen möchte, taucht der nicht minder mysteriöse Kopfgeldjäger Sylux mit seinen Schergen auf. Bei der Auseinandersetzung wird das Artefakt “aktiviert”, so dass urplötzlich Samus, Sylux, ein paar Soldaten der Galaktischen Förderation und etwas von deren Equipment auf einen fremden Planeten namens Viewros teleportiert werden. Dort angekommen wird schnell klar, dass Samus Reise nach Viewros kein Zufall ist. Sie gilt bei einer längst ausgestorbenen Spezies als Auserwählte, die es als einzige schaffen kann, das Vermächtnis der Zivilisation zu sichern. Zum Glück ebnen die Aufgaben, die sie von den Wesen des Planeten erhält, auch den Weg zur Rückkehr in die Heimat. Zur Aktivierung des Teleporters werden Schlüssel benötigt, die Samus auf Viewros finden muss. Welche Rolle Sylux dabei spielt, müsst ihr selbst herausfinden.

Der Schlüsselturm steht inmitten einer Wüste. Diese kann Samus wie in einem Open-World-Spiel frei erkunden. Damit das flott geht, bekommt sie recht früh im Spiel Vi-O-La, ein Motorrad ähnliches Gefährt. In der Wüste finden sich Trümmer von Raumschiffen und anderes Zeug der Galaktischen Förderation, wo es nützliche Sachen zu finden gibt. Aber auch unterirdische kleine Schreine, die ihr für Upgrades absuchen dürft sowie grüne Kristalle, die ihr für den Lebensbaum des Planeten sammeln sollt. Die Wüste verbindet die einzelnen Welten miteinander. Um also zum Beispiel von dem Dschungel zur Eiswelt zu kommen, müsst ihr jedes mal die Wüste passieren.
Innerhalb der einzelnen Areale gibt sich das Gameplay recht Metroid Prime typisch. Ihr bewegt Samus in der Egoperspektive und erkundet die Areale. Dabei scannt ihr fleißig die Flora und Fauna sowie Technik, umso mehr über die Geschichte zu erfahren, aber auch um Rätsel zu lösen. Bei den Rätseln kommen insbesondere die neuen Psy-Fähigkeiten von Samus zum Einsatz, die ein wenig an frühere Visoren erinnern. Mit den Psy-Fähigkeiten dürft ihr beispielsweise einen aufgeladenen Schuss eurer Beamwaffe frei bis zu der Schwachstelle eines Gegners oder bis zu einem versteckten Schalter lenken. Damit ist auch klar, dass die Beamwaffe in den verschiedenen Variationen wie Standard, Eis und Feuer zurück ist. Je nach Gegnertyp oder Rätsel braucht ihr dabei andere Geschosse. Natürlich gibt es in den Arealen allerhand Feinde, die ihr erledigen müsst bis hin zu epischen Bosskämpfen.

Wie mit Metroid Prime 3: Corruption bereits eingeführt, ist Samus Aran auch in ihrem neusten Abenteuer nicht mehr gänzlich alleine unterwegs. Wie eingangs erwähnt, wurden einige wenige Soldaten der Galaktischen Förderation nach Viewros teleportiert. In bestimmten Passagen des Spiels kreuzen sich die Wege von Samus und einzelner oder aller Soldaten. Eine besondere Rolle nimmt dabei der Mechaniker McKenzie ein, der die neuen Technologien und Upgrades, die Samus im Laufe des Abenteuers findet, in ihren Suit oder Beam einbaut.
Technisch ist Metroid Prime 4: Beyond sowohl auf Nintendo Switch als auch Nintendo Switch 2 herausragend. Letztere Version bietet sogar die Option das Spiel bei einer Full HD Auflösung bei butterweichen 120fps zu spielen. Ansonsten läuft es auf Switch 2 in 4k bei 60fps!
Top 3
(+) Das grundsätzliche Gameplay von Metroid Prime ist bei Teil 4 intakt und fesselt auch heute noch
(+) Die Interaktion mit anderen Soldaten der Galaktischen Förderation verleiht dem Abenteuer mehr Authentizität und macht das Upgrade-System von Samus Anzug und Beam logischer, ohne aber zu sehr im Fokus zu stehen.
(+) Herausragende Technik: Flüssige, detailverliebte Grafik, toller Sound und gute Steuerung
Flop 3
(-) Das Open-World-Gameplay in der Wüste funktioniert nur bedingt: Es müsste mehr zu entdecken und mehr Anlass bezogene Events je nach Spielfortschritt geben
(-) Backtracking gehört zu Metroid Prime dazu. Aber durch eine fehlende Teleportier-Option wird es unnötig erschwert, weil vor jedem Ortswechsel eine Durchquerung der Wüste ansteht
(-) Während die Wüste zum freien Erkunden einlädt, wirken manche Areale deutlich begrenzter und linearer als in früheren Metroid Prime Teilen
Gunnar meint:
Metroid Prime 4: Beyond macht vieles richtig: Typisches Gameplay, gepaart mit moderner, herausragender Technik und guter Spielbarbeit. Leider trüben einige Design-Entscheidungen das Gesamtbild. Zum Beispiel wird das Metroid Prime typische und auch durchaus gewollte Backtracking durch eine fehlende Teleportier-Funktion zu bereits erkundeten Bereichen unnötig erschwert. Für Fans der Reihe ist Teil 4 aber trotzdem ein Muss und wir hoffen sehr, dass es tatsächlich den Start einer neuen Trilogie markiert.
Grafik
Sound
Steuerung
Spielspaß
Release
Developer
Publisher
USK
04.12.2025
Retro Studios
Nintendo
16
Singleplayer
Multiplayer
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