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Angespielt: Nintendo Switch

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Go Vacation

Sport

03.08.2018

Autor: Matthias Küpper

 

Es ist Sommer im Jahr 2018 und in Deutschland halten sich die Temperaturen konstant im warmen Bereich. Auf Regen wartet die Erde vergeblich. Also heißt es raus aus dem Haus zum Strand oder aufs Rad oder man flieht vor der Hitze in noch wärmere Länder und nennt das dann Urlaub. Wer den Urlaub aber zu Hause auf der Coach verbringen möchte, kann das jetzt mit Go Vacation auf der Switch mit Strand, Schnee und Party genießen. Das Spiel ist vollgepackt mit Urlaubsaktivitäten, die man auch schon auf der Wii genießen konnte. Doch ist dies ein guter Ersatz falls der nächste Urlaub dann doch eher verregnet ist?

 

 

Willkommen auf der Insel Kawawii

 

Wer träumt manchmal nicht davon, dem langweiligen Alltag zu entfliehen und auf einer Insel Urlaub machen? In Go Vacation ist dies sogar auf der Couch oder mit der Switch nun auch unterwegs möglich. Denn die Insel Kawawii bietet mehr als 50 verschiedene Aktivitäten, die dafür sorgen sollen, dass das Erlebnis unvergesslich bleibt. Dabei ist die Insel in vier verschiedene Resorts eingeteilt. Es gibt ein Strand-, Stadt-. Berg- und Schneeresort. Diese sind ziemlich selbsterklärend. Am Strand geht es hauptsächlich ums Surfen oder Jetskifahren. Hier gibt es die Möglichkeit tricks zu machen oder in Rennen anzutreten. Zudem kann man auf Tauchgang gehen und nach Schildkröten suchen. Wer also Lust auf Strand hat, aber kein Salzwasser im Mund haben möchte, ist hier genau richtig.

 

In der Stadt gibt es eine Straßenbahn, mit der man fahren kann. Zudem sind Inliner und Skateboards hier als Transportmittel geeignet. Aber es besteht auch die Möglichkeit die Reifen eines Sportswagens in den Straßenschluchten zum Qualmen zu bringen. Zudem kann man sich mit Tortenabwerfen lassen, denen man eigentlich ausweichen soll und mit Gläsern Lieder spielen. Also möge die Party beginnen.

 

In den Bergen geht es auf den ersten Blick etwas ruhiger zu. Hier bringt ein kleiner Zug einen zu unterschiedlichen Stationen. Es besteht die Möglichkeit Tennis zu spielen oder auf einem Pferd zu reiten. Aber auch das Schießen wird hier in unterschiedlichen Formen angeboten. Den Berg hinauf wird es dann aber doch etwas rauer. Auf dem wilden Fluss kann man Rafting oder Kajak fahren und muss den unzähligen Stromschnellen ausweichen oder aber man driftet mit einem Geländewagen den Berg hinauf oder hinab.

 

Im Schneeresort gibt es dann für Ski- und Snowboardfans viele Aktivitäten ohne das man selber der Kälte ausgesetzt ist. Zudem gibt es Schneeballschlachten, Eisangel oder Schneemann bauen. Letztere sind eher ruhige Aktivitäten. Mit Ski und Snowboard kann man in mehreren olympischen Disziplinen schon einmal für die nächste Winterolympiade trainieren.

 

 

Auf der Insel mit tausend Möglichkeiten

 

Das Spiel imponiert mit der Auswahl an verschiedenen Aktivitäten. Geleitet wird man zu diesen im Einzelspieler durch den Stempelsprint. Dabei schaltet man immer wieder neue Sachen frei. Hat man beispielsweise 20 Stempel erreicht, gibt es noch eine eigene Villa. Diese kann dann dekoriert, damit Leute aus der ganzen Welt die Möglichkeit haben, sie sich anzuschauen.

 

Zudem kann man immer wieder neue Outfits für den Charakter freischalten, die dieser dann anziehen kann. Überall warten kleine Überraschungen. Seien es Tiere, die man fotografieren kann oder ein Rivale, der gegen einen in einer Disziplin antreten möchte. Dadurch, dass man nach und nach mehr freischaltet, gelingt auch der Einstieg gut und man wird nicht direkt erschlagen. So startet man zunächst am Strand und kann dann nach und nach zu den anderen Resorts. Zudem gibt es vor jeder Aktivität eine Erklärung, wie sich diese Steuern lässt.

 

Durch täglich neue Herausforderungen wird zudem die Langzeitmotivation erstellt. Denn dadurch gibt es Punkte, die zum Aufleveln genutzt werden. Mit jedem neuen Levelanstieg gibt es einen Schlüssel, mit dem in der Villa neue Möbel freigeschaltet werden können. Außerdem gibt es bei jeder Aktivität verschiedene Stufen. So kann man beim Minigolf drei, sechs oder neun Löcher spielen. Durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Gegner bei den Sportarten, gibt es auch neue Herausforderungen. Damit man sich nicht so alleine fühlt, kann man entweder einen Hund ausleihen oder sich mit anderen Urlaubern zusammentun, die allerdings nur NPCs sind. Dennoch bietet das Spiel selbst alleine schon einiges an Inhalt. Wie lange das dann anhält, ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel verfügt einmal über eine klassische Steuerung. Hierbei wird per Knopfdruck und Analogstick der Charakter gesteuert. Dies geht ganz gut von der Hand, wobei hier bereits auffällt, dass es gar nicht so einfach ist, so viele Aktivitäten vernünftig umzusetzen. Deshalb wiederholen sich viele Steuerungsarten und man hat nicht immer das Gefühl, die volle Kontrolle zu haben. Positiv ist aber, dass der Einstieg schnell geht und man bei den meisten Aktivitäten intuitiv bereits das richtige macht. So braucht es auch für Neueinsteiger nur wenig Eingewöhnungszeit.

 

Alternativ kann aber auch die Bewegungssteuerung benutzt werden. Da die Joy-Con in der Lage sind Bewegungen zu erkennen, kann man mit diesen auch so spielen. Gerade beim Tennis kann man hier die Schlagbewegungen machen. Hierbei ist aber zu empfehlen die Schlaufen anzuziehen, da ansonsten recht schnell der kleine Controller mal durch die Luft fliegt. Hierbei braucht es aber ein bisschen Eingewöhnung die Steuerung macht nur bei ein paar Aktivitäten Sinn. Ansonsten ist dann doch eher die klassische Steuerung zu empfehlen.

 

Grafisch ist das Spiel auf den ersten Blick nicht gut. Man merkt halt schon, dass es sich um ein etwas aufgewertetes Wii-Spiel handelt. Die Miis kann man auch hier verwenden oder man nimmt eines der Charaktermodelle, die das Spiel vorgibt. Spielt man dann aber erst einmal, merkt man aber schon, dass die Welt an sich ihren Charme hat. Die Entwickler haben viel Liebe reingesteckt und hinter manchen Ecken wartet so manche Überraschung. Zudem macht es alleine schon Spaß frei durch die Resorts zu fahren. Ein bisschen schade ist, dass diese nicht direkt mit einander verbunden sind. Dann hätte man wirklich das Gefühl gehabt, auf einer kompletten Insel zu sein.

 

Soundtechnisch ist das Spiel solide. Im Hintergrund spielen meisten Lieder passend zum Resort. Diese sind aber so leise, dass man noch die Wellen hört oder den Motorenlärm. Somit spielt sich kaum ein Track wirklich ins Gedächtnis, aber das ist in Ordnung. So liegt der Fokus eher auf den Aktivitäten selber. Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht, aber immerhin sprechen die Menschen schon einmal ein zwei Wörter wie: „Hallo“ oder „Toll“.

 

 

Multiplayer

 

Das Herzstück ist aber der Multiplayer. Hier kann lokal mit bis zu vier Spielern gleichzeitig gespielt werden. Dabei können entweder mehre Switchs verwendet werden oder aber eine. Da auch ein einzelner Joy-Con als Controller ausreicht, kann man von Anfang zu zweit spielen, ohne einen zusätzlichen Kontroller zu kaufen. Im Mehrspieler kann man dann entweder direkt Aktivitäten auswählen oder aber die Resorts zusammen erkunden, was echt cool ist. Mit mehr Leuten macht das ganze direkt mehr Spaß. Das kann unterwegs auf den kleinen Bilderschirm aber schon einmal etwas unübersichtlich werden, da dieser geteilt wird. Einen Onlinemultiplayer oder Bestenlisten gibt es aber nicht.

 

 

Kritik

 

Go Vacation ist ein Spiel, welches viel Potential hat, welches aber nur teilweise genutzt wird. Der größte Kritikpunkt ist der fehlende Onlinemultiplayer. Wer gerne mit den Leuten aus einer Community spielen möchte, kann dies leider nicht tun. Das ist wirklich schade und wäre ja wohl möglich gewesen. Zudem bietet das Spiel optisch keinen so großen Sprung im Vergleich zur Wii. Hier wäre ein größerer Grafiksprung durchaus machbar gewesen. Dadurch wäre das Erlebnis noch schöner gewesen, da die Landschaft einfach von Grafik lebt. Beim nächsten Mal also nicht einfach nur einen Port machen, sondern vielleicht ein komplett neues Spiel mit derselben Idee.

 

Außerdem ähneln sich viele Aktivitäten. Ob ich nun mit einem Geländewagen oder einem Rennwagen fahre, macht nur wenig unterschied. Selbiges gilt für Snowboard und Skier, was irgendwie schade ist. Letztere können daher auch in den Rennen ausgetauscht werden, ohne dass ein Effekt spürbar ist. Man hat daher das Gefühl, dass hier mehr der Wert auf Quantität als auf Qualität gesetzt wurde, was sehr schade ist. Dennoch kann man viel Spaß mit dem Spiel haben.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Go Vacation vermittelt recht gut das Gefühl einer Urlaubsinsel, die man gerne besuchen würde. Die Insel Kawawii bietet eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten, die lokal auch mit Freunden gespielt werden können. Zudem gibt es viel zu entdecken und unzählige Herausforderungen, die auch für einen Langzeitspaß sorgen. Leider fehlt aber ein Onlinemultiplayer und bei der Grafik wäre noch mehr möglich gewesen. Wii Besitzer sollten sich also überlegen, ob sie das Spiel unbedingt unterwegs spielen wollen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

72%

Singleplayer

77%

Multiplayer

Release

27.07.2018

Developer

Bandai Namco Studios Inc

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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