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Reviews: Nintendo 3DS

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Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging

Training

28.07.2017

Autor: Julian Richter

 

 

Gehirn-Jogging für Fortgeschrittene

 

Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging trägt das „diabolisch“ nicht umsonst im Namen. Dieses Spiel fordert euch auf übelste Art und Weise und hat einige ziemlich komplexe Trainingsmethoden in petto. Am Tag soll daher auch nicht mehr als fünf Minuten gespielt werden, da das Gehirn sonst überfordert werden würde. Sind die fünf Minuten rum, wird eine Aufgabe automatisch beendet. Wahre Meisterleistungen habe ich selbst noch nicht vollbracht, aber zum Zeitpunkt, als dieser Test hier anstand, habe ich das Spiel auch erst drei Tage besessen. Daher kenne ich selbst die Fülle des Spiels noch nicht gänzlich, da jeden Tag neue Übungen freigeschaltet werden.

 

Nichtsdestotrotz konnte ich mir einen guten ersten Eindruck über die verschiedenen Möglichkeiten machen und muss sagen, dass ich hier ganz schön an meine Grenzen gestoßen bin. Direkt die erste Übung, die zur Verfügung steht, hat mir bereits gezeigt, dass ich noch einiges zu tun habe, um mein Gehirn zu trainieren. Es handelt sich dabei um die Aufgabe „Zwei zurück“. Dabei handelt es sich um ein Zahlenmerkspiel. Man bekommt eine Rechenaufgabe gestellt, muss sich das Ergebnis merken und die Lösung bei der darauffolgenden Frage eintragen. Gleichzeitig muss sich wieder das Ergebnis der aktuellen Aufgabe gemerkt werden, um es wieder bei der nächsten eintragen zu können.

 

Klingt nicht so schwer? Mag sein, aber ich habe es mittlerweile auf „Vier zurück“ geschafft und muss mir dementsprechend die Ergebnisse von vier Aufgaben merken, diese bei den folgenden vieren eintragen und mir gleichzeitig die Ergebnisse der neuen vier Aufgaben merken. Wenn das nicht diabolisch ist, dann weiß ich es auch nicht!

 

Natürlich gibt es darüber hinaus auch noch weitere diabolische Spiele, wie Kartensuche, Mäusejagd oder Vorlesen. Die Kartensuche ist ein normales Memory, allerdings wird man hier bestraft, wenn man eine Karte zweimal aufdeckt, ohne ein Pärchen zu finden. Die Mäusejagd funktioniert wie ein Hütchenspiel. Zwei Mäuse verstecken sich unter eine Reihe Katzen, werden verdeckt und herumgeschoben. Anschließend muss man sagen, wo die Mäuse sind. Und beim Vorlesen wird man aufgefordert, einige Sätze laut vorzutragen und sich dabei die jeweils unterstrichenen Wörter zu merken, um sie hinterher wieder aufzuschreiben.

 

 

Diabolische Zusatzaufgaben

 

Neben den eigentlichen Aufgaben, von denen man täglich nur eine machen sollte, gibt es auch noch Zusätze, die man nutzen kann, um noch effizienter zu lernen. Darunter finden sich die typischen Inhalte, die man bereits aus den vorherigen Teilen kennt. Wie z.B. Rechnen 20, Rechnen 100, Zahlen verbinden, und so weiter.

 

Die restlichen Aufgaben der zwei anderen Teile finden sich außerdem unter dem Reiter „Gehirn-Jogging“ wieder. Für diesen ist keine zeitliche Begrenzung angesetzt, doch auch hierfür werden täglich neue Aufgaben freigeschaltet.

 

Hat man sich nun genug verausgabt, bietet das Spiel ebenfalls einige Spiele zur Entspannung. Bislang habe ich nur ein einziges freigeschaltet, da ich wohl noch nicht hart genug trainiert habe. Entspannungs-Spiele werden nämlich immer dann freigeschaltet, wenn der Trainingsrang gestiegen ist. Das geschieht, indem man möglichst viele Verbesserungen in den einzelnen Aufgaben erzielt. Je besser man abschneidet, desto mehr Punkte hagelt es.

 

Als letztes haben wir noch den Konzentrationstest. Diesen kann man einmal täglich ausführen, um zu ermitteln, wie lange man konzentriert bleibt. Dieser Test funktioniert, wie „Zwei zurück“, nur, dass statt Rechenaufgaben, Blöcke erscheinen, die auch gern mit der Zeit etwas eigenlebig werden, um einen zu irritieren. 90 Sekunden ist übrigens das Optimum, laut dem Spiel. Wer sich 90 Sekunden oder länger konzentrieren kann, besitzt ein gutes Konzentrationsvermögen.

 

 

Grafik und Sound

 

An der Grafik von Dr. Kawashima hat sich nicht wirklich viel verändert. Es ist ein nettes Zubrot, dass der Doktor sich nun tatsächlich mit dem Spieler unterhält und man nicht pausenlos Textboxen lesen muss. Des Weiteren bekommt man in regelmäßigen Abständen immer etwas über das menschliche Gehirn erklärt, was im Anschluss in einem Quiz abgefragt wird.

 

Da man sich verständlicherweise konzentrieren soll, gibt es an den meisten Stellen in Spiel keinen Sound. Die Untermalung in den Menüs oder Erklärvideos ist hingegen sehr angenehm und entspannend.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging macht seinem Namen alle Ehre. Es ist unglaublich herausfordernd, aber nicht unfair. Ich kann nach der kurzen Testphase zwar noch keine wirkliche Steigerung meines Arbeitsgedächtnisses feststellen, aber ich werde dennoch zukünftig weiter trainieren und einen Effekt abwarten. Empfehlen kann ich das Spiel all jenen, denen die vorherigen Teile auch schon Spaß gemacht haben. Wer mit solchen Gehirntrainings-Spielen nichts anfangen kann, der wird eher keine Freude daran haben, denn einen wirklichen Effekt erzielt man denke ich nur, wenn man es regelmäßig betreibt und wenn da der Spaß oder Anreiz fehlt, dann bringt das Ganze nicht wirklich viel. Meiner Meinung nach ist es aber ein durchaus gelungenes Spiel und eine extreme Weiterentwicklung der vorherigen Teile.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

74%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

28.07.2017

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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