Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo 3DS

< zurück

Metroid Prime: Federation Force

Ego Shooter

18.01.2017

Autor: Sverre Petersen

 

Kaum ein Spiel für Nintendo-Konsolen hat die Massen so gespalten wie Metroid Prime: Federation Force. Viele Fans der Metroid Prime-Reihe kreideten dem Spiel an, dass dieses kein wirkliches Metroid-Spiel sei, sondern ein Spiel, dem die Metroid Marke aufgezwungen wurde. Mittlerweile sind wir schlauer und wissen, dass Metroid Prime: Federation Force einen finanziellem Flop darstellt, doch wie kann sich das Spiel im Test schlagen? Ist es tatsächlich so schlecht wie sein Ruf, oder ist es vielleicht sogar ein gutes Spiel? Das und noch vieles mehr erfahrt ihr in unserem Testbericht zu Metroid Prime Federation Forece!

 

 

Weltraumpiraten machen die Galaxie unsicher!

 

Es sind nun schon einige Jahre vergangen, seitdem Samus Aran auf dem Planeten Phaaze aufgeräumt hat. Sprich die Einheit 313 konnte zerstört werden, der Planet Phaaze vernichtet und die Gefahr durch Phazon wurde ein für alle mal eingedämmt. Alles scheint fast schon friedlich zu sein? Friedlich in Metroid? Naja, nicht ganz. Ihr beginnt nämlich damit, anfangs nur Weltraum-Stationen zu erkunden, da ihr z.B. starke Störsignale beseitigen müsst. Jedoch wird früh klar, dass der Frieden natürlich nicht ewig gehalten werden kann und prompt wird immer klarer, dass Weltraumpiraten ihre Finger im Spiel haben und wieder damit anfangen, die Galaxie ins Chaos zu stürzen. Nun ist es eure Aufgabe, die Weltraumpiraten aufzuhalten und somit wieder für Ruhe in der Galaxie zu sorgen.

 

Die anfangs recht interesannte Geschichte, entpuppt sich schnell als eine recht durchschnittliche. Die Story wird nur recht langsam voran getrieben und erweist sich auch nicht als sonderlich gelungen. Aber das Hauptaugenmerk von Metroid Prime: Federation Force ist ja auch nicht die Geschichte, sondern das Gameplay.

 

 

Gewohnt gelungenes Metroid-Gameplay

 

Und dieses ist auch, wie man es von den Metroid- Spielen gewohnt ist, sehr gelungen, denn wenn Metroid Prime: Federation Force eines mit der „normalen“ Metroid Prime-Reihe gemein hat, dann das Gameplay. Wer nämlich schon mal einen der Prime-Teile auf dem GameCube gespielt hat, der wird sich direkt heimisch fühlen. Gespielt wird Prime typisch aus der Egoperspektive und das ganze geht sogar überraschend gut von der Hand! Nintendo hat es nämlich erfolgreich geschafft, das Gameplay-System der Prime-Reihe auf den 3DS zu übertragen. Wirklich gelungen!

 

 

Eintöniges Missionsdesign

 

Metroid Prime: Federation Force setzt vor allem auf den Online-Modus. Dabei müsst ihr aber nicht, wie für einen Ego-Shooter typisch, gegeneinander kämpfen, sondern kooperativ euer Ziel erreichen. Dabei sind die Missionen aber meist nicht besonders abwechslungsreich. Denn sie sind sowohl im Story-Mode, als auch im Online-Modus grob dieselben.

 

Nun könnte man natürlich erwarten, dass die Missionen sich untereinander stark voneinander unterscheiden, aber dies tun sie leider nicht. Meist besteht eine Mission nur daraus, dass ihr euch von Raum zu Raum kämpft, manchmal noch einen Schlüssel einsammelt und dann am Ende einer Mission einen Boss besiegen müsst. Dabei ist es aber positiv anzumerken, dass ihr in den Missionen zum Beispiel verschiedene Items findet, wie stärke Waffen oder Medipacks, mit denen ihr dann eure Mitstreiter vor dem Dahinscheiden retten könnt, was dann die Missionen doch erfrischen kann. Jedoch täuscht dieser Fakt nicht darüber hinweg, dass das eigentliche Missionsdesign nicht wirklich gerade überzeugen kann.

 

 

Vertraute Umgebungen

 

Das Leveldesign jedoch konnte mich dann stellenweise durchaus überzeugen, da die Level selbst wie die eines Metroid Prime-Spieles aufgebaut sind, weswegen diese fast schon vertraut wirken. Jeder der Metroid Prime gespielt hat wird mir wohl zustimmen, dass die Level dieses Spiels sehr stimmungsvoll sind und durchaus atmosphärisch, wie vom Gamedesign nahezu perfekt waren. Das kann man zwar nicht von Metroid Prime: Federation Force behaupten, aber die Level erinnern wie gesagt fast schon an Level der Metroid Prime-Reihe, was durchaus positiv ist. Umso bedrückender, dass das Missionsdesign dann nicht wirklich überzeugen konnte. Sehr schade.

 

 

Gelungenes Bossdesign

 

Die Bosse des Spiels sind in meinen Augen tatsächlich das Highlight des Spiels. Ähnlich wie in Metroid Prime wirken diese stets innovativ und gut durchdacht. So kämpft ihr z.B. mal gegen einen riesen Parasiten, der mit beeindruckenden Attacken nur so um sich wirft. Im Gegensatz zum Missionsdesign tritt bei den Bossen selbst nie irgendeine Art von Langeweile auf, da gerade bei diesen der Koop-Aspekt von Metroid Prime: Federation Force erst so richtig zur Geltung kommt. Die Bosse lassen sich am besten besiegen, wenn ihr diese zum Beispiel mit einer Gruppe von Freunden besiegt, da sich zum Beispiel einer um den Panzer des Parasiten kümmert, der andere darum, dass die Helden am leben bleiben und wiederum ein anderer bekämpft die während des Kampfes auftretenden Gegner, die euch daran hindern wollen, den Boss zu besiegen. Und genau aus diesen Gründen bringt es riesigen Spaß gerade mit Freunden gegen Bosse zu kämpfen, weswegen diese auch mein persönliches Highlight des Spiels sind.

 

 

Pimp your Mech!

 

Da ihr euch in Metroid Prime: Federation Force mit Mechs fortbewegt, beziehungsweise diese ein essenzielles Spielelement sind, könnt ihr diese auch aufrüsten. Nach Abschließen einer Mission erhaltet ihr nämlich zum Beispiel neue Waffen für besagten Mech oder Mods, die euren Mech zum Beispiel mehr schaden austeilen lassen. Umso besser ihr dabei in der jeweiligen Mission abschneidet, umso besser ist dann auch euer erhaltener Loot. Dabei ist es essenziell wichtig, gerade wenn ihr mit Freunden spielt, welche Waffen und Mods ihr mit auf eure Mission nehmt. So kann zum Beispiel ein Spieler Eisprojektile mitnehmen, die den Gegner einfrieren und wiederum ein anderer nimmt dann eine sehr starke Waffe mit, um den Gegner möglichst schnell außer Gefecht zu setzen. So bringt Next Level Games sogar noch einen taktischen Aspekt ins Spiel ein, welcher das Spielerlebnis in jeden Fall verbessert.

 

 

Grafik und Sound

 

Im ersten Trailern sah Metroid Prime: Federation Force noch nicht wirklich gut aus und wirkte fast schon skurril. Doch das fertige Spiel ist grafisch auf jeden Fall überzeugend, was auch am Stil des Spiels liegt, denn dieser ist ein Cartoon-Stil, statt ein eher realer Look, wie in den geistigen Vorgängern. Und gerade dieser Stil lässt das Spiel zu jeder Zeit grafisch überzeugend wirken.

 

Auch soundtechnisch ist Metroid Prime: Federation Force durchaus gelungen. Zwar hält die akustische Untermalung nicht mit der Klasse eines klassischen Teil der Reihe mit, ist aber zu jeder Zeit stimmungsvoll und passt auch zum Spiel selbst.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters!


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Metroid Prime: Federation Force ist alles andere als ein schlechtes Spiel! Klar, es ist auch weit entfernt davon perfekt zu sein, bietet aber durchaus seine Momente und ist sogar für Fans von Metroid Prime einen Blick wert, da es tatsächlich sogar regelmäßig an alte Teile der Reihe erinnert und das nicht zuletzt aufgrund des gelungenem Gameplays! Jedoch ist es dann umso bedauerlicher, dass das Missionsdesign des Spiels recht schnell eintönig wirkt und das sowohl online mit Freunden, als auch im Einzelspieler. Sehr schade, denn gerade im Missionsdesign hat man sehr viel Potenzial verschenkt und da tröstet auch das an sich gute Leveldesign nicht drüber hinweg. Alles in allem ist Metroid Prime: Federation Force aber deutlich besser als sein Ruf und Fans der Metroid-Reihe sollten vielleicht durchaus mal einen Blick auf das Spiel werfen.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

74%

Multiplayer

Release

19. August. 2016

Developer

Next Level Games

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes
[Spielegrotte.de]