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Pokémon Goldene Edition

RPG

23.10.2017

Autor: Matthias Küpper

 

Im Jahre 2001 erschienen die Goldene und Silberne Edition von Pokémon bei uns in Europa und brachten den Hype um die kleinen Taschenmonster auf eine komplett neue Stufe. Das besondere war damals, dass man auch die Regionen der Vorgängereditionen besuchen konnte und dadurch eine riesige Karte zu erkunden hatte. 2010 erschien dann für den Nintendo DS die Neuauflage mit verbesserter Grafik und einigen Funktionen, die es damals eben noch nicht gegeben hatte. Und nun kann man die beiden Editionen dank der Virtual Console auch auf dem 3DS spielen.

 

 

Nostalgie pur!

 

Was waren das noch für Zeiten, als man sich als kleiner Schuljunge in das große Abenteuer auf dem Gameboy stürzte und mit seinen Freunden Pokémon tauschen konnte. Nach den Sammelkarten musste auch fast jeder auf dem Schulhof das dazu passende Spiel haben. In der zweiten Generation kamen dann auch noch 100 neue Pokémon dazu, wodurch die gesamte Zahl auf 251 stieg. Auch in der Version für die Virtual Console hat sich an der Zahl der Pokémon nichts geändert.

 

So stürzt man sich wieder von Neuborkia aus in das Abenteuer, welches einem durch die gesamte Johto Region und später auch noch durch die Kanto Region führt. Am Anfang hat der Spieler wieder die Wahl des Geschlechts und er kann dem Held einen Namen geben. Danach bekommt man auch schon sofort den ersten Auftrag von Professor Lind. Dieser führt einen in die Nachbarschaft, wo man bei einem guten Freund des Professors etwas abholen muss. Zur Hilfe kommt dabei eins der drei Starterpokémon Feurigel, Karnimani und Endivie. Auf dem Rückweg begegnet man einem mysteriösen Jungen, der ein anderes Pokémon von Professor Lind dabeihat und ziemlich unfreundlich ist. Kurz darauf stellt sich heraus, dass er ein Dieb ist und man kann auch ihm dabei einem Namen geben.

 

Nach dieser kurzen Einleitung beginnt dann das große Abenteuer. In diesem kann man von Stadt zu Stadt reisen, um die Arenaleiter zu besiegen. Auf dem Weg stellen sich dem Spieler zahlreiche Trainer und Pokémon in den Weg. Zudem treiben die Mitglieder von Team Rocket noch immer ihr Unwesen. Tatsächlich gibt es auf dem Weg auch die ein oder andere Herausforderung. So ist Biancas Miltank nicht zu unterschätzen, da es mit Walzer enorm viel Schaden machen kann. Hier kann es schon einmal vorkommen, dass man noch ein wenig trainieren oder seine Taktik ändern muss. Dabei kann man aber nicht auf den EP-Teiler zurückgreifen. Auch andere Neuerungen, die erst später kamen, sind noch nicht enthalten. So ist das Boxensystem noch immer so umständlich, dass man die Box wechseln muss, wenn diese voll ist. Dabei speichert das Spiel auch noch, was oft ausgenutzt wurde, um die Pokémon zu clonen.

 

Trifft man auf einen Trainer und geht durch das Gras und trifft dort auf einen Gegner, startet ein Kampf in einem anderen Fenster. Hier kommt das klassische Kampfsystem zum Zuge, in dem jede Runde sowohl der Gegner als auch man selber angreift. Dabei hat man die Wahl, ob das derzeitige Pokémon kämpfen, ein Item verwenden, fliehen oder ein anderes Pokémon einsetzen möchte. Insgesamt kann man dabei auf bis zu sechs Pokémon zurückgreifen, die einen begleiten. Gefangen werden die Taschenmonster mit Hilfe von Bällen, nachdem sie am besten geschwächt wurden.

 

Der Umfang des Spiels ist auch heute noch sehr ordentlich. Dadurch, dass das Leveln der Pokémon schwieriger und aufwändiger ist, muss man auch mehr Zeit mit dem Titel verbringen. Außerdem hat man die Möglichkeit, durch zwei Regionen zu reisen, was auch heute noch viel Spaß bereitet. Hier kann man also wirklich viel Zeit mit einem Spiel verbringen.

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel verfügt wegen dem Alter über eine klassische Steuerung. Man hat aber die Wahl, ob man mit dem Steuerkreuz oder dem SchiebePad läuft, was sehr angenehm ist. Mit A bestätigt man die Aktionen und mit B bricht man sie ab oder geht zurück. Mit Hilfe von X oder Start öffnet sich das Menü und über Y lassen sich registrierte Items einsetzen.

 

Grafisch merkt man dem Spiel an, dass es auf dem Jahr 2001 stammt. Damals war es schon etwas Tolles, wenn man den Titel in Farbe genießen konnte. Das kann man heute auf dem 3DS natürlich auch. Doch gerade im Kampf merkt, sieht man deutlich, dass hier Bilder quasi auf einen weißen Bildschirm positioniert wurden. Das geht heute natürlich alles deutlich besser und besonders das Remake hat gezeigt, wie schön die Optik heute geworden ist. Allerdings kann man das der Version nur kaum vorwerfen. So war nun einmal das Spiel damals. Selbiges gilt auch für das Boxingsystem, welches viel Zeit in Anspruch nimmt und ziemlich umständlich ist. Musikalisch kann das Spiel dafür aber voll überzeugen. Schon damals waren die Tracks einfach nur fantastisch und sorgten für den ein oder anderen Ohrwurm.

 

 

Multiplayer

 

Früher musste man zum Tauschen ein Linkkabel verwendet. Das muss nun aber nicht für den 3DS extra gekauft werden. Stattdessen könnt ihr mit euren Freunden drahtlos tauschen und kämpfen. Außerdem habt ihr Zugriff auf die Pokémon Bank. Schade ist nur, dass man nicht auch online tauschen kann, da die Freunde von früher vielleicht mittlerweile etwas weiter weg wohnen. Insgesamt ist dieses Update aber gelungen und gerade die Umsetzung des Tausches war notwendig, um überhaupt alle Pokémon zu bekommen.

 

 

Kritik

 

Die Umsetzung auf der Virtual Console ist Nintendo echt gut gelungen. So wurde der Multiplayer vom Linkkabel auf das Wireless des 3DS umgestaltet. Doch man merkt dem Spiel mittlerweile doch sein stattliches Alter von 16 Jahren an. Viele Dinge wurden in den nachfolgenden Editionen verbessert, wodurch die Geschwindigkeit des Spiels und das Handling einfach noch einmal besser gestaltet wurden. Es wäre aber falsch, diese Punkte einem Spiel zuzuschreiben, welches eben nun einmal schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Damals war es das beste Pokémon Spiel und es kann auch heute noch gespielt werden. Nur sind eben das Remake um mehrere Klassen besser.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Die Rückkehr der Goldenen und Silbernen Edition auf den 3DS ist Nintendo sehr gelungen. Gerade für Fans, die das Spiel damals gespielt haben, ist es eine Reise in die Vergangenheit, die viele Erinnerungen weckt. Wer mit den Editionen aber nicht groß geworden ist, könnte Probleme mit dem veralteten System haben, das vieles langsamer gestaltet. So ist das Boxsystem sehr umständlich und es gibt keine Turbotreter. Dennoch macht das Spiel auch heute noch großen Spaß und fordert einen auch noch heraus.

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

22.09.2017

Developer

Game Freak

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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