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Spieleliste: WiiWare

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Sonic the Hedgehog 4: Episode 1

Jump 'n Run

16.10.2010

Autor: Segastian Jünemann

 

 

Hier wird nicht gebremst...

 

...vor allem nicht, wenn es um den Nachfolger der klassischen Trilogie "Sonic the Hedgehog" geht, denn in Sachen Geschwindigkeit hat Sonic in der Videospielwelt die Nase ja immer vorne gehabt. Ganze 16 Jahre hat es seit dem dritten Teil auf dem Megadrive gedauert. Eine lange Wartezeit für Fans des blauen Igels. Auch wenn diese mit Titeln wie Sonic Adventure oder Sonic und der schwarze Ritter unterbrochen wurde, freuen wir uns dennoch nun endlich wieder einen Titel im Stile der ursprünglichen Jump 'n Run-Reihe spielen zu dürfen. Dabei ist dies, wie man anhand der Namensgebung zur Freude oder auch Kritik mancher Fans erkennt, auch nur die erste von einer noch unbekannten Zahl von Episoden. Nun kommen wir aber zum Spiel.

 

 

Von Robotern und einem verückten Wissenschaftler

 

Die Geschichte vom vierten Teil ist schnell erzählt: Wie in den bisherigen Teilen wurde auf Sprach- oder Textdialoge verzichtet. In der Handlung plant der fiese Doktor Eggmann (oder bei uns alten Hasen auch als Dr. Robotnik bekannt) nach den Kämpfen in den drei vorigen Teilen, Sonic entgültig zu vernichten und baut dafür seine Maschinen entsprechend um. Dabei werden auch wieder einmal Sonics Freunde, die Tiere dieser Welt, in die Maschinen eingesperrt und müssen vom Helden befreit werden. Auch die Chaos Emeralds spielen mal wieder eine große Rolle.

 

Nicht nur anhand der Story sieht man eine Ähnlichkeit mit den Vorgängern, man erkennt vor allem einige Elemente aus den beiden ersten Hedgehog-Spielen wieder. Das Levelprinzip an sich ist ebenfalls nichts Neues, das Design und das Schema der Levels richten sich immer nach den Zonen wie zum Beispiel die Casino Night Zone. Jede Zone hat drei reguläre Missionen, auch Acts genannt, und einen finalen Level, in dem auch schon der Endgegner auf Sonic und den Spieler wartet. Was aber an dieser Stelle eingeführt wurde, ist die freie Wahl der Zonen und Levels nach Bestehen der allerersten Aufgabe über eine Weltkarte. Ausnahmen bleiben jedoch die Areale der Endgegner, die erst nach dem Meistern aller drei normalen Missionen innerhalb einer Zone freigeschaltet werden. Ansonsten ist noch anzumerken, dass die vier Bosse im gesamten Spiel auch keine unbekannten Feinde von Sonic sind. Den ersten müsste zum Beispiel jeder Spieler der alten Teile sofort wiedererkennen, mehr dazu werde jetzt nicht verraten.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist für Einsteiger nur in den ersten Levels noch zu überwinden, im weiteren Spielverlauf kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Herausforderungen. Ohne etwas Übung und Verinnerlichung von Sonics Fähigkeiten, kann es zum Ende hin wirklich schwer werden.

 

Was sonst noch in keinem Hedgehogspiel fehlen darf, sind natürlich die Specialstages, worüber die Chaos Emeralds gesammelt werden. Hier haben die Entwickler die Stages aus dem ersten Teil, das rotierende Labyrinth, genommen und zum Spiel passend aufpoliert. Eine weitere Veränderung ist die Steuerung der Leveldrehung und Fallrichtung Sonics durch den Spieler, was gegenüber dem Vorgänger eine erhebliche Erleichterung wäre, wenn die Entwickler nicht stattdessen Zeitbegrenzungen und Hindernisse (wie die altbekannten Bumper, die ihn nur allzugerne ins Aus schleudern oder versperrte Wege, die erst durch das Sammeln von Ringen freigemacht werden können), intergriert hätten.

 

 

Rollen, hüpfen und weitere Steuerung

 

Die Wiimote muss beim Spielen waagerecht gehalten werden, was allgemein sehr gut funktioniert. Das Steuerungsprinzip ist dem der älteren Teile gleich, man hat neben den Richtungstasten wieder nur eine Taste zum Springen sowie auch zum altbekannten Spindash beim gleichzeitigen Drücken nach unten. Letzteres kann man wie in den Klassikern mehrere Male aufladen, was aber nicht heißt, dass man schneller wird, da Sonic selbst da dieselbe Geschwindigkeit wie im Laufschritt hat. Eine absolut neue Möglichkeit ist die so genannte Homing Attack, womit Sonic Objekte aus der Luft direkt anvisiert und angreifen bzw. zerstören kann. Mit dieser dazu gewonnen Technik kann er sowohl geheime Passagen finden als auch länger in der Luft bleiben.

 

 

Technik- und Meckerecke

 

In Sachen Grafik haben sich die Entwickler schon sehr viel Mühe gegeben, trotz der Aufpolierung empfindet man als Spieler immer noch das typische Gefühl und die Atmosphäre der Vorgänger. Die Levels oder auch Acts beschenken dem Spieler viele schöne Details und ein gut umgesetztes Leveldesign. Bestimmte Teile der neuen Grafik sind letzten Endes natürlich gewöhnungsbedürftig: Besonders die Fans der alten Serie werden bestimmte Details stören, was aber für den Rest der Spielergemeinschaft eher uninteressant ist. Soundtechnisch kann sich das Spiel hören lassen und bietet einen großen Wiedererkennungswert mit den Musikstücken der alten Tage. Dies verstärkt das nostlagische Spielgefühl umso mehr. Um es durchzuspielen benötigt man etwa 2-5 Stunden, jedoch muss man auch berücksichtigen, dass man es vermutlich nicht nur einmal durchspielen wird!

 

Von dem Gameplay des Spiels bin ich positiv überrascht, auch wenn es da ein paar Änderungen gibt, die mir nicht so ganz gefallen haben. Dazu fiel mir die etwas abgeänderte Spielephysik auf, wodurch Sonic durch das Rollen nicht mehr so schnell wie in den älteren Spielen ist und sich die Hügel erstmals im Laufschritt besser überwinden lassen. Eine der vielen schönen Ideen der Entwickler, die mir sehr gut gefallen haben, sind zum Beispiel die animierten und fliegenden Spielkarten im zweiten Level der Casino Night Zone. Ich hoffe nur, dass in den weiteren Episoden noch mehr solche guten Ideen folgen werden.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.

Fazit

Ich bin einfach nur begeistert und hoffe ein baldiges Erscheinen der zweiten Episode. Alle Fans der Reihe haben Episode 1 sicherlich eh längst heruntergeladen. Wer es nicht getan hat, sollte das schnellstens nachholen und ein paar schöne Spielstunden genießen. Auch für Neueinsteiger, Super Mario-Fans und Highscore-Jäger ist dies ein lohnenswerter Kauf. Die Spielbarkeit stimmt, das Missionsdesign ist fordernd. Zu meckern gibt es wenig, wie beispielsweise die gegenüber den Vorgängern veränderte Spielphysik. Alles in allem ist Sonic the Hedgehog 4 für 1.500 Wii Points ein guter Kauf. Damit ist Sonic endlich wieder auf einem guten Weg, einem gewissen Klempner auch mal das Wasser zu reichen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

88%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

15.10.2010

Developer

Sonic Team

Publisher

Sega

Nintendo Points

1.500

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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