Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Spieleliste: WiiWare

< zurück

Tales of Monkey Island: Chapter 1

Adventure

20.10.2009

Zum Video-Review

Autor: Mario Kablau

 

 

Aufbruch in ein neues Abenteuer!

 

Fast 10 Jahre ist es nun her, dass der Möchtegernpirat Guybrush Threepwood seinen Erzfeind, den Geisterpiraten LeChuck, zum vierten und wohl endgültig letzten Male besiegt hat. Doch nun ist LeChuck wieder zurück und hat auch gleich das Schiff von Gouverneurin Elaine, Guybrushs Ehefrau, mit besagter Dame gekapert um sie erneut zu seiner Frau zu machen. Doch vorher muss er noch ein mysteriöses Voodoo-Ritual abschließen, wobei ihm Guybrush dann natürlich kurz vor knapp in die Quere kommt. Da dieser jedoch mal wieder mehr redet als handelt, kann der böse Pirat einen wichtigen Teil der ultimativen Waffe, die er gegen ihn einsetzen will, unschädlich machen und so muss Guybrush mal wieder improvisieren.

 

Das führt dazu, dass LeChuck nicht vernichtet, sondern zum Leben erweckt wird. Nachdem er bereits zu Lebzeiten, dann als Geist, anschließend als Zombie sowie späterer Untoter die Weltmeere unsicher machte, ist er nun also wieder mal ein Mensch. Dabei wandert ein Teil seines bösen Geistes in die Hand des Helden und er verliert sofort die Kontrolle über sie. Im Chaos explodieren ein paar Pulverfässer und Elaines Schiff kentert. Guybrush wird als Folge dessen an den Strand von Flotsam Island™ gespült, wo er erstmal fest hängt. Denn selbst, wenn er ein Schiff hätte, könnte er Flotsam Island™ nicht verlassen, da alle Winde nur auf die Insel zu wehen. Neben der Aufgabe ein Schiff zu finden, muss er also auch den Fluch der Insel aufheben, um LeChuck doch noch aufzuhalten. Und damit beginnt Kapitel 1 von Tales of Monkey Island™.

 

 

Wie in alten Zeiten?

 

Wer schon ein Abenteuer aus der Reihe gespielt hat, der weiß sicher den Humor zu schätzen. In seiner unglaublich trockenen, selbstkritischen und ironischen Art sorgte Guybrush schon immer für nicht wenige Lacher. Da jetzt sogar ein Teil von ihm selbst – seine Hand – gegen ihn arbeitet, gibt es natürlich ein ganz neues Komik-Potential. Das können die Entwickler jedoch leider nur zum Teil nutzen, aber eins nach dem anderen.

 

Es wird schon im Prolog klar, dass sich die Entwickler, obwohl es das erste Monkey Island™ Spiel von Telltale Games ist, auf die ursprünglichen Stärken der Serie verlassen. Auch in der heikelsten Situation bleibt Guybrush völlig cool und tut so als hätte er alle Zeit der Welt, was seine Umgebung jedoch nicht immer so locker sieht. Außerdem kommentiert er komische Situation immer noch auf seine typische Art und bringt den Spieler damit immer wieder zum lachen. Auch überspitzte Charaktere tauchen laufend auf, so dass man quasi unendlich viele Klischees vorgesetzt bekommt, die gekonnt in Szene gesetzt werden. Dennoch schaffen es die Entwickler nicht an den Glanz des ersten Teils anzuschließen, da viele Dinge einfach zu abgekupfert wirken.

 

Auch die Rätsel erinnern an vergangene Abenteuer, besonders die Gefangenschaft beim Inseldoktor hat mir da gefallen, weil sie die typisch verrückten Rätsel mit Humor und diversen Seitenhieben kombiniert. Unterm Strich sind jedoch mal wieder einige Aufgaben dabei, die sich mit Logik nur schwer erschließen lassen. Manchmal frage ich mich, wie man auf solche komischen Dinge kommt. Das wiederum führt dann natürlich dazu, dass man hier und da einfach blöd ausprobieren muss, um auf die Lösung zu kommen. Da die Umgebung des Spiels nicht ganz so groß ist, hält sich dieser Kritikpunkt jedoch in Grenzen. Man hat zum Glück recht schnell alles Mögliche ausprobiert.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch macht Tales of Monkey Island™ einen guten Eindruck. Die Umgebungen sehen nett aus, die Figuren sind toll animiert und es gibt sogar einiges an Abwechslung. Was jedoch gar nicht geht und viele Wertungspunkte kostet ist die Programmierung für WiiWare. Das Spiel stottert und ruckelt am laufenden Band, was den Spielspaß deutlich stört und die Steuerung per Pointer sogar fast unmöglich macht. Dazu kommen ellenlange Ladezeiten bei teilweise recht kleinen Umgebungen. Wie schlimm das wirklich ist, könnt ihr in meinem Video-Review sehen und euch selbst ein Bild davon machen.

 

Sound und Musik sind dagegen sowohl qualitativ als auch quantitativ absolut in Ordnung. Vor allem die extrem gelungene englische Sprachausgabe, die quasi laufend zum Einsatz kommt, sorgt für eine dichte Atmosphäre. Schade ist nur, dass es nicht mal deutsche Untertitel gibt.

 

Die Steuerung an sich ist gelungen. Man bewegt den Helden entweder per Nunchuk oder Pointer, wobei letzteres kaum zu empfehlen ist, da häufige Perspektivwechsel und starke Ruckler eine genaue Kontrolle nahezu unmöglich machen. Per Pointer kann man sich dafür aber sehr gut wichtige Gegenstände in der Umgebung ansehen oder zum Beispiel auch Leute ansprechen. Über die Minus-Taste kommt man ins Item-Menü und kann dort über den 2-Button eine Lupe auspacken und die Gegenstände untersuchen. Über zwei Felder lassen sich die Dinge auch – sofern spielerisch vorgesehen – kombinieren.

 

Da der Spielspaß bei Monkey Island™ hauptsächlich durch die Rätsel und den Humor getrieben werden, stören die Mängel in der Technik nur peripher. Die lustige Geschichte verbunden mit interessanten Rätseln und einem gemeinen Cliffhanger am Ende sorgen dagegen für viel Spaß mit Episode 1 von Tales of Monkey Island™.

Fazit

Das erste Kapitel von Tales of Monkey Island™ kann man getrost als gut gelungen bezeichnen. Der typische Humor ist ebenso vorhanden wie die teils abgedrehten Rätsel. Fans der Reihe können also sicher viel Spaß mit Guybrushs neuem Abenteuer haben. Aber auch Neulinge bekommen einiges geboten, obwohl natürlich einige Gags mit Bezug auf die Vorgänger dann nicht zünden. Grafik und Sound sind gut gelungen, vor allem die massig eingesetzte, gute Sprachausgabe kann überzeugen. Mit etwa 5 Stunden Spielzeit ist der Umfang auch in Ordnung. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist die miese Anpassung an WiiWare. Das Bild ruckelt laufend, ab und zu hat man sogar das Gefühl, das Spiel hätte sich aufgehängt. Da die Grafik nicht so dermaßen überragend ist, kann und will ich diesen Mangel weder nachvollziehen noch akzeptieren. Das kostet einige Punkte, auch wenn es den Spielspaß letztlich nur wenig trübt, sobald man sich einmal damit abgefunden hat. Der zweite Teil kann also gerne kommen!

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

31.07.2009

Developer

Telltale Games

Publisher

Telltale Games

Nintendo Points

1.000

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes