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Spieleliste: WiiWare

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MaBoShi: Drei Formen Action

Puzzle

28.09.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Drei Formen Action!

 

MaBoShi ist auf den ersten Blick ein sehr ungewöhnliches Spiel, denn es gibt nicht „den“ Spielbildschirm im eigentlichen Sinne. Es sind vielmehr drei Bereiche auf dem Bildschirm festgelegt (gut erkennbar auf dem Bild), wovon immer nur einer live von einem Spieler genutzt wird. Auf den anderen beiden können entweder Mitspieler gleichzeitig zocken oder man kann aufgezeichnete Replays abspielen. Wozu das Ganze gut ist, erläutere ich später. Zunächst ein paar Worte zu den drei Formen.

 

Dahinter verbergen sich drei verschiedene Spielmodi von MaBoShi: Kreis, Stab und Quadrat. Im Kreis-Modus steuert man einen (was auch sonst) Kreis am inneren Rand eines größeren Kreises entlang. In der Mitte befindet sich ein Hindernis. Durch drücken der A-Taste ändert der Kreis seine Drehrichtung und bewegt sich dementsprechend anders. Man muss dies so geschickt einsetzen, dass man sich im Level immer dorthin bewegt, wo sich gerade Gegner aufhalten, um diese durch einen Treffer unschädlich zu machen. Gelingt es einem dieser fiesen Viecher, den Rand zu überqueren, ist das Spiel vorbei.

 

Im Stab-Modus steuert man einen Punkt, um den sich ein Stab dreht. Drückt man den A-Knopf dann springt der Punkt hoch und folgt der Fliehkraft des Stabes. Je länger man drückt, desto weiter der Sprung, aber auch desto mehr Energie verliert der Stab. Auftauchende Gegner und Hindernisse darf man nicht mit dem Punkt berühren, sondern muss sie mit dem Stab aus dem Weg räumen. Erreicht doch jemand oder etwas das Zentrum, dann ist das Spiel vorbei.

 

Im Quadrat-Modus bewegt man eine Schlange, die aus mehreren Quadraten besteht, per Steuerkreuz. Am Ende der Schlange brennt ein Feuer. Berührt man nun Hindernisse mit einem brennenden Teil, dann fangen sie Feuer und lösen sich auf. Auf dem Weg nach oben muss man so alle Hindernisse zerstören, denn sobald ein noch intakter Block den unteren Bildschirmrand berührt ist das Spiel vorbei. Das Ganze läuft nicht in Echtzeit ab, sondern das Spielfeld bewegt sich nur, wenn man auch einen Schritt mit der Schlange geht.

 

 

Interaktion ist alles!

 

Ziel des Spiels ist es, 1 Million Punkte in jedem Modus zu erreichen. Das ist jedoch alles andere als einfach. Um es etwas leichter zu machen, kann man Replays von besonders guten Spielen speichern und später erneut ansehen und sogar sinnvoll einsetzen. So kann man zum Beispiel ein Stab-Replay in das mittlere Spielfeld legen und dann im linken live selbst irgendeinen Modus spielen. Trifft der Stab im Replay Gegner, dann fliegen diese weg und beeinflussen auch die anderen Bereiche. So kann man sich also quasi selbst helfen. Natürlich funktioniert das nicht nur mit Replays sondern auch, wenn man zu zweit oder zu dritt live miteinander spielt. Diese Interaktion kann man jedoch auch ausschalten, wenn man das will.

 

Cool ist, dass man gespeicherte Spieldaten per WiiConnect24 an Freunde schicken kann. So kann man nicht nur lernen, wie es richtig geht, sondern auch fremde Hilfe durch die Interaktionsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Darüber hinaus kann man eine Demo-Version an einen Nintendo DS schicken. Dort können dann auch alle drei Modi gespielt werden, allerdings eben nur alleinstehend und nacheinender. Zusammenarbeit mit Spielrunden auf der Wii gibt es leider nicht. Das fehlt ebenso, wie ein Online-Modus, in dem man zur gleichen Zeit miteinander spielen kann.

 

 

Technik und Umfang!

 

Wer liest: WiiWare Puzzle-Spiel, der weiß vermutlich sofort, dass sich die Entwickler in Sachen Technik auch nicht wirklich weit aus dem Fenster gelehnt haben werden. Und genauso ist es auch. Die Darstellung ist nach Übertragung auf den Handheld dort fast genauso möglich, außer eben, dass man auf der Wii drei Spielfenster simultan hat. Dafür ist alles gut aufgeräumt und man hat stets die totale Übersicht. Lediglich an das Gucken auf drei verschiedene Bildschirme zur gleichen Zeit, wenn man sich gegenseitig helfen will, benötigt etwas Übung, was aber nicht am Spiel liegt. Die Musik ist solide, bleibt aber eher im Hintergrund. Ohrwurm-Charakter haben die Stücke leider gar nicht, dafür nervt es aber auch zu keiner Zeit.

 

Mit dem Umfang ist es so eine Sache. Einerseits kann man sicherlich viele Stunden mit MaBoShi verbringen, aber eben nur dann, wenn man mit den sehr simplen Modi etwas anfangen kann und Lust hat, auf Highscore-Jagd zu gehen und perfekte Replays zu erschaffen, die einem in anderen Modi helfen. Wer Puzzle-Spiele mit etwas Action gemischt mag und nicht unbedingt auf die Nutzung der Wii-Steuerungsmöglichkeiten wert legt, der wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen, was den Umfang angeht.

Fazit

MaBoShi ist sicher kein schlechtes Spiel, leider aber auch kein richtig gutes. Die Ideen der Entwickler sind zwar extrem gut, aber die drei Formen Modi sind leider nur für echte Puzzle-Liebhaber wirklich fesselnd. Es gibt zwar unglaubliche Möglichkeiten durch die Interaktion der Spielfenster, wirklich nutzen wird die aber kaum jemand, wieder weil die einzelnen Spiele eben kaum lange an die Konsole ziehen können. Technisch ist es solide und dementsprechend kann man MaBoShi auf jeden Fall herunterladen, wenn man vom Spielprinzip überzeugt ist. Ansonsten: Finger weg, es gibt bessere Puzzler auf WiiWare.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

79%

Multiplayer

Release

29.08.2008

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

800

Anzahl Spieler (Lokal)

1-3



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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