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Final Fantasy Crystal Chronicles - My Life as a King

Adventure

25.05.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Mein Leben als König!

 

Der Krieg ist zu Ende, das bösartige Miasma ist verschwunden und die Welt kann wieder in Frieden leben?! Leider ist es nicht ganz so einfach. Zwar können sich die Völker nun wieder frei in der Welt bewegen, jedoch gibt es nach wie vor Monster, die keine Gnade kennen. Auch nicht vor dem jungen König, der seinen Vater vor langer Zeit verloren hat und jetzt, in Hoffnung auf eine blühende Zukunft, eine Stadt betritt, die (noch) völlig ausgestorben ist.

 

Alles was von der Stadt übrig ist, ist das Schloss und ein großer, mächtiger Kristall. Dieser gibt dem jungen König die Macht, mit Hilfe seiner Gedanken Bauwerke zu errichten und die Leute zurückzubringen, die dort einst gewohnt haben. Und genau nach diesem Prinzip muss die gesamte Stadt wieder aufgebaut werden. Aber so leicht, wie es jetzt noch klingt, ist das Ganze natürlich nicht. Wie schon erwähnt, gibt es weiterhin Monster, die nicht davor zurückschrecken, die Stadt anzugreifen, wenn man sie nur lässt. Deshalb muss man die Umgebung erforschen, Monster bekämpfen und die Stadt sicher machen. Aber der König selbst nimmt natürlich kein Schwert in die Hand.

 

Zu Beginn hat er von dem so genannten „Elementile“ nur 300 Einheiten zur Verfügung. Dieses wertvolle Material benötigt er, um Häuser bauen zu können. Anfangs reicht die Menge daher nur für drei kleine Häuser, was drei Familien ins noch kleine Dorf zurück bringt. Diese zweiköpfigen Haushalte verfügen über jeweils einen Abenteurer, der sich in den Dienst der Stadt stellen möchte. Für 100 Gil (Gil ist die Währung im Final Fantasy Universum) kann man einen Abenteurer verpflichten und dann ist er ab dem nächsten Tag einsatzbereit.

 

Nachdem also der erste Tag vorbei ist, wird man am nächsten Morgen von der Stadthalterin geweckt und über den aktuellen Stand informiert. Bevor dann Tag 2 in der Stadt beginnt, kann man am Schwarzen Brett der Stadt einen Auftrag aushängen. Die Abenteurer versammeln sich dann davor und man kann sie direkt ansprechen, um einem oder mehreren den Auftrag anzuvertrauen. Es gibt dabei verschiedene Arten, wie zum Beispiel erforschen, Erfahrung sammeln, Materialien suchen, Informationen besorgen oder Bosse bezwingen. Werden diese Aufgaben erfüllt, finden die mutigen Krieger auch neues Elementile, womit man dann weitere Gebäude errichten und so neue Familien in die Stadt holen kann. Ist die Aufgabe zu schwer für einen Kämpfer, dann wird er besiegt und braucht erst mal einen Tag Pause. Sterben ist zum Glück ausgeschlossen.

 

So wächst und gedeiht die Stadt, während die mutigen Helden, die sich Tag für Tag um die Sicherheit kümmern, immer stärker werden und so mit immer schwereren Aufgaben betreut werden können. Auf der Landkarte, auf der man jeden Morgen die Aufträge auswählt, bekommt man dazu immer alle benötigten Infos, so dass man genau weiß, auf was man sich einlässt. Doch die Aufgaben werden eigentlich zu schnell schwerer, so dass man seinen Untergebenen noch auf andere Arten helfen muss. Im Laufe der Zeit bekommt man dazu neue Gebäude, in denen Waffen und andere Ausrüstung hergestellt werden, die sich die vom Computer gesteuerten Charaktere dann selbst kaufen können. Dazu benötigen sie natürlich Geld. Verdienen tun sie das durch ihre Tätigkeit. Gleichzeitig zahlt jeder Haushalt Steuern, so dass man nicht nur darauf achten muss, dass Elementile stets ausreichend vorhanden ist, sondern auch darauf, dass die Finanzen stimmen.

 

Unter den neuen Gebäuden sind auch einige dabei, mit denen aus Kriegern andere Kämpfertypen werden können. So gibt es später die Möglichkeit auch Diebe, Weißmagier und mehr auszubilden, die dann für bestimmte Aufgaben einfach besser geeignet sind. Doch nicht nur um die Abenteurer muss sich der König kümmern, sondern auch um die anderen Bewohner der Stadt. Diese laufen nämlich jeden Tag durch die Straßen und wollen moralisch unterstützt werden. Immer, wenn sich ein Icon über ihrem Kopf befindet, kann man sie ansprechen und damit die Moral in der Stadt erhöhen. Hat man genug aufgemuntert, dann bekommt man nicht nur einen finanziellen Bonus, sondern auch die Möglichkeit, Familienbande zu stärken. Ruft man seine Stadthalterin mit vollständig gefüllter Leiste, dann hat man die Möglichkeit, in einen speziellen Modus zu wechseln, in dem man zusätzlich für Stimmung in der Stadt sorgen kann. Und je besser die Stimmung, desto länger darf der König abends in der Stadt herumlaufen. Wird diese Moral vernachlässigt, dann ist der Tag irgendwann schon zu Ende, wenn die Sonne gerade untergegangen ist und dementsprechend hat man dann auch weniger Zeit, sich um die ganzen Angelegenheiten zu kümmern.

 

Darüber hinaus gibt es noch jede Menge weitere Dinge, die man im Auge und im Griff haben muss, aber ich will nicht zu viel verraten, damit man auch selbst noch ein wenig forschen muss. Die ganze Stadt unter Kontrolle zu bekommen und zu halten ist nämlich gar nicht so einfach und wird vor allen Dingen immer schwerer, je mehr Häuser und damit Bewohnen und Krieger man hat.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch macht der Titel so einiges her, ja stellt sogar so manches Vollpreis Wii-Spiel aus dem Laden um Längen in den Schatten. Die Charaktermodelle sehen toll aus, die Stadt ist liebevoll gestaltet und alles wirkt wie aus einem Guss. Vorbildliche Arbeit bei Square Enix, auch wenn ich kritisieren muss, dass die Framerate ab und zu leicht in die Knie geht, wenn man zum Beispiel gerade ein Haus baut. Dafür ist der dazugehörige Effekt aber auch wirklich sehenswert.

 

Die Musik fällt leider nicht ganz so positiv auf, da es im Wesentlichen nur ein Stück gibt, was man tagein, tagaus zu hören bekommt. Zwar ist die Melodie an sich toll und passt sehr gut, aber spätestens am 100. Tag hängt sie dem Spieler zu den Ohren heraus. Zwar ändert sich die Melodie nachts und auch an speziellen Tagen ab und an, aber das fällt leider kaum ins Gewicht, da es nur sehr selten überhaupt vorkommt. Sprachausgabe gibt es keine, was bei der aktuellen WiiWare Begrenzung von 40MB auch absolut ok ist.

 

Die Steuerung ist absolut tadellos. Man bewegt den König per Joystick durch die Stadt, spricht Leute mit A an und nutzt die Wiimote, um die Stadthalterin zu rufen. Alles geht leicht von der Hand und ist nach wenigen Augenblicken in Fleisch und Blut übergegangen.

 

Am Umfang gibt es für knapp 15 Euro nichts auszusetzen. Bis zum Ende des Hauptspiels vergehen zahllose Stunden. Leider zählt das Spiel nicht mit, aber ich schätze, dass es bei mir ca. 20 gedauert haben wird. Und das ist dann auch noch nicht alles, aber dazu mache ich mal ein neues Kapitel auf:

 

 

Zahlen, um zu spielen...

 

Als eines der ersten Spiele unterstützt „My Life as a King“ den Pay2Play Service von Nintendo. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, nachträglich Inhalte hinzuzukaufen. So gibt es zum Beispiel neue Dungeons, die man erwerben kann, um so neue Aufgaben zu erhalten und durch deren Erfüllen die Stadt noch weiter auszubauen. Ebenso kann man dem König und der Stadthalterin neue Outfits kaufen und einige Dinge mehr. Kauft man die im Moment verfügbaren Inhalte komplett, dann muss man nochmal 1.700 Wii-Punkte (bzw. 1.600 wenn man ein Sparpack kauft) hinblättern. Komplett kostet das Spiel dann also knapp 30 Euro und bietet dann ca. 30 Stunden Umfang. Da kann sich sicherlich so manches Vollpreis-Spiel ne dicke Scheibe abschneiden!

 

 

Meckerecke!

 

So toll das bisher klingt, wirklich perfekt ist das Spiel bei weitem nicht. Man bekommt zwar eine ganze Menge geboten, aber gleichzeitig kann man sich über mangelnde Abwechslung beklagen. Die tägliche Routine ist nämlich tatsächlich jeden Tag fast identisch und wird nur durch kleinere Veränderungen aufgelockert, so dass man schnell das Gefühl bekommen könnte, es wäre langweilig. Mir persönlich ging es zwar nicht so, da die Neugier über neue Gebäude, mehr Krieger, die Geschichte und all die anderen Dinge überwog. Es ist jedoch durchaus vorzustellen, dass man im zweiten Kapitel nach etwa 50 Tagen im Spiel die Lust verliert und dann aufhört. Das Spiel hat zwar mehr verdient, aber man muss es eben auch mögen.

 

Ein großes Manko ist auf alle Fälle auch die Sprache im Spiel, denn es gibt nur englischen Bildschirmtext. Das ist zwar einerseits verständlich, weil es sehr komplex ist und viel Text gibt, aber andererseits auch wieder nicht, da es aus eben diesen Gründen damit für viele unspielbar ist. Wer der Sprache nicht mindestens gut mächtig ist, der wird schnell verzweifeln. Zwar gibt es eine gute deutsche Bedienungsanleitung, aber um die zu lesen, muss man immer speichern und das Spiel selbst verlassen. Sehr, sehr schade!

Fazit

Final Fantasy Crystal Chronicles – My Life as a King zeigt so manch anderen Spiel, was man auf der Wii machen kann, wenn man nur will. Das Spielprinzip ist erfrischend anders und die Geschichte interessant. Dazu eine schöne Grafik und tolle Spielbarkeit und schon hat man einen Titel, den sich eigentlich jeder herunterladen sollte. Die 1.500 Punkte sind gut investiert und wenn man Lust auf einen Mix aus Final Fantasy, Sims, Sim City und Animal Crossing hat, dann kann man damit nichts falsch machen, außer man kann kein Englisch!

Grafik

super

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

90%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.05.2008

Developer

Square Enix

Nintendo Points

1.500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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