Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Spieleliste: Wii Virtual Console

< zurück

Super Mario Bros. 3

Jump 'n Run

14.11.2007

Autor: Mario Kablau

 

System: NES

Controller: WiiMmote / Classic / GameCube

Erschienen: 1991

Preis: 500 Wii Punkte

 

 

Kurzinfo

 

Nachdem sich Super Mario Bros. 1 und die japanische Version von Teil 2 auf dem NES sehr ähnlich waren, hat sich Nintendo für den dritten und letzten Teil auf der Heimkonsole einige neue Dinge einfallen lassen. So wurde zum Beispiel zum ersten Mal eine Weltkarte verwendet, auf der sich Mario zwischen den Leveln bewegen kann. Damit wurden nicht nur alternative Wege und mehr Abwechslung geboten, sondern es war auch möglich, abseits des eigentlichen Levels ein paar Features einzubauen, wie zum Beispiel das Item-System. Ebenso verfügte Mario in diesem Spiel erstmals über zahlreiche Verkleidungen, die ihm besondere Fähigkeiten gaben.

 

Im Spiel geht es mal wieder darum, Prinzessin Peach vor Bowser zu retten. Auf dem Weg zum Ziel durchquert Mario acht sehr unterschiedliche Welten und muss in den ersten sieben jeweils einen König zu seiner ursprünglichen Gestalt zurück verwandeln, in dem er einen magischen Zauberstab von Bowsers Schergen zurück klaut. Im achten Schloss wartet Peach sehnsüchtig auf ihre Rettung.

 

 

Das Spiel

 

Wie die meisten Spiele auf der Konsole, verzichtet der Titel auf eine wirklich umfangreiche Geschichte. Direkt nach dem Startbildschirm findet man sich in der ersten Welt wieder und muss selbst versuchen, damit klar zu kommen. Auf der Weltkarte sind jeweils etwa 8-10 Level sowie mindestens zwei Schlösser verteilt. Mario kann sich immer nur dann über ein Levelfeld auf der Karte bewegen, wenn er den Level gemeistert hat. In den Schlössern wartet am Ende immer ein Boss, der durch geschicktes „auf den Kopf springen“ besiegt werden muss. Zum Abschluss jedes Levels besteigt Mario ein schwer bewaffnetes Luftschiff, das sich stetig vorwärts bewegt. Er muss es sicher vom Bug bis ans Heck schaffen und dort die Röhre das Innere betreten, um gegen eines von Bowsers Kindern anzutreten. Durch einen Sieg erhält er den geklauten Zauberstab zurück und der König des jeweiligen Landes kann zurück verwandelt werden.

 

In den einzelnen Leveln greift Mario auf ein umfassendes Arsenal an Items und Anzügen zurück. Neben dem typischen Pilz, der ihn größer werden lässt, der Feuerblume, mit deren Hilfe er Feuerbälle verschießen kann und dem 1-Up Pilz, der ihm einen zusätzlichen Versuch gibt, haben sich die Entwickler jede Menge einfallen lassen. Mit einer Feder verwandelt sich Mario in einen halben Waschbär. Rennt er schnell genug, dann kann er durch wiederholtes Drücken der Sprung-Taste für eine gewisse Zeit fliegen. Es gibt auch noch einen vollwertigen Waschbären-Anzug, mit dem er sich dann auch noch, um Gegnern auszuweichen, für einen Weile in eine Statue verwandeln kann. Darüber hinaus gibt es noch den Frosch-Anzug, mit dem der Held besonders schnell schwimmen und hoch springen kann.

 

Auf der Weltkarte gibt es allerhand Hilfe, aber auch Nebenaufgaben. So laufen zum Beispiel ein paar Gegner auf der Karte herum, gegen die man automatisch kämpfen muss, wenn man auf sie trifft. Ebenso gibt es Häuser von freundlichen Toads, die Mario bei seiner Reise unterstützen. Bei ihnen kann man in Minispielen zusätzliche Versuche oder Items für Marios Sammlung erhalten, die er dann vor dem Betreten eines Levels anlegen kann. Darunter sind zum Beispiel eine Power-Feder, die es ihm ermöglicht, so lange zu fliegen, bis er von einem Gegner berührt wird. Ebenso gibt es Hilfen, mit denen man komplette Levels einfach überspringen kann oder eben auch die einfachen Items, wie ein Pilz, eine Feuerblume oder einen Unbesiegbarkeitsstern, so dass Mario zu Beginn des Levels direkt bestimmte Fähigkeiten hat.

 

Steuern kann man das Spiel mit allen drei Möglichkeiten, die die Virtual Console bietet. Wir empfehlen jedoch die Variante per quer gehaltener Wiimote, da sie dem NES-Pad am nächsten kommt und damit sowohl zielgenaue Sprünge möglich als auch die Tasten alle optimal erreichbar sind. Bewegt wird Mario über das Steuerkreuz und mit den beiden Tasten 1 und 2 rennt er schneller, bzw. springt er. Auf heutiger Sicht ist die digitale Steuerung anfangs etwas ungewohnt und man wird eine Weile brauchen, um Mario sicher zu bewegen. Danach geht es aber sehr leicht von der Hand, so dass es nur ganz selten zu Frust kommt.

 

Als kleinen Bonus gibt es auch einen Mehrspieler-Modus, in dem ein Spieler Mario steuert und der andere Luigi. Beide bewegen sich abwechselnd über die Karte und versuchen Level zu schaffen. Wenn ein Spieler scheitert, dann ist der andere an der Reihe. Stehen beide Spieler auf demselben Kartenfeld, dann kann man ein echtes Oldschool-Duell starten. Die beiden Brüder treten dann in einem Mario Bros. Level gegeneinander an und wer zuerst fünf Gegner besiegt, der gewinnt und ist dann an der Reihe. Man kann auch seinen Mitspieler angreifen, um ihm auf diesem Wege Items zu klauen. Eine tolle Idee, die das Spielen zu Zweit zu einer abwechslungsreichen und spannenden Option macht.

 

 

Technik

 

Super Mario Bros. 3 ist eines der technisch besten Spiele der Konsole. Die Welten sind abwechslungsreich, die Weltkarte eine echte Neuerung und die zahllosen Items bis heute nahezu ungeschlagen im Mario-Universum. Viel mehr ist auf dem NES nicht möglich, so dass ihr hier für 500 Wii-Punkte eine ganze Menge Spiel geboten bekommt. Die Grafik ist auch aus heutiger Sicht noch ganz nett (auch wenn es das Spiel als SNES-Remake gibt, das natürlich noch besser aussieht) und Sound und Musik sind mit die besten der damaligen Zeit. Es gibt viele brandneue Melodien, die auch heute noch Ohrwurm-Charakter haben und einfach Spaß machen.

 

Ein paar Mängel hat das Spiel jedoch leider auch. So kann man es nicht mit einem Komponenten Kabel spielen, auch dann nicht, wenn man die Auflösung manuell ändert. Das ist allerdings ein typisches VC-Problem, aber besser wird es dadurch auch nicht. Das Wechseln der Kabel ist auf Dauer auf jeden Fall sehr nervig. Leider gibt es auch danach auf HD-Fernsehern noch ein paar Grafikfehler. So sieht man zum Beispiel ab und an (vor allem bei schnellen Bewegungen) Artefakte am Bildschirmrand, die nicht nur unschön sind, sondern manchmal auch verwirren können, weil man denkt, dass dort etwas ist, worauf man vielleicht landen könnte.

 

Um das Spiel zu schaffen, wird ein ungeübter Spieler auf jeden Fall mehrere Anläufe brauchen. Daher ist die Continue-Funktion sehr hilfreich. Wenn man nämlich alle Versuche verspielt hat, dann muss man nicht ganz von vorne anfangen, sondern in der Welt, in der man gerade war, die dann allerdings schon vom ersten Level an. Wenn man das Spiel nicht über die Speicherfunktion der VC beendet, sondern einfach die Konsole ausmacht, dann muss man beim nächsten Mal wieder ganz von Vorne anfangen. Um auf dem regulären Weg (also ohne Abkürzungen) das Spiel zu schaffen, braucht man etwa 3-4 Stunden, beim ersten Mal dauert es aber natürlich deutlich länger.

Fazit

Super Mario Bros. 3 ist mit Sicherheit der beste Teil der Reihe auf dem NES und er braucht sich auch vor Super Mario World und New Super Mario Bros. nicht zu verstecken. Zwar ist die Weltkarte aus heutiger Sicht sehr starr und man kann jeden Level leider nur einmal betreten, aber das Item-System und die abwechslungsreichen Anzüge geben dem Spiel einiges, was die Nachfolger so nicht zu bieten haben, mal abgesehen von dem genialen blauen Panzer im neuen Teil auf dem DS. Grafik und Sound sind für die Konsole ziemlich gut und auch der Umfang ist in Ordnung. Der Mehrspieler-Modus ist eine echte Bereicherung, auch wenn man nur abwechselnd an der Reihe ist. Daher sollte dieses Spiel bei allen Mario-Fans ganz oben auf der VC-Wunschliste stehen!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

gut

93%

Singleplayer

83%

Multiplayer

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

500

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes