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Kid Icarus

Jump 'n Run

30.01.2014

Autor: Martin Küpper

 

Es sind wahrlich finstere Zeiten in Angel-Land. Medusa die Göttin der Dunkelheit, ist in den Himmelstempel eingefallen und hat die Lichtgöttin Palutena gefangen genommen. Die letzte Hoffnung auf Frieden liegt nun in Kid Icarus, auch bekannt als Pit, einem jungen Knaben, der sich ebenfalls in den tiefen der Unterwelt in Gefangenschaft befindet. Mit letzter Kraft schickt Palutena ihm den magischen Bogen, mit dessen Hilfe er nun die drei heiligen Schätze, das Spiegelschild, die Lichtpfeile und die Flügel des Pegasus zurück erobern muss, um schließlich Palutena zu befreien.

 

Eben diesen jungen Pit steuert ihr nun durch die Unterwelt. Dort wimmelt es natürlich nur so von Monstern, die ihr mit besagtem Bogen unter Beschuss nehmen könnt. Es braucht nur ein, zwei Pfeile und ihr werdet vermutlich schon merken, dass es da eine große Ähnlichkeit zu einem anderen NES Titel gibt: Metroid.

 

 

Metroid mit Flügeln

 

Sicher, das Setting ist ein gänzlich anderes, spielerisch lassen sich die Gemeinsamkeiten aber nicht von der Hand weisen. Im Prinzip muss man nur Samus gegen Pit tauschen und die Aliens gegen Monster der griechischen Mythologie und schon hat man eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie sich Kid Icarus anfühlt. Beide Spiele setzen auf die Mischung aus Kämpfen mit Schusswaffen (Beam bzw. Bogen) und Plattformer-Elementen. In Kid Icarus fallen diese Sprungpassagen allerdings ein wenig anspruchsvoller aus, wofür hingegen auf die frei-erkundbare Welt aus Metroid verzichtet wird. Stattdessen steuert ihr Pit meist durch vertikal scrollende Level, in denen ihr beim Übertreten des rechten Bildrandes auf der linken Seite wieder heraus kommt.

 

Die großen Ähnlichkeiten zwischen Metroid und Kid Icarus sind übrigens eigentlich nicht wirklich verwunderlich, schließlich wurden beide Spiele von Nintendos R&D1 entwickelt, laufen auf der selben Engine und zwischen ihren ursprünglichen Erscheinungsterminen in Japan liegen nur einige Monate. Und ein Geheimnis wollte Nintendo aus dieser Ähnlichkeit wohl auch nie machen, denn in Kid Icarus stoßt ihr sogar auf die namensgebenden Metroids aus...nun, Metroid.

 

 

Höllisch Schwer

 

Trotz der großen Ähnlichkeit zu Metroid hat Kid Icarus durchaus genug Alleinstellungsmerkmale. Es ist einfach ein sehr charmantes Spiel, das sich mit seinem altgriechischen Setting von anderen Nintend-Reihen abhebt. Auch das vertikale Scrollen ist eher ungewöhnlich, passt hier aber wunderbar zum Thema, schließlich begibt man sich ja aus den tiefen der Unterwelt in den Himmel - und da ist „oben“ wohl die sinnvollste Richtung.

 

Darüber hinaus ist Kid Icarus um einiges schwieriger als die meisten anderen Nintendo Spiele, selbst auf dem NES. Leider wird das Spiel dabei oft aber auch sehr frustrierend, da man manchmal die Schuld eher beim Spiel sieht, als bei einem selbst. Das kommt auch daher, dass Kid Icarus technisch nicht wirklich sonderlich sauber läuft und aus heutiger Sicht einfach nicht besonders gut programmiert ist. Leider eine weitere Gemeinsamkeit zu Metroid.

 

Optisch und musikalisch gibt es hingegen nichts zu meckern. Für ein NES Spiel sieht Kid Icarus auch heute noch sehr gut aus und der Soundtrack geht wunderbar ins Ohr und lädt zum Mitsummen ein.

Fazit

Kid Icarus ist eines der NES Spiele, die es auch heute noch wert sind, gespielt zu werden. Das charmante Setting, die hübsche Grafik, der fantastische Soundtrack, das spaßige Gameplay und die intuitive Steuerung würden Kid Icarus sogar zu einem der besten NES Titel machen, wären da nicht diese technischen Unstimmigkeiten, die in Kombination mit dem hohen Schwierigkeitsgrad das Erlebnis mit Frustration fast schon ruinieren. Genau wie Metroid würde Kid Icarus ein Remake vermutlich wirklich gut zu Gesicht stehen und solange es kein „Zero Kid Icarus“ gibt, kann ich diesen NES Klassiker leider nur bedingt empfehlen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Nintendo Points

500

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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