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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Kick & Fennick

Jump 'n Run

22.07.2016

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Jump and Run ohne Jump?

 

Ursprünglich schon Anfang 2015 auf der PlayStation Vita veröffentlicht, findet ein recht ungewöhnlicher Vertreter des Genres Jump & Run nun auch seinen Weg auf die aktuellen Heimkonsolen: Kick and Fennick. Warum ungewöhnlich? Dazu später mehr!

 

Da das Spiel quasi komplett auf eine Geschichte verzichtet, dazu auch nur ganz wenige Worte: Der Junge Kick wacht eines Tages in einer seltsamen Apparatur auf und trifft auf den Roboter Fennick, der aber körperlich etwas defekt ist. Die beiden machen sich auf den Weg, Fennick zu reparieren.

 

Das Gameplay steht dadurch total im Vordergrund. Man selbst steuert Kick, am Anfang noch ohne Roboter-Begleitung, und stellt dabei zwei Dinge fest: Erstens, trotz schicker, dreidimensionaler Welt, kann man sich nur in zwei Dimensionen bewegen. Und zweitens: Kick kann NICHT springen. Toller Held für ein Jump and Run, oder?

 

Zum Glück findet er, als er den Roboter an seiner Seite gefunden hat, eine mächtige Schusswaffe. Mit dieser kann Kick nun auch indirekt springen. Er nutzt den Rückstoß der Waffe, um genau das zu tun. Man steuert den Helden mit dem linken Stick, zielt mit der Waffe über den rechten Stick und setzt die rechte Schultertaste ein, um die Waffe abzufeuern und somit zu springen oder natürlich auch um auf Gegner zu schießen, die hier und da vorkommen.

 

Der Fokus liegt deutlich auf den Sprungpassagen, die man mit der Waffe ganz anders spielt als bei den meisten anderen Genre-Vertretern. Und da man auch einen Doppelsprung machen kann, denn die Waffe lässt sich in der Luft ein weiteres Mal abfeuern, sind Flugbahnen möglich, die man sonst auch eher selten sieht. Also erst gerade nach oben und dann von dort aus nach links oder rechts. Oder man kann natürlich auch im Fallen die Waffe abfeuern und so sogar zwei „Kurven“ springen.

 

Und genau darauf ist das ganze Spiel aufgebaut: Möglichst geschickt durch die Levels zu kommen. Davon gibt es insgesamt 45 in fünf Welten. Wobei mein zweitgrößter Kritikpunkt am Spiel ist, dass sich die Welten optisch kaum unterscheiden. Klar, das Spiel ist in einer futuristischen Stadt angesiedelt, aber etwas mehr optische Abwechslung wäre doch drin gewesen.

 

Das gilt übrigens auch fürs Gameplay, meine langfristig größten Kritikpunkt. Während ich am Anfang echt gefesselt war, weil es sich so neu und frisch anfühlte, war gegen Mitte von Welt 3 irgendwie die Luft raus. Denn abseits davon, dass die Levels schwerer werden, ändert sich kaum etwas. Man bekommt keine neuen Möglichkeiten mehr und muss stattdessen einfach „nur“ durch immer engere und gefährlichere Hindernisse springen.

 

Da hilft auch nicht, dass es sich lohnt, die Levels gründlich zu durchsuchen. Es gibt nämlich 50 kleine und ein großes Spezialzahnrad zu finden. Je nachdem, wie viele kleine man findet, desto besser ist die Level-Bewertung am Ende. Und über die Spezialzahnräder schaltet man neue Outfits von Kick frei, wenn man eine bestimmte Gesamtanzahl sammelt.

 

Einzige Abwechslung bietet ein Boss-Roboter, der die beiden jagt und auf den man daher immer mal wieder trifft. Doch man kann ihn nicht zerstören, sondern immer nur zeitweise aus dem Weg schaffen. Was man dazu tun muss? Sprungpassagen meistern, um eine Falle zu aktivieren. Also auch nicht wirklich etwas Neues im Vergleich zum Rest des Spiels, außer dass man eben aufpassen muss, von einem unzerstörbaren Gegner nicht umgehauen zu werden.

 

Sterben kann man im Spiel natürlich auch, und zwar wenn Fennicks Energieleiste aufgebraucht ist. Wieso die vom Roboter? Weil er Kick mit seiner Energie rettet, wenn der getroffen wird oder abzustürzen droht. Wenn er das mangels Energie nicht mehr kann, dann heißt es Game Over und Neubeginn vom letzten Checkpoint. Da die teilweise sehr rar gesetzt sind, kann das Spiel auch sehr frustrierend sein.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist Kick and Fennick in Ordnung. Die futuristische Welt sieht ganz gut aus. Am Anfang war ich sogar etwas irritiert, dass ich nur nach links und rechts gehen kann, weil es so deutlich 3D ist, dass man einfach erwartet, auch in die Tiefe gehen zu können. Kann man aber nicht. Wie gesagt hält sich die optische Abwechslung sehr in Grenzen. Jedes der 45 Levels sieht irgendwie gleich aus, was wirklich schade ist. Denn auch in diesem Setting hätte man sicher ein paar andere Elemente unterkriegen können.

 

Die Steuerung dagegen ist nahezu perfekt. Da man nur die beiden Sticks und die rechte Schultertaste braucht, geht es schnell und leicht von der Hand. Super ist aus, dass das Geschehen langsamer abläuft, wenn man zielt. So hat man in der Luft etwas mehr Zeit, auch richtig zu zielen. Denn das ist bitter nötig, die Sprungpassagen werden bald recht schwer.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Obwohl die Grundidee stimmt, Technik und Steuerung gut umgesetzt sind und es vor allem am Anfang auch großen Spaß macht, bleibt Kick and Fennick deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Es bietet einfach zu wenig Abwechslung und hat mir so irgendwann einfach keinen echten Spaß mehr gemacht. Etwas mehr Variation bei der Optik und vor allem noch das eine oder andere neue Gameplay-Feature im Laufe der Zeit und es wäre deutlich besser gewesen. Ach ja, mehr Checkpoints oder eine größere Wirkung des Schwierigkeitsgrades auf die Schwierigkeit wären auch nicht schlecht gewesen. Aber es ist nun mal wie es ist. Wenn euch gefällt, was ihr gelesen habt, dann probiert es mal aus – gerade wegen der frischen Idee mit der Schusswaffe. Ansonsten gebt ihr euer Geld besser für andere Spiele aus.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

58%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.06.2016

Developer

Abstraction Games

Publisher

Abstraction Games

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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