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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Futuridium

Shoot 'em Up

08.07.2016

Autor: Lukas Strübig

 

Futuridium- Oder, warum gibt es keine Normalen Shoot'em ups mehr?

 

 

In letzter Zeit scheine ich ein Shoot'em up nach dem anderen zu Testen, keines davon besonders klassisch. Xtype war eine stark puristische Konzentrierung des Genres, während Star Ghost einfach... sehr einfach war.

Auch Futuridium will nicht ganz in die altbekannte Definition des Genres passen, dennoch aber wunderbar Retro wirken. Zumindest durch seine Grafik erinnert es an alte Arcade Zeiten, doch hält das auch das Gameplay?

 

 

Die Virtuelle Zukunft

 

Das Science Fiction Genre gehörte zu den ersten des Gamings. Als erstes Computerspiel aller Zeiten gild Space Wars, welches auf Computern an Universitäten gespielt wurde, und auch später bestanden Arcade Klassiker meist aus Raumschiffen, die sich durch den Luftleeren Raum ballerten. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass sich die endlose Leere des Weltraums einfacher rendern ließ als alles andere. Futuridium stellt also hier die Zukunft dar, wie sie vor gut dreißig Jahren in den Spielhallen vertreten war. Als namenloser Pilot eines kleinen Raumjägers findet man sich mit begrenzter Energie im Angriff auf feindliche Strukturen wieder. Das eigentliche Konzept ist leicht, man hat eine Levelstruktur, in der sich blau schimmernde Würfel befindet, die es abzuschießen gilt. Hat man alle zerstört, öffnet sich der Kern. Ist der hinüber, explodiert das gesamte Level und man fährt mit dem nächsten fort. Es ist ein wenig wie diese Szenen aus Star Wars: Rouge Squadron, in denen man alleine gegen einen Sternenzerstörer kämpft und zuerst die Schildgeneratoren zerstören muss, um dann die Brücke plattzumachen. Genau wie dort gibt es in Futuridium keine mobilen Gegner, höchstens stationäre Kanonen, doch der eigentliche Schwierigkeitsgrad liegt in der Navigation, dem Erreichen verzwickt gelegener Würfel und dem Managen des Energiebedarfs, denn ist die Energie einmal leer, heißt es gleich wieder ganz von Anfang zu beginnen.

 

Und das der Punkt, an dem das Spiel steht und fällt. Futuridium hat mehrere "Zonen", in denen die Level stattfinden. Geht man Game Over, wird man dierekt an den Anfang einer Zone zurück gesetzt, egal, wie weit man bis dahin gekommen ist. Continues gibt es nur sehr selten und eine Zone ist sehr lang. Dazu kommt noch, dass der Schwierigkeitsgrad nicht immer fair ansteigt und man nach einer Reihe sehr leichter Level plötzlich an einem Punkt ist, an dem sich das Leveldesign komplett anders verhält. Schlechtes Design sagen da die einen, arcadig sagen da die anderen. Futuridium sieht nicht nur aus wie ein Arcade Game, es verhält sich auch wie eines. Insofern kann man sich eigentlich freuen, dass man nicht für jeden Spielstart neue fünfzig Pfennig in die Konsole einwerfen muss.

 

Futuridium will gemeistert werden, es ist ein Spiel, durch das man sich durchbeißen muss um es am Ende zu bestehen. Es ist ein Spiel für Speedrunner. Und so sehr ich das akzeptieren kann, muss ich da dann doch noch etwas bemängeln.

Und zwar kann das Raumschiff immer nur in zwei Richtungen fliegen. Man kann sich zwar in dieser Richtung frei bewegen, doch wirklich komplexe Flugmanöver wie Barrel Rolls sind nicht möglich. Man hat als Spieler also nicht wirklich die Freiheit, die man bräuchte, um ein tatsächlicher guter Pilot zu werden. Der "Skill" besteht mehr daraus, die Level zu lernen und sich für jeden eine individuelle Strategie zu erarbeiten. Das ist auch arcadig, ja, aber heutzutage ist eigentlich mehr möglich.

 

 

Retrofuturismus

 

Wie schon vorher oft angesprochen gibt sich die Grafik eher altbacken. Klar geometrische Strukturen und Primärfarben erinnern etwas an das erste Starfox auf dem SNES, während weitere Anspielngen den Ansatz dem Spieler praktisch schon unter die Nase reiben. So zieht das Raumschiff auch einen Tron-Ähnlichen Lichtschweif hinter sich her. Die Musik ist, wie zu erwarten, also dubsteb mäßig futuristisch und könnte ohne groß aufzufallen im Programm von Radio Mirror Park laufen.


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Fazit

Futuridium bringt einen zurück in die Zeit der alten Videospielhallen, sowohl grafisch als auch vom Gameplay her. Wer diese Zeiten vermisst wird hier also eine harte Nuss zu knacken haben. Für alle anderen gibt es allerdings leider bessere Alternativen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

67%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

26.03.2016

Developer

Mixed Bag

Publisher

Mixed Bag

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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