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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Asdivine Hearts

RPG

03.05.2016

Autor: Matthias Küpper

 

Gefühlt lassen sich die Rollenspiele für die Wii U an einer Hand abzählen. Deshalb werden Fans bei jedem neuen Titel des Genres erst einmal hellhörig. Auch im eShop gibt es eher weniger Titel. Ein wenig Abhilfe könnte dort Asdivine Hearts schaffen, welches aus dem Hause Exe Create Inc stammt und von Kemco gepublished wurde. Womöglich sagt dem ein oder anderen der Name etwas, da Alphadia für den 3DS vom selben Entwickler stammt. Asdivine Hearts ist ebenfalls eine Portierung eines früheren Mobile Spiels auf den eShop.

 

 

Licht gegen Dunkelheit

 

Die Geschichte des Spiels beginnt für die beiden Weisen Zack und Stella damit, dass sie die Wildkatze wieder in den Wald bringen müssen, die sich verletzt hatte. Also wagen sich die beiden gut ausgerüstet hinein in die Wildniss. Seitdem vor einem Jahr ein helles Licht am Himmel erschienen ist, ist die Zahl der Monster rapide angestiegen und die Straßen des Landes nicht nicht mehr sicher. Als sie die Katze aussetzen wollen, kommt ihnen ein seltsames Licht entgegen. Zu allem Überfluss ertönt auch noch eine Stimme.

 

Bei dem Licht handelt es sich um die Göttin des Lichts, die vom dunklen Gott in die Wald verbannt wurde. Die Gottheit versucht Zack zu übernehmen, erwischt bei dem Versuch aber zu ihrem Übel die Wildkatze und muss fortan in ihr leben. So kommt es, dass die Katze plötzlich sprechen kann. Zack und Stella nennen sie Felix und nehmen die Gottheit gleich mit nach Hause. Zwar glauben sie nicht daran, dass es sich um die Göttin des Lichts handelt, aber sie wollen trotzdem mit der Mutter ihres Weisenheims sprechen. Und somit beginnt die Geschichte, in der mal wieder das Licht gegen die Dunkelheit antreten muss. Die Story mag recht einfach sein, überrascht später aber mit der ein oder anderen Wendung.

 

Spielerisch handelt es sich bei Asdivine Hearts um ein klassisches RPG mit rundenbasiertem Kampfsystem. Dabei können alle fünf späteren Mitglieder der Gruppe am Kampf teilnehmen und greifen in einer vorgebenen Reihenfolger an. Im Menü lässt sich die Formation einstellen. Normale Angriffe aus dem hinteren Bereich machen in der Regel weniger Schaden. Gleichzeitig lassen sich aber mit bestimmten Formationen nützliche Zusatzeffekte erzielen.

 

Neben den normalen Angriffen gibt es aber auch noch Magie. Dabei gibt es drei Arten: Licht, Dunkelheit und Elementlos. Jeder Charakter verfügt über ein bestimmtes Element, kann aber durch das Austauschen von Juwelen auch andere Fähigkeiten dazu bekommen. Bei den Juwelen handelt es sich um ähnlich wie in Tetris angeordnete Steine. Diese lassen sich aber nur in einen bestimmten Bereich ordnen, weshalb man sich genau überlegen muss, welches Juwel welcher Charaktere ausrüsten sollte.

 

Außerhalb des Kampfes bewegt man sich über eine Weltkarte oder die einzelnen Dungeons und Städte, die verteilt über der Welt liegen. Hierbei kommt es immer wieder zu Zufallskämpfen. Von Charakteren lassen sich Nebenquests annehmen und in Läden kann neue Ausrüstung erworben werden. Nach und nach arbeitet man sich auf diese Weise durch das Spiel und ist über 15 Stunden mindestens beschäftigt.

 

 

Steuerung und Technik

 

Gesteuert wird das Spiel mit dem Gamepad oder dem Pro Controller. Beides geht gut von der Hand und ist recht intuitiv. Die klassische Steuerung ermöglicht einen schnellen Einstieg. Zusätzlich gibt es auch immer mal wieder kleine Erläuterungen, wie etwas funktioniert, so dass auch Anfänger überhaupt keine Probleme haben sollten. Mit dem Analogstick werden die Charaktere gesteuert und im Kampf die Aktionen ausgewählt. Mit A bestätigt man diese oder spricht einen NPC an. Mit B lassen sich Aktionen abbrechen. Im Kampf lässt sich über Y der Autokampf einstellen, während außerhalb die Karte geöffnet wird. Unter X öffnet sich das Menü, in dem sich jede Menge Einstellungen getätigt werden können.

 

Grafisch soll das Spiel an die 16 Bit-Ära erinnern. Genauso erinnert der Titel aber an ein RPG Maker Spiel. Dadurch kann es jetzt nicht unbedingt auf der Wii U überzeugen. Die Grafik sieht auf einem großen Bildschirm ganz in Ordnung aus. Auf dem GamePad hingegen sieht das Spiel deutlich besser aus und lässt sich dadurch auch gut nebenbei spielen. Besondere Effekte gibt es kaum und die meisten Dungeons sind zudem recht einfach gehalten.

 

Es wäre sicherlich noch das ein oder andere mehr drin gewesen. Aber die Dungeons kommen manchmal mit ein paar Kniffen daher. So gibt es ab und zu Löcher im Boden, durch die man stürzen kann.

 

Musikalisch kommt das Spiel gut daher. Der Sound ist einfach gehalten, geht aber gut ins Ohr. Besonders das Lied im Kampf ist gut gelungen. Leider ist das Spiel aber nur in englischer Sprache spielbar.

 

 

Kritik

 

Im Vergleich zu Alphadia hat man bei diesem Titel schon vieles besser gemacht. Die Charaktere leveln jetzt nicht mehr ganz so schnell auf, wodurch auch normale Kämpfe fordernd bleiben. Hier kann man nicht einfach mit dem Autokampf durchkommen. Ein bisschen blöd ist nur, dass man auf der Karte jederzeit in Gebiete laufen kann, in denen viel zu starke Monster warten, die einem dann binnen eines Zuges komplett ausschalten. Außerdem hätte es ein paar mehr Dungeons und Orte verteilt auf der Karte geben können. So aber läuft man über weite Abschnitte öde Karte, ohne das man etwas berauschendes findet. Auch bei den Dungeons hätte man sich etwas mehr Mühe geben können. Bei den Nebenquests habe ich mich öfters geärgert, da sie einen an einem Ort geführt haben, an dem man schon in der Story war. Das ist nicht besonders motivierend und nervt auf Dauer. Zudem ist es schade, dass es das Spiel wieder nur auf englisch gibt.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Asdivine Hearts ist ein solides Rollenspiel, welches Fans des Genres spielen sollten. Gerade weil auf der Wii U die Auswahl nicht so groß ist, kann ich den Kauf empfehlen. Die einzelnen Charaktere sind lustig und die Story hat sogar die ein oder andere Überraschung. Wer dazu noch viele Kämpfe mag, kann nichts falsch machen. Zudem bietet es einige Spielstunden und lässt sich wunderbar nebenbei spielen. Ich muss jetzt aber wieder weg. Felix wartet auf seinen Fisch.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.04.2016

Developer

Exe Create Inc

Publisher

Kemco

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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