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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Electronic Super Joy

Jump 'n Run

16.12.2015

Autor: Lukas Strübig

 

Dubstep genießt im Allgemeinen einen zweifelhafen Ruf. Irgendwelche Punks packen irgendeinen elektronischen Lärm in eine virtuelle Timeline und das nennt man dann Musik?

Nun, mir gefällt es, zum einen, und auch Michael Todd, dessen Spiel Electronic Super Joy vollkommen den Stil dieses Musik Genres verinnerlicht.

 

 

Elektronische Freude

 

 

Electronic Super Joy ist ein klassisches Jump'n Run, welches sich durch seinen besonders hohen Anspruch an den Spieler abhebt. Man selbst spielt ein kleines Pixelmännchen, auf der Suche nach Rache für den Verlust seines Hinterns. Oder weil Satan auf seinen Hund gefurzt hat. Oder so.

 

Man springt also durch zweidimensionale Level, welche in einer surrealen, bunten und stilisierten Welt durch ihre Schwarz/Weiße Farbgebung heraus stechen. Abgesehen von der Fähigkeit, sich in die Luft zu drücken, hat man nur eine Attacke, die daraus besteht, dass man auf den Boden unter sich herabfährt und die Gegner unter sich zerstört. Genaue Präzision ist also gefordert und das ist in etwa das Ding von Electronic Super Joy.

 

Mit dem Tod nach nur einem eingesteckten Treffer und bodenlosen Löchern soweit das Auge reicht lässt einem dieses Spiel wenig Freiraum für Fehler. Die vielen Checkpoints sind also in jedem Level gut besucht, bei all den Fallen, Gegnern und Barrikaden, die sich dem Spieler in Leveln mit immer anderen Schwerkraftsbedingungen entgegen stellen. Wann anders sieht man nicht einmal den weiteren Pfad, bis man nicht einen bestimmten Punkt im Level passiert hat.

 

Und hier beginnt für mich die Frage, wo ein hoher Schwierigkeitsgrad aufhört, und billiges Trial and Error anfängt. Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten, und schon in seiner Beschreibung macht Electronic Super Joy klar, dass es nicht für jeden ist. Dennoch kann ich den Plattformer trotz seiner Fairen Rücksetzpunkte nicht ganz vergeben, da es in seiner Präsentation fast schon wie ein Taktspiel anmutet, welches es nicht ist. Der bunte Stil der Welt und die schnelle, sich mit dem Fortschritt im Level ändernden Musik treiben den Spieler immer weiter voran, während das Leveldesign darauf ausgelegt ist, einen so oft zu töten, bis man die vor sich liegende Aufgabe so gut kennt, dass man sie überwinden kann. Was entsteht ist eine Spielerfahrung, die fließen will, es aber nicht tut. Und so steht das eigene Versagen in Electronic Super Joy immer mehr im Vordergrund als den Erfolg, den man dann schließlich feiern kann. Und das ist schade.

 

 

Bunter Spaß

 

 

So sehr sich jedoch Gameplay und Präsentation widersprechen, muss man dennoch anerkennen, wie gut letzteres gelungen ist. Die Welt von Electronic Super Joy ist eine Grenzerfahrung, die Visualisiert, was der starke Dubstep im Hintergrund ausdrückt. Selbst natürliche Gebilde wie Bäume sind zackig gezeichnet und Schwarz/Weiß, vor einem Himmel, der in verschiedenen Lila Farbtönen strahlt. Dazu wird der Soundtrack immer vom Spieler voran getrieben und läuft nicht einfach im Hintergrund vor sich her. Der klare Pixelstil ist darüber hinaus nicht einfach der Versuch, Faulheit mit artistischen Intentionen zu entschuldigen, sondern sorgt dafür, dass man in all dem bunten Chaos den Überblick über die Spielwelt nicht verliert.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Electronic Super Joy gibt dem Spieler Präzision, verlangt sie aber auch vom Spieler. Wem übliche Jump'n Runs zu leicht sind, findet hier genau was er sucht. Alle anderen werden sich jedoch an dem teilweise doch recht dreisten Trial and Error Prinzip der Level stören.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

5.11.2015

Developer

Michael Todd

Publisher

Broken Rules

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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