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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Fast Racing Neo

Rennspiel

14.12.2015

Autor: Sverre Petersen

 

Der Hunger nach einem neuen „F-Zero“ ist riesig! Fans der Future-Racing Reihe warten schon seit über 11 Jahren auf einen neuen Teil des beliebten Nintendo Racers, doch ein neuer Teil ist leider bis heute noch nicht in Sicht.

 

Doch für Leute, die nicht auf ihr „F-Zero“ verzichten wollen, habe ich hier ein Spiel, welches durchaus mit „F-Zero“ mithalten kann, nämlich „Fast Racing Neo“ von dem deutschen Entwickler Shin´en.

 

Der Hype um „Fast Racing Neo“ ist bereits seit der Ankündigung des Titels riesengroß! Dabei wissen die wenigsten, dass es bereits der zweite Teil der „Fast Racing Reihe“ ist, denn der erste Teil erschien damals noch für der Wii und hieß „Fast Racing League“. „Fast Racing League“ war aber leider nur mäßig erfolgreich. Trotzdem entschied sich Shin'en einen zweiten Teil zu entwickeln und nun möchte ich euch diesen einmal genau vorstellen.

 

 

The Future is fast!

 

Wie der Name „Fast Racing Neo“ bereits sagt, ist das Spiel sehr schnell und wenn ich sehr schnell sage, dann meine ich sehr schnell! In „Fast Racing Neo“ fahrt ihr nämlich mit bis zu 1000 km/h über die Strecken und das in wunderschönen 60FPS und 1080p! Allgemein sieht „Fast Racing Neo“ wirklich bombastisch aus und lässt sogar den ein oder andren PS4 und Xbox One Titel alt aussehen und das auf der Wii U. Wie auch immer Shin'en diese Grafik auf der Wii U hinbekommen hat und das auch noch in konstanten 60FPS, ist mir ein Rätsel.

 

Aber kommen wir lieber einmal auf das Gameplay von „Fast Racing Neo“ zu sprechen. Dieses ist nämlich wirklich einzigartig und innovativ! „Fast Racing Neo“ sieht zwar auf den ersten Blick wie eine Mischung aus „F-Zero“ und „Wipeout“ aus und spielt sich auch ähnlich wie „F-Zero GX“ und steuert sich damit wirklich gut und vor allem präzise, ist aber doch etwas komplett eigenes. Was das Spiel von Genre-Vertretern, wie zum Beispiel „F-Zero“ und „Wipout“ abhebt, ist nämlich das innovative Phasen System.

 

 

Blau und orange, die Farben eures Vertrauens

 

Dies Phasen-System ist nämlich etwas wirklich völlig Neues und erweitert das schnelle Gameplay von „Fast Racing Neo“ perfekt! In „Fast Racing Neo“ könnt ihr eure Phase mithilfe von der X-Taste oder der L-Taste ändern. Was euch das bringen soll, fragt ihr euch nun? Ganz einfach, denn auf den verschiedenen Strecken sind verschiedene Beschleunigungsstreifen verteilt. Die einen haben die Farbe blau, die anderen orange. So müsst ihr je nachdem, welche Farbe der Streifen hat, euer Phase in die dazugehörige Farbe ändern. Solltet ihr auf einen Beschleunigungsstreifen mit der falschen Farbe fahren, dann werdet ihr abgebremst, anstatt dass ihr einen Boost bekommt und glaubt mir, ihr wollt den Boost, denn diese sind in „Fast Racing Neo“ verdammt wichtig. Wie ich bereits erwähnt hatte, erweitert dieses Phasen System das Gameplay von „Fast Racing Neo“ enorm gut und hebt es damit auch von Titeln wie „F-Zero“ und Wipeout“ ab.

 

Die Beschleunigungsstreifen sind aber nicht die einzige Möglichkeit, an Geschwindigkeit zu gewinnen, denn auf der gesamten Strecke sind zusätzlich noch Energiebälle verteilt, die ihr sammeln könnt, um dann mit einem Druck auf R euren Turbo zu zünden, um euren Konkurrenten vor der Nase wegzufahren.

 

Die Energiebälle bringen damit noch ein klein bisschen Taktik mit ins Spiel, denn ihr müsst euch genau überlegen, wann ihr euren Turbo zünden wollt, oder ob ihr ihn euch lieber aufsparen wollt. Dabei zünden die Gegner meist ihren Turbo auf Geraden, weswegen man natürlich dann gut in Kurven an den Gegnern vorbei ziehen kann, da diese dort meist ihren Turbo nicht benutzen.

 

Aber Achtung! Wenn ihr euren Turbo an einer falschen Stelle benutzen solltet, oder nicht beachtet, wie voll dieser bereits aufgeladen ist, dann kann es euch durchaus passieren, dass ihr gegen ein Hindernis fahrt, oder in eine tiefe Schlucht rast und das kann sehr schnell passieren und wirft euch sehr weit zurück, wodurch ihr viel aufzuholen habt.

 

 

Streckendesign der Oberklasse

 

Nun kommen wir zudem was ein Rennspiel natürlich zwingend braucht und das sind natürlich Strecken, denn ohne Strecken, kein Rennspiel. Insgesamt bietet „Fast Racing Neo“ 16 Strecken, die alle sehr abwechslungsreich und schön gestaltet sind. So fahrt ihr zum Beispiel in einer Strecke durch eine riesige Wüstenstrecke mit dem ein oder anderen Sandsturm, in der nächsten Strecke rast ihr durch die Lüfte und ehe ihr euch verseht fahrt ihr über eine Strecke mit rissigen Robotern, die über die Strecke stapfen. Ihr seht also, der Entwickler Shin'en hat sehr viel Liebe in das Streckendesign gesteckt. Wirklich jede Strecke bittet was neues und ist abwechslungsreich gestaltet, so dass einem nie langweilig wird.

 

Was ich aber auch noch anmerken muss ist, dass „Fast Racing Neo“ ein wirklich schweres Spiel ist. Schon die Anfänger-Liga kann in den letzten beiden Cups echt schwierig werden, was sich auf der Fortgeschrittenen- und Profi-Liga natürlich auch nicht ändert. Natürlich ist dadurch ein gewisser Ansporn gegeben und mir hat es gerade gut gefallen, dass „Fast Racing Neo“ nicht so anspruchslos ist, aber für Spieler die mal eben ein paar Runden drehen wollen, ist das Spiel vielleicht nichts, da es auch wirklich frustrierend sein kann.

 

Dabei ist das Spiel aber nicht deshalb anspruchsvoll, weil es unfaire Passagen einbaut, sondern weil man selbst meistens die Fehler selbst macht und auch sofort erkennt, was man besser machen muss. Jedoch werden wie bereits erwähnt Fehler meist hart bestraft, denn wenn ihr zum Beispiel in der zweiten Runde einen Unfall baut, dann könnt ihr euch den ersten Platz meist bereits schon abschminken, weswegen es bei mir häufiger passiert ist, dass ich einen Cup neu gestartet habe.

 

Aber keine Sorge, selbst wenn ihr mal nur Platz 5 oder 6 erreicht, könnt ihr immer noch in der Gesamtwertung Erster werden. In „Fast Racing Neo“ ist es nämlich nicht so wie in "Mario Kart", dass immer die gleichen Fahrer erster werden, sondern „Fast Racing Neo“ orientiert sich dabei eher an „F-Zero“. Das heißt also, auch wenn ihr mal einen schlechten Platz belegt, dass wird bei eurem Konkurrenten sehr wahrscheinlich vorkommen.

 

 

Technik und Soundtrack

 

Als ich „Fast Racing Neo“ das erste mal sah, dachte ich mir, „dieses Spiel wird so niemals auf der Wii U aussehen.“ Doch ich wurde eines besseren belehrt, denn „Fast Racing Neo“ ist ein unglaublich hübsches Spiel, was sogar mit Spielen der PlayStation 4 und der Xbox One mithalten kann und teilweise Spiele dieser Konsolen alt aussehen lässt und außerdem das schnellste Spie der drei Konsolen ist.

 

Man mag nun aber wahrscheinlich denken, dass ein Spiel wie „Fast Racing Neo“ so niemals ohne Abstriche auf der Wii U laufen kann, aber das ist falsch! Denn der Entwickler Shin'en ist dafür bekannt, Technisch alles aus Konsolen rauszuholen. So läuft „Fast Racing Neo“ nämlich konstant mit 60FPS und 1080P, was das Erlebnis natürlich noch viel besser macht.

 

Der Soundtrack wiederum ist in meinen Augen eine Sache für sich. So passt der Elektro-Soundtrack zwar zum Spiel, kommt aber lang nicht an die Klasse eines „F-Zero“ ran. Mir persönlich gefällt einfach ein rockiger Soundtrack aller „F-Zero“ besser, als ein Elektro Soundtrack wie bei „Fast Racing Neo“. In meinen Augen fühlt es sich einfach besser an über Strecken mit 1000 km/h und einem rockigen Soundtrack wie Big Blue oder Mute City zu fahren, als mit einem Elektro Soundtrack.

 

Aber versteht mich bitte nicht falsch, der Soundtrack passt zum Spiel, kommt aber wie bereits erwähnt lang nicht an die Klasse eines „F-Zero“ ran.

 

 

Fahrer Auswahl

 

Hier kommt nun auch mein erster wirklicher Kritikpunkt an „Fast Racing Neo“ und das ist die Fahrerauswahl, oder eher die Fahrzeugauswahl, denn Charaktere, wie zum Beispiel in einem „F-Zero“ gibt es leider nicht. So könnt ihr nur vor dem Beginn eines Cups oder Rennen ein Fahrzeug auswählen, einen Charakter könnt ihr aber nicht sehen. Ich persönlich finde das sehr schade, denn ich hätte es wirklich gut gefunden, wenn es auch in „Fast Racing Neo“ eigenständige Charaktere mit einer eigenen Story gegeben hätte und wenn es nur ein kleiner Text mit einer Story gewesen wäre.

 

 

Lokaler und Online Multiplayer

 

Womit „Fast Racing Neo“ aber auf jeden Fall punkten kann, ist der sehr gelungene Online-Multiplayer! Denn wie es sich heute gehört, bietet „Fast Racing Neo“ einen sehr flüssigen und guten Online-Modus. So ist bei mir trotz einer nicht geraden guten Internetleitung nie das Spiel kurz hängen geblieben, geschweige denn abgebrochen, wie in „Mario Kart“. „Fast Racing Neo“ bietet wie es sich heute gehört einen rundum gelungenen Online Modus der durchgehend sehr gut läuft.

 

Zum lokalen Multiplayer kann ich nur sagen, dass dieser verdammt viel Spaß bringt. Selbst im 4-Spieler Splitscreen läuft das Spiel noch flüssig uns sieht immer noch fantastisch aus und bringt mit Freunden natürlich noch ein Ticken mehr Spaß.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

„Fast Racing Neo“ ist wohl tatsächlich das Spiel, auf das „F-Zero“-Fans so lang gewartet haben! Es spielt sich perfekt, es ist verdammt schnell und sieht wunderschön aus! In meinen Augen ein echter Pflichtkauf für jeden Nintendo-Fan. Außerdem kostet das Spiel im eShop gerade einmal 15 Euro! Dabei bietet „Fast Racing Neo“ in meinen Augen sogar soviel, dass es auch locker mehr wert gewesen wäre und wohl Nintendos bester Wii U-Titel mit „Xenoblade Chronicles X“ für das Weihnachtsgeschäft 2015 ist, was aber auch bei Konkurrenz wie „Animal Crossing Amiibo Festival“ und „Mario Tennis Ultra Smash“ auch kein wirklicher Akt ist. In meinen Augen ist „Fast Racing Neo“ einfach ein rundum gelungenes Spiel und ein echter Toptitel für die Wii U.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

89%

Multiplayer

Release

10.12.2015

Developer

Shin'en

Publisher

Shin'en

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-8



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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