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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Beatbuddy

Action Adventure

22.10.2015

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Der Rhythmus ist in Gefahr!

 

Musikspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, auch wenn die Blütezeit vorbei zu sein scheint. Guitar Hero, Donkey Konga, Beat the Beat und wie sie alle heißen, spielen mit der Musik und setzen sie ein, um mal etwas anderes zu bieten als ein klassisches Videospiel. So ist es auch bei Beatbuddy, allerdings ist das weniger ein reines Musikspiel als mehr ein Misch aus Action-Abenteuer mit Musik-Elementen.

 

Es geht darum, dass ein böses Wesen den Beat einer Unterwasserwelt für seine Zwecke nutzen will. Er hat sogar schon einige von der guten Seite entführt und steht kurz davor, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Nur Beatbuddy kann das verhindern und so beginnt seine Reise durch sechs verschiedene Welten. Aber die Geschichte ist – wie so oft bei Musikspielen – eher zweitrangig. Wichtig ist: Man steuert den Helden der Geschichte im Takt der Musik durch die Umgebungen und muss dabei Rätsel lösen und Gegner überwinden.

 

 

Music blended gameplay!

 

Und eigentlich spielt sogar die Musik kaum eine Rolle, zumindest große Teile des Spiels. In bestimmten Abschnitten wird sie dann aber immer mal wieder sehr wichtig. Man steuert Beatbuddy durch die Unterwasserwelt und hat in jedem Level fünf Abschnitte zu meistern. Zunächst ist man mit ihm „zu Fuß“ unterwegs, löst Rätsel und besiegt Gegner. Die Rätsel sehen meist so aus, dass man Schalter aktivieren, den richtigen Weg finden oder ein kleines Puzzle lösen muss.

 

Dabei trifft man auf immer stärkere Gegner. Anfangs kann man die mit einem Schlag von Beatbuddy noch einfach platt machen. Es gibt aber auch Gegner, die nur besiegbar sind, nachdem man ihrem Angriff erfolgreich ausgewichen ist. Oder man muss vier Mal im Takt treffen, bevor der Gegner das Zeitliche segnet. Das Ganze ist damit im Prinzip erstmal recht abwechslungsreich.

 

Nachdem man diesen ersten Abschnitt geschafft hat, steigt man in eine Art Boot. Das bewegt sich im Takt der Musik, so dass – ihr ahnt es – hier die Musik eine größere Rolle spielt. Mal muss man sich in eine Schlange aus Gegnern einreihen und sich mit ihr Takt bewegen und mal muss man Hindernisse im Takt überwinden. Auch das ist im ersten Moment recht abwechslungsreich.

 

Etwas dröge wird es allerdings dann doch, weil sich diese beiden Abschnitte in jedem Level wiederholen. Die fünf Abschnitte sind nämlich in jedem der sechs Levels immer „zu Fuß“ – Boot – „zu Fuß“ – Boot – „zu Fuß“. Und das wie gesagt in sechs Levels immer gleich. Zwar ändern sich die Rätsel und auch die Gegner werden und Umgebungen werden schwerer zu durchschauen, aber im Prinzip ist es sechs Mal dasselbe nur in anders aussehenden Umgebungen.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist das Spiel eine absolute Bombe. Die Umgebungen und alle Elemente sind von Hand gezeichnet und sehen einfach nur toll aus. Farbenfroh, abwechslungsreich und detailliert; es passt alles perfekt zusammen. Wirklich toll, was die Entwickler hier optisch auf die Beine gestellt haben. Wenn ihr sehen wollt, wie das in Bewegung aussieht, dann schaut euch am besten meinen Video-Test an, da zeige ich Szenen aus den ersten vier Welten. Mein einziger Kritikpunkt sind die zu kleinen Texte. Wenn die Figuren etwas zu sagen haben, dann tun sie das über Textboxen, die man aber leider kaum erkennen, geschweige denn lesen kann. Weder auf dem GamePad noch auf dem Fernseher.

 

Akustisch ist Beatbuddy ironicherweise nicht ganz so stark. Die Musik hält sich lange Zeit sehr im Hintergrund. Nur, wenn ein Gegner kommt, der Rhythmus erfordert oder wenn die Umgebung es verlangt, wird die Musik lauter und man nimmt sie deutlich wahr. Das finde ich echt schade, denn für ein Spiel, das den Rhythmus sogar im Namen trägt, ist das zu wenig. Vor allem, weil die Ideen da sind: Die Umgebung bewegt sich im Takt der Musik, es gibt Gegner und Hindernisse, die mit dem Takt spielen und das Boot bewegt sich sogar nur im Takt. Da hätte es ruhig auch akustisch etwas mehr sein dürfen.

 

Die Steuerung funktioniert einwandfrei. Sowohl Beatbuddy selbst als auch das Boot lassen sich jederzeit gut kontrollieren. Dass das Boot sich im Takt bewegt ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann kein Problem mehr. Schade finde ich, dass das GamePad gar nicht richtig genutzt wird. Klar, man kann damit und auch darauf spielen, aber wenn man auf dem Fernseher spielt, dann braucht man das GamePad nicht.

 

Der Umfang geht in Ordnung. Die ersten drei Levels lassen sich in ca. 30 Minuten schaffen. Für die letzten drei benötigt man eher 60 Minuten, so dass man in etwa fünf Stunden dabei ist. Dann hat man aber noch nicht alles geschafft. Es gibt in jedem Level Edelsteine versteckt, viele kleine und zehn große. Nur, wenn man alle findet, ist man zu 100 Prozent durch. Und vor allem die zehn großen Steine lohnen sind, denn mit denen schaltet man Bilder der Entwickler frei, die wirklich lustig und sehenswert sind. Ein Grund also, die Umgebung ganz genau abzusuchen. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn die großen Steine sind teilweise extrem gut versteckt.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Beatbuddy ist im ersten Moment ein großartiges Spiel. Es sieht wirklich toll aus, spielt sich gut und hat clevere Gameplay-Ideen zur Verbindung von Bewegung und Musik. Leider wiederholt sich das alles recht schnell – jedes der sechs Levels ist gleich aufgebaut. So stellt sich irgendwann das Gefühl ein, das alles schon gespielt zu haben, obwohl jeder Level komplett anders aussieht und neue Aufgaben und Gegner bietet. Störend ist auch, dass die Musik zu oft im Hintergrund steht, da hätte man mehr draus machen können. Aber unterm Strich macht es Spaß, bietet einige neue Ideen und sieht einfach nur toll aus. Wem das nicht genug Gründe sind, es mal auszuprobieren, dem kann ich auch nicht helfen. ;-)

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.08.2015

Developer

Thr3aks

Publisher

Thr3aks

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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