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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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BADLAND: Game of the Year Edition

Action

09.09.2015

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Böses Land mit vielen Klonen

 

Bereits im Jahr 2013 ist mit Badland ein sehr interessantes Spielkonzept für Android und iOS heraus gekommen. Nach einem Zwischenstopp im Juni 2014 auf Windows-Handys ist diesen Mai die „Game of the Year-Edition“ für quasi alle anderen Plattformen herausgekommen, darunter auch die Wii U.

 

Im Spiel geht es darum, eine kleine Ball-artige Kreatur durch gefährliche Levels zu lotsen. Auch, wenn man durch die 2D-Ansicht der Meinung sein könnte, es handelt sich um ein Jump & Run, ist genau das nicht der Fall. Die Umgebung bewegt sich nämlich mehr oder weniger automatisch mit und man kann den Ball durch Drücken der A-Taste schweben lassen und mit dem Stick nach links oder rechts bewegen. Ziel ist es, den Fallen und Gegner aus dem Weg zu gehen und unbeschadet, das Ende zu erreichen.

 

Daneben gibt es noch jede Menge Extras, mit denen sich der Ball verändern lässt. Es gibt Items, die in größer oder kleiner werden, kleben oder heftiger titschen lassen oder sogar bremsen oder beschleunigen. All diese Items sind entweder Hilfsmittel oder perfide Schöpfungen der Entwickler, um es dem Spieler schwerer zu machen.

 

Berührt man nämlich etwas, das man nicht berühren sollte, oder wird vom mitlaufenden Bild ins Abseits befördert, dann stirbt man. Alternative Tode sind Zerschneiden durch Kreissägen, Zerquetschen durch große Gegenstände oder Explosion durch komische Stachelwesen. Was jetzt brutal klinkt, ist es aber nicht wirklich, denn der Look des Spiels ist nicht nur Blut frei, sondern durch den sehr stylischen Look auch eher cool als Angst einflößend.

 

Neben dem Erreichen des Ziels mit einem oder mehreren Bällen – ja, man kann sich unterwegs klonen, quasi auch als Kanonenfutter – gibt es noch zahlreiche Nebenmissionen zu erfüllen, also zum Beispiel einen Level ohne einen einzigen Tod zu überstehen. Die Erfolge zeigen, wie gut (oder schlecht) man sich insgesamt anstellt. Man bekommt einen dieser 77 Erfolge, wenn man zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Bällen (inkl. Klone) rettet – oder tötet. Wenn man besonders viele an Kreissägen verliert ebenso. Oder wenn man einen Abschnitt schafft.

 

Das Spiel ist nämlich in zwei Tage mit jeweils vier Abschnitten unterteilt: Morgens, mittags, abends und nachts. Ein Tag besteht aus 50 Levels, so dass das ganze Spiel auf 100 Aufgaben im Singleplayer kommt. Aber das ist noch nicht alles. Es gibt auch noch einen Koop-Modus mit ebenso vielen Aufgaben und einen Offline-Multiplayer für bis zu vier Spieler. Die einzige Online-Funktion sind Bestenlisten. Insgesamt kann man gut und gerne 15 Stunden mit dem Spiel verbringen, das Durchspielen im Einzelspieler (natürlich ohne alle Missionen und Erfolge) dauert etwa 8 Stunden. Man bekommt also mehr als genug geboten für sein Geld.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist das Spiel eine absolute Bombe. Alle Objekte sehen einfach toll aus, es läuft mega flüssig und sieht insgesamt super aus. Schon auf Bildern kommt das gut rüber, aber erst ein Video kann das richtig übermitteln. Daher schaut euch unbedingt meinen VIDEO-TEST an. Einzig an der optischen Abwechslung krankt es ein bisschen, das ist aber kaum bemerkenswert. Man hat leicht unterschiedliche Szenarien durch die vier Abschnitte jedes Tages, aber ansonsten sieht es die ganze Zeit über gleich (genial) aus. Akustisch ist es auch super, sphärische Klänge gepaart mit kataklyptischen Kettensägen-Geräuschen liefern ein Feuerwerk für die Ohren ab.

 

Die Steuerung ist auch recht gut gelungen. Ich musste mich zwar eine Weile daran gewöhnen, dass man einfach nur immer wieder A drücken und loslassen muss, um zu schweben und dabei dann auch noch nach links und rechts lenken kann. Gerade, wenn man mal so richtig im Flow ist und super schnell durch die Gegend fliegt, muss man sehr genau arbeiten, um nirgendwo hängenzubleiben. Das führt dann nämlich meist sofort zum Tod, weil das Bild ja gerade auch sehr schnell unterwegs ist.

 

Glücklicherweise gibt es in fast allen Levels auch jede Menge Checkpoints, so dass man nie weit zurück geworfen wird. Allerdings ist es natürlich das ultimative Ziel, jeden Level zu schaffen, ohne draufzugehen – gar nicht so leicht. Nur manche Level, ich nennen sie Renn-Level – haben gar keine Checkpoints. Das sind eher kurze Abschnitte, die man in einem Rutsch schaffen muss, meist unter Einsatz des Turbo-Items. Hier arbeitet man sich Schritt für Schritt immer weiter vor, um dann irgendwann kurz vor dem Ende dahinzusiechen und danach wieder ständig am ersten Hindernis zu scheitern. Erhöhte Frust-Toleranz ist hier echt hilfreich. ;-)

 

 

Meckerecke!

 

Das Spiel ist umfangreich, es sieht gut aus, bietet neben einem Einzelspieler-Modus auch noch viel für kooperationsbereite oder kompetitive Mehrspieler, sieht gut aus und hört sich toll an. Ein Pflichtkauf also? Jein!

 

Was mich total stört ist die Monotonie. Zwar verändert sich die Umgebung ständig ein bisschen und es kommen neue Fallen und Items dazu. Unterm Strich hat man aber irgendwann das Gefühl, trotz einiger Neuerungen, immer wieder dasselbe zu spielen. Ich habe mich wirklich bemüht, es durchzuspielen, das ist mir aber bisher nicht gelungen. Nach etwa 80 Prozent des Einzelspielers und 40 Prozent des Koop-Modus war bei mir (und meiner Mitspielerin) die Luft raus. Es hat irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht.

 

Ich merke aber, wenn ich es dann nach ein paar Tagen wieder mal starte, dass ich dann wieder Lust auf ein paar Levels habe. Es liegt also nicht an der Qualität, sondern ausschließlich daran, dass mir die Aufgaben zu ähnlich sind und ich mehr Abwechslung bräuchte. Ich denke mal, dass ich es in ein paar Wochen dann auch durch haben werde, soviel Ehrgeiz habe ich dann doch.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit


Badland für Wii U ist ein tolles Spiel, das auch lange Spaß machen kann. Es steuert sich gut, sieht toll aus und bietet auch einiges für Mehrspieler. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es zu viele zu ähnliche Levels bietet und bei mir daher irgendwann die Luft raus war. Nichtsdestotrotz ist es wirklich gelungen und verdient es, ausprobiert zu werden.

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

30.07.2015

Developer

Frogmind

Publisher

Frogmind

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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