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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Elliot Quest

RPG

09.06.2015

Autor: Matthias Küpper

 

Elliot Quest? Da war doch was? Wer auf dem PC aktiv Spiele kauft, wird eventuell schon einmal über den Titel gestoßen sein, da er auf Plattformen wie Steam bereits letztes Jahr angeboten wurde. Dank PlayEveryWare ist es nun auch möglich auf der Wii U das 2D Adventure mit Rollenspielelementen zu spielen. Die Ähnlichkeit zum zweiten Zelda Teil ist dabei nicht zu übersehen. Das liegt daran, dass sich die Entwickler von Ansimuz Games von dem NES Titel inspirieren ließen.

 

 

Gestrandet im Wald

 

Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle des Helden Elliot. Nach und nach erfahrt ihr seine tragische Geschichte. Seine Frau erkrankte an einer Krankheit. Später stellt er fest, dass er von einem Dämon mit einem Fluch belegt wurde und nicht sterben kann, sich aber langsam ebenfalls in einen Dämonen verwandelt. Also macht sich der Spieler auf den Weg durch große Wälder, alte Tempel und dunkle Höhlen, die nur spärlich vom Fackellicht erhellt werden. Nach und nach erfährt man dabei in Textform von Elliot, warum er sich auf dieser Reise befindet. Er sucht nach Hilfe, findet diese aber nicht immer. Denn böse Monster stellen sich ihm in den Weg, die er mit seinem Bogen ausschalten muss.

 

Eine Besonderheit des Spiels ist, dass man unendlich viele Leben hat. Fällt die Energieanzeige auf 0, die in Form von Herzen angezeigt wird, wird man am letzten Speicherpunkt wiederbelebt. Jetzt könnte man meinen, dass das Spiel dadurch ja einfach wäre, aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn man sich vorsichtig in einem Dungeon fortbewegt, kann es schon einmal vor kommen, dass plötzlich Gegner auftauchen oder einem Fallen das Leben zur Hölle machen. Viel Sterben ist in dem Spiel also vorprogrammiert. Trotzdem ist man motiviert es weiter zu versuchen, da man durch die vielen Speicherpunkte recht schnell wieder an den Punkt des Ablebens kommt. In den einzelnen Arealen erwarten einem auch versteckte Schätze. So bekommt man einen Schild, mit dem man, sofern man still steht, gewisse Angriffe abwehren kann. Mit den Münzen, die man findet, kann man in Läden neue Ausrüstungen kaufen. Nach und nach arbeitet man sich auf diese Weise weiter in der Welt vor.

 

Außerhalb der einzelnen Dungeons bewegt sich Elliot über eine Weltkarte, auf der auch einige Monster ihr Unwesen treiben. Trifft man auf ein solches, muss man die Art von Monster besiegen und kann in dem Gebiet dazu noch einen Schatz abgreifen. Dazu gibt es noch Dörfer, in denen man mit den Bewohnern reden und in den Läden neue Items kaufen kann.

 

Auf diese Art und Weise kämpft man sich langsam vor und erkundet die Welt. Man stößt dabei immer wieder auf Bereiche, die erst später überwunden werden können. Auch in dieser Hinsicht erinnert es stark an Zelda II. Da dürfen die Herzcontainer natürlich auch nicht fehlen, durch die man hier und dort seine Energie um ein Herz erweitern kann. Freunde von dem zweiten Teil der Zeldaserie werden also auch ihren Spaß mit Elliot Quest haben.

 

 

Steuerung und Technik

 

Um Elliot zu steuern habt ihr reichlich Auswahl an Controllern. Aber die Steuerung unterscheidet sich hier kaum, da der Touchscreen vom Gamepad nur minimal im Menü benutzt wird, wo man aber auch gut ohne zurecht kommt. Beim Laufen habt ihr die Wahl beim Gamepad, ob ihr das klassische Steuerkreuz benutzt oder doch lieber den Analogstick. Mit A kann man springen. Dazu feuert man über X oder B mit dem Bogen. Über Y lässt sich dann noch ein zusätzliches Item einsetzen, wie ein Tornado oder eine Bombe. Das alles steuert sich in der Regel recht gut. Nur manchmal hat man das Gefühl nicht komplett die Kontrolle zu haben. Das liegt aber weniger an der Steuerung, sondern mehr an der Framerate.

 

Trotz der 2D 8bit Grafik kann das Spiel schon mit kreativen Arealen überzeugen. Wer gerne noch einmal in das Zeitalter eintauchen möchte, stört sich nicht groß daran, dass die Texturen mager und die Landschaft nun einmal nicht besser gestaltet werden kann. Aus den Möglichkeiten dieser Grafik holen die Entwickler aber fast alles heraus. Leider stockt das Spiel ab und zu schon einmal. Das kommt recht selten vor, kann aber zum Tode führen und ist dann besonders ärgerlich.

 

Die Musik im Spiel erinnert stark an alte Klassiker und geht teilweise nicht mehr aus dem Ohr. Sie trägt zum Spaß des Spiels bei und lässt einen den ein oder anderen Tod im Spiel verschmerzen. Hier ist wieder einmal ein Beispiel gegeben, dass der gute alte 8-bit Sound auch heute noch gut klingen kann. Schließlich summt man das Zelda Theme auch heute noch.

 

 

Kritik

 

Der Sprung auf die Konsole von Elliot Quest ist zwar gelungen, aber die Einbrüche der Framerate ist teilweise echt nervig. Eigentlich sollte die Wii U kein Problem mit dem Titel haben, aber alleine die lange Ladezeit vor dem Beginn lässt vermuten, dass die Programmierung nicht perfekt auf die Wii U Hardware abgestimmt ist. Dazu ist das Spiel lediglich auf Englisch spielbar. Ein deutscher Bildschirmtext wäre schon etwas sehr nettes gewesen. Dazu sieht das Spiel auf einem sehr großen Bildschirm leider nicht sehr gut aus, weil eben die Optik eher für ältere Geräte geeignet war.


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Fazit

Elliot Quest ist ein gutes 2D Adventure mit Rollenspielelementen, was Fans dieses Genre sicherlich anspricht. Wer sich durch viele Tode aber frustrieren lässt und Zelda II schon nicht gemocht hat, wird wohl keinen Spaß mit diesem Spiel haben. Auf alle anderen wartet ein spaßiges, forderndes Spiel, welches euch den ein oder anderen Fluch entlockt. Der Umfang ist nicht schlecht, allerdings ist der Preis in meinen Augen etwas hoch im Vergleich zu anderen eShop Titeln.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

68%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

16.04.2015

Developer

Ansimuz Games

Publisher

PlayEveryWare

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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