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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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IronFall: Invasion

Action

09.03.2015

Autor: Gunnar Schreiber

 

Seit fast genau 4 Jahren ist der Nintendo 3DS nun schon auf dem Markt, über 50 Millionen Mal wurde der Handheld bisher verkauft und es gibt bis heute quasi immer noch kein Vollpreis-Spiel für Fans von Ego- und Third Person Shootern. Kann mir mal bitte irgendwer erklären, wie es bei einer solchen installierten Hardwarebasis möglich sein kann, dass eines der populärsten Genres bis dato quasi auf der Konsole nicht existent ist? Lediglich zwei eShop Titel stillen zumindest etwas den Hunger darbender Genrefans: Moon Chronicles von Renegade Kid und eben Iron Fall Invasion von VD-Dev.

 

 

Die Story

 

In einer fiktiven Zukunft greift eine Alienrasse namens Dyxide, eine Maschinenrasse, die Erde an, unterwandert Regierungen und okkupiert ganze Landstriche. Als Spieler gehört man einer militärischen Spezialeinheit an, die sich den Aliens entgegenstellt. Die Geschichte ist klischeebeladen, sicherlich nicht der Grund, warum ihr das Spiel zocken solltet, aber unterhaltsam genug, um euch bei der Stange zu halten.

 

 

Das Gameplay

 

Iron Fall: Invasion ist ein Third Person Shooter, der von seiner Spielweise etwas an große Konsolentitel wie Gears of War erinnert. Die meiste Zeit seid ihr mit Jim Woper, ehemals Lieutenant des US Marine Corps unterwegs. Er besitzt eine spezielle Panzerung, die mehr Schaden einstecken kann, mag fette Wummen und räumt so richtig unter den Aliens auf. Aber auch wenn er gut gepanzert ist, solltet ihr eher Vorsicht walten lassen. Denn werdet ihr zu viel getroffen und seid dabei noch rennend unterwegs, kollabiert euer Kreislauf schneller als euch lieb ist und ihr startet am letzten Checkpoint von vorne.

 

Aber nicht umsonst habe ich bereits den Vergleich zu Gears of War gezogen. Denn auch in Iron Fall könnt und solltet ihr euch per Knopfdruck hinter Kisten verschanzen, an Wänden anlehnen etc. und aus der Deckung heraus agieren. Auch die Feinde suchen das Versteck und bewegen sich von Deckung zu Deckung. Sehr clever sind sie dabei nicht, aber auch nicht strohdumm, so dass sie gerade zu Mehreren durchaus eine Herausforderung sein können. Zumal es sehr unterschiedliche Gegnertypen gibt: Von einfachem Fußvolk über fliegende Drohnen bis zu fetten Eliteandroiden mit einem Energieschutzschild wird für einen Downloadtitel genügend Abwechslung geboten. Hier und da gibt es auch mal einen Endgegner.

 

In der Regel ist Jim zu Fuß unterwegs und auf sich alleine gestellt. In einer Mission muss er die Dyxide aber auch von einem fliegenden Hubschrauber aus ausschalten. Zwischendurch schlüpft ihr als Spieler in die Rolle von Samantha Finch, ehemals Detective beim NYPD. Sie ist quasi gar nicht gepanzert, kann demnach also viel weniger Schaden als Jim einstecken, was euch zu einem noch vorsichtigeren Vorgehen zwingt. Außerdem nutzt sie eher leichtere Waffen. Apropos Waffen: Da ist so ziemlich all der Standardkram dabei, den man so erwarten würde: Sturmgewehre, eine Pumpgun, Raketen- und Granatenwerfer etc.

 

Etwas Abwechslung von der Ballerei bieten kleinere Minispiele, bei denen ihr über den Touchscreen Bomben entschärfen, Computer hacken oder Schaltkreise überbrücken müsst. Alles ganz nett, wenn auch wenig spektakulär.

 

Das Abenteuer führt Jim und Samantha an verschiedene Orte der Erde. Ihr erkundet einen Vulkan, macht ein Hotel unsicher, verhindert eine Katastrophe in einem Kraftwerk oder säubert eine Fabrik. 5 bis 10 Stunden Spielzeit je nach Schwierigkeitsgrad und eurer Spielweise werden dabei locker geboten. Und wem das nicht ausreicht, der kann sich an den 78 extra Herausforderungen versuchen oder sich im Multiplayer austoben. Dazu später mehr.

 

 

Die Steuerung

 

Iron Fall profitiert definitiv von den Möglichkeiten des New 3DS! Die beiden extra Schultertasten werden sinnvoll für schnell rennen und nachladen genutzt. Der C-Stick dient genretypisch zum Drehen der Kamera. Allerdings braucht man da schon sehr viel Feingefühl, um richtig agil zu sein. Die Kamera komplett rumzudrehen ist im Vergleich zu einem richtigen Analogstick eher langsam. Um das auszugleichen, haben die Entwickler für die Helden eine Schnellumdrehfunktion ähnlich wie in den Resident Evil Spielen eingebaut. Im Großen und Ganzen geht das Abenteuer aber gut von der Hand.

 

 

Der Multiplayer

 

Im Multiplayer können bis zu sechs Spieler gleichzeitig online oder lokal antreten. Entweder geschieht das in der Form von Jeder gegen Jeden oder in verschiedenen Team Varianten, wobei sogar drei Zweierteams möglich sind. In einem „schnellen Match“ habt ihr dabei kaum Einfluss auf das Setting. Eröffnet ihr aber ein Match dürft ihr mehr Einstellungen bestimmen. Um den Anreiz noch etwas zu erhöhen, dürft ihr auch Spielwährung auf den Ausgang des Matches verwetten. Die Maps sind allesamt gut designt, wenn auch vielleicht teilweise etwas zu groß, wenn nicht sechs Spieler dabei sind. Generell muss sich zeigen, ob die Community auf Dauer groß genug sein wird, damit vernünftige Partien zustande kommen. Spaß macht der Multiplayer allemal!

 

 

Die audiovisuelle Umsetzung

 

Technisch gesehen ist Iron Fall beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Spiel von gerade einmal drei Entwicklern hergestellt wurde. Die Texturen sind plastisch, die Effekte sehenswert und trotzdem läuft das Geschehen immer butterweich über den Bildschirm. Allerdings merkt man dann doch recht schnell, dass die grafische Qualität sich etwas durch eine extrem interaktionsarme Umgebung erkauft wurde. Es gibt keine Einschusslöcher, nichts lässt sich kaputtschießen oder physikalisch manipulieren. Ich bin mir sicher, dass die Engine das locker leisten könnte. Dabei handelt es sich wohl eher um einen Kompromiss, den die Entwickler aufgrund ihrer Teamgröße eingehen mussten.

 

 

Die Meckerecke

 

Neben der interaktionsarmen Umgebung krankt das Spiel vor allem an der generellen Ideenarmut. Alles ist grundsolide bis gut, aber nie herausragend. Alles hat man schon mal gesehen, gespielt, gemacht. Ein erfahrener Game Designer hätte dem Projekt definitiv gut getan!

 

 

Wir danken Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Aus Mangel an Alternativen avanciert Iron Fall: Invasion zum Pflichtkauf für alle Fans des Genres. Vor allem, wenn ihr Besitzer des New 3DS seid, da die zusätzlichen Tasten gut genutzt werden. Das Gameplay und die Story sind zwar ausgelutscht, aber dennoch grundsolide. Der Multiplayer macht ebenfalls vieles richtig. Aber auch hier solltet ihr keine Offenbarung erwarten. Dennoch, wenn man bedenkt, dass das Spiel von nur drei Entwicklern hergestellt wurde, dafür noch einen beachtlichen Umfang und eine mehr als sehenswerte Grafik bietet, ist der eShop-Titel durchaus zu empfehlen. Zudem gibt es eine Demo, wo ihr die erste Mission der Kampagne sowie eine Karte des Multiplayers ausprobieren dürft. Das solltet ihr auf jeden Fall machen, wenn ihr auf das Genre steht!

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

13.02,15

Developer

VD-Dev

Publisher

VD-Dev

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

2-6

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-6



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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