Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii U eShop

< zurück

Shantae and the Pirate's Curse

Action Adventure

25.02.2015

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Shantae ist wieder da!

 

Mittlerweile zum dritten Mal kommt der Halb-Djinni Shantae zum Einsatz auf einer Nintendo-Konsole, dieses Mal jedoch im Doppelpack. Der dritte Teil ist nämlich gleichzeitig auf der Wii U und dem 3DS im Nintendo eShop erschienen. Da sich die beiden Spiele fast wie ein Ei dem anderen gleichen, unterscheiden sich meine Testberichte bis auf wenige Nuancen auch nicht. Das Fazit ist allerdings individuell geschrieben. Und damit steigen wir ein:

 

Seit Shantae am Ende vom zweiten Teil, in dem ihre Erzfeindin Risky ein zweites Mal angegriffen aber am Ende dennoch verloren hat, ein Mensch ist, hat sie jede Nacht denselben Traum. Sie sieht eine einsame Insel und hört eine gruselige Stimme. Dass es sich dabei um eben jenen Piraten handelt, der vor langer Zeit unter anderem von Shantaes Mutter besiegt und versiegelt wurde, weiß sie am Anfang noch nicht. Ist auch erst mal egal, denn an diesem Morgen wird ihre Heimatstadt von Ammo Baron angegriffen. Shantae schreitet ein, obwohl sie nur ein Mensch und damit nicht mehr der Schutzpatron der Stadt ist, fühlt sie sich dennoch verantwortlich.

 

Was sie jedoch nicht weiß: Der Baron hat die Stadt in einem Tauschgeschäft rechtmäßig erworben, darf also machen was er will. Weil Shantae ihn zurück schlägt, wird sie verurteilt. Das Urteil: Ihre Haare – gleichzeitig auch ihre stärkste Waffe – sollen ab. Bis das Urteil vollzogen wird, bekommt sie Hausarrest. Doch während sie sich zu Hause bei einem Bad entspannt, erscheint plötzlich Risky, die Shantae erst verurteilt und dann dreist um Hilfe bittet. Die Stimme, die sie in ihrem Traum hört gehört zu Riskys altem Meister, dem Pirate Master, der nun wiederauferstehen will. Das zu verhindern, obliegt natürlich Shantae und damit dem Spieler.

 

Gemeinsam bereisen die beiden nun nacheinander fünf Inseln, wo Shantae eine Stätte des Bösen vernichten muss, um den Pirate Master daran zu hindern, zurück zu kommen. Risky stellt dabei nur das Boot zur Verfügung, den Rest muss der Spieler alleine erledigen. Am Ende jeder Insel findet Shantae eine neue Karte, mit der nächste Insel gefunden werden kann. Aber reicht es wirklich, die fünf Stätten zu zerstören?

 

 

Gameplay: 2D in Perfektion!

 

Ganz ehrlich: Wie schon beim Vorgänger ist das Gameplay nahezu perfekt. Ich habe selten ein Spiel gespielt, dass sich so rund und flüssig anfühlt. Man läuft mit der Heldin von links nach rechts (oder andersrum) und steuert sie mit dem Steuerkreuz oder dem linken Analogstick. Anfangs kann sie nicht viel mehr, außer mit Y ihre Haare als Waffe einzusetzen und mit B zu springen, das ändert sich aber bald. Da sie keine Magie mehr hat, gibt es dieses Mal jedoch keine Verwandlungen.

 

Auf jeder Insel muss zunächst einmal die Stätte des Bösen gefunden werden, dazu ist es häufig auch nötig, zu bereits bekannten Orten zurückzureisen, um dort etwas zu holen. Ein Beispiel: Man trifft relativ am Anfang auf einen altbekannten Gegner, der etwas unternehmen will. Später braucht man dann etwas, das dieser Gegner anzubieten hatte, um ein Gefährt reparieren zu lassen. Man reist also zwischen den fünf Inseln auch ein wenig hin und her, um die Stätten des Bösen zu finden. Es handelt sich also nicht um ein Jump 'n Run, sondern eher um ein Action-Adventure mit RPG-Elementen.

 

In einer Stätte des Bösen läuft es wie in den von Zelda bekannten Dungeons: Man löst Rätsel, muss Schlüssel finden, um Türen zu öffnen und am Ende einen Boss bekämpfen. In jeder Stätte findet man außerdem einen von Riskys alten Ausrüstungsgegenständen, die Shantae dann stärker machen. So zum Beispiel einen Hut, mit dem sie schweben kann, Stiefel, mit denen sie schnell rennen kann und eine Pistole mit der sie schießen kann. Insgesamt gibt es fünf dieser Gegenstände. Aber sie helfen Shantae nicht nur weiter, sie machen auch weitere Areale zugänglich.

 

Um 100% zu erreichen, gibt es 32 Herztintenfische und 20 Magie-Teile zu finden, die teils gar nicht und teils extrem gut versteckt sind. Aus jeweils vier Herztintenfischen kann man Shantae ein neues Herzteil machen lassen, so dass sie von anfangs zwei auf insgesamt 10 Herzen kommen kann. Wozu die Magie ist, möchte ich nicht verraten, nur dass man sie alle finden sollte. Man kann also nicht blindlings durch die Areale hetzen, sondern muss auch die Augen auf halten und teilweise die Orte auch mehrfach be- bzw. durchsuchen.

 

Das war bei Shantae schon immer so, Backtracking ist ein Teil des Spielprinzips. Durch die vielen Inseln ist das aber hier noch weniger störend als in den Vorgängern. Außerdem hat man auf dem unteren GamePad eine Karte, die dabei hilft, geheime Orte zu finden. Außerdem macht das Spiel – wie schon gesagt – so viel Spaß, dass es eh nicht lange genug sein kann. Ich habe die Versionen für Wii U und 3DS parallel gespielt und mir wurde es nicht langweilig, auch wenn ich teilweise wirklich gleichauf lag, also innerhalb weniger Minuten zum Beispiel denselben Dungeon zwei Mal gespielt habe. Es macht einfach Spaß. Apropos zweiter Bildschirm. Da dieser bei beiden Konsolen einen Touchscreen hat, lässt sich das Spiel auch so bequem steuern. Man kann über diesen zweiten Bildschirm zum Beispiel Items in Kämpfen einsetzen, einen Blick auf die Karte werfen oder im Inventar schauen, was man so bei sich trägt. Oft gibt das Hinweise auf das nächste Ziel.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Die Grafik des Titels ist absolut atemberaubend. Auf der Wii U fällt zwar sehr viel stärker als auf dem 3DS auf, dass die Texturen nicht besonders hochauflösend sind; es wirkt alles sehr verpixelt. Das ist schade, denn die HD-Version von Mighty Switch Force hat in meinen Augen sehr gut gezeigt, wie toll ein solcher Style auch in HD wirken kann. Versteht mich nicht falsch, es sieht trotzdem noch toll aus und versprüht auch einen gewissen Retro-Charme, aber dennoch ist es auf dem Nintendo 3DS vor allem wegen des 3D-Effekts wesentlich hübscher. Es ist eher gemacht für einen kleineren Bildschirm, das fällt vor allem dann auf, wenn man es mal nur auf dem GamePad spielt. Das ist übrigens nicht zu empfehlen, da dann der schöne Direktzugriff auf alle Items und die Karte verloren geht.

 

Die Musik ist eine ohrenweide. Orientalische Klänge, viel Abwechslung, optimale Untermalung der jeweiligen Szenen. Für einen Download-Titel kann man sich nicht mehr wünschen. Außer vielleicht etwas mehr Stimme, denn bis auf wenige Ausrufe sind alle Charaktere leider komplett stumm. Ich bin mir sicher, dass hier ein wenig mehr noch für sehr viel mehr Lacher und Abwechslung sorgen würde, aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau.

 

Am Umfang gibt es fast nichts zu kritisieren. Ich habe zwar gemerkt, weil ich es parallel auf beiden Konsolen gespielt habe, dass man sehr viel schneller ist, wenn man weiß was man tun muss, aber das weiß man ja normalerweise nicht. Auf dem 3DS, wo ich immer ein bisschen vorne lag und daher nicht vom Wissensvorsprung profitiert habe, habe ich den Abspann mit 100% nach etwas über acht Stunden gesehen. Ohne Geheimnisse suchen zu müssen oder nicht zu wissen, wo ich als nächstes hin muss, hab ich auf der Wii U etwa sieben Stunden gebraucht. Beide Zeiten sind aber für einen Download-Titel mehr als in Ordnung. Vor allem, da die Zeit extrem viel Spaß gemacht hat – und das gleich zwei Mal.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Shantae and the Pirate’s Curse ist wie schon seine beiden Vorgänger ein richtig geniales Spiel. Es hat eine tolle Geschichte mit viel Humor, bietet viel Abwechslung und mehr als ausreichend Spielzeit, sieht gut aus und hört sich gut an. Das erste Mal auf einer Heimkonsole hat auch sehr gut geklappt, was aber vor allem daran liegt, dass die Wii U durch das Gamepad die gleichen Möglichkeiten bietet wie der 3DS. Ohne Direktzugriff auf Karte und Items wäre ein deutlicher Unterschied für mich spürbar gewesen. Da ich die Retrografik auf einem großen Fernseher nicht ganz so gelungen finde wie auf dem kleinen Handheld, gefällt mir die 3DS-Version unterm Strich etwas besser, aber einen echten Unterschied haben die beiden Spiele nicht. Unterm Strich bleibt also alles beim Alten: Mit Shantae kann man(n) nichts verkehrt machen, das Spiel ist ein Absoluter Pflichttitel, egal für welche Konsole. Mir hat es sogar sehr viel Spaß gemacht, ihn zwei Mal gleichzeitig zu spielen und das will schon was heißen!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

90%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.02.2015

Developer

Way Forward

Publisher

Way Forward

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes