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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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How to survive

Action

30.07.2014

Autor: Marc Müller

 

Dass es bei der Wii U ein Manko an USK 18 Titeln gibt wird wahrscheinlich jeder bestätigen. Denn auch wenn man kein Freund von Shooter- Splatter- oder Metzelsoftware jeglicher Art ist, auf allen anderen Konsolen und selbstredend auf dem PC gibt es deutlich mehr Auswahl. So verwundert es nicht, dass sich How to survive ziemlich lange in den Top 20 der Download Charts halten konnte, obwohl er quasi kaum beworben wurde und die Versionen auf anderen Plattformen auch keine Glanzwertungen eingefahren haben. Der Hunger nach “erwachsener Software“ ist da, besonders bei der aktuell immer noch massentauglichen Zombie-Welle.

 

 

Dead Island trifft Die Sims

 

Bei How to survive geht es nicht um klassische Ballerkost in einem dystopischen Zombie Gewand, so wie es gerade sehr viele Titel (erfolgreich) versuchen. Das Spiel bietet interessante Ansätze und versucht euren plötzlichen Aufenthalt als Schiffbrüchiger möglichst realistisch wiederzugeben. So strandet ihr erstmal “ohne alles” auf der Insel.

 

Nach und nach findet ihr aber nicht nur primitive Waffen, sondern auch viele andere Items und Grundnahrungsmittel. Ein etwas dubioser und scheinbar schon alteingesessener Inselbewohner mit osteuropäischem Akzent (warum eigentlich?) taucht gelegentlich als euer Mentor auf und steht euch mit Tipps und Ratschlägen zur Seite.

 

So erlernt ihr das Zusammenbauen von schlagkräftigen Waffen und seht die Notwendigkeit von Grundbedürfnissen wie Essen, Trinken oder schlafen. Ihr müsst euch also nicht nur um die zombieähnlichen Gegner kümmern, sondern auch noch eure Bedürfnisse im Auge behalten, wenn ihr überleben wollt. Dazu gibt es auch noch einen Tag/Nacht Wechsel. Nach Sonnenuntergang gibt es neben der düsteren Atmosphäre auch einen speziellen Gegnertypus, darüber hinaus solltet ihr auf ausreichende Beleuchtung achten, wenn ihr nicht zu früh dahinscheiden wollt.

 

 

Gruselige Stimmung – moderige Technik

 

Die vielen durchdachten und stimmungsvollen Punkte wie die Bastel-Fähigkeit, das Ressourcen-Management oder versteckte Nebenmissionen machen das Spiel, insbesondere in diesem Genre, interessant. Andererseits wird vieles von der Technik kaputt gemacht. Da wäre zum einen die starre Kameraführung, die stets aus der Vogelperspektive auf euch gerichtet ist und die sich kaum beeinflussen lässt. Die etwas unscharfe Hack & Slay artige Spielsteuerung passt zwar dazu, birgt allerdings einiges an Ungenauigkeit, vor allem wenn etliche Gegner auf euch zurennen und an eurem Fleisch nagen wollen.

 

Auch grafisch setzt das Spiel bei weitem keine Akzente. Die Auflösung ist recht pixelig und das Leveldesign der Inseln bietet nur sehr wenig Abwechslung. Die verschiedenen Gegnertypen lassen sich an einer Hand abzählen und bleiben - ähnlich wie die soundtechnische Untermalung - unspektakulärer Durchschnitt. Trotzdem, mit How to survive kann man, wenn man sich auf das Konzept einlässt, auch viele Stunden Spaß haben. Dafür sorgen nicht zuletzt einige lustige Ideen wie etwa die kurzweiligen Tutorialfilmchen oder die Erfahrungspunkte-Preisfragen in den Ladepausen. Ihr seht, How to survive ist ein zweischneidiges Schwert.

 

 

Als Schiffbrüchiger bleibt man offline

 

Im Gegensatz zu den anderen Versionen wurde bei der Wii U-Version wieder mal abgespeckt. Einen Online-Modus hat man komplett gestrichen. Ihr könnt allerdings alternativ mit einem Freund einen offline Koop-Modus auswählen. Dabei steuert euer Mitspieler seinen Charakter mit dem Classic-Controller. Das ganze stellt sich als etwas umständlich heraus, insbesondere wenn ihr euch an die Steuerung via GamePad gewöhnt habt. Diese ist nämlich durchaus gelungen, da ihr u.a. die Karte und eure ganzen gesammelten Gegenstände übersichtlich auf dem Touchscreen liegen habt. Neben dem Koop-Modus gibt es noch ein paar Herausforderungen. Bei den Challenges geht es allerdings eigentlich nur darum, möglichst schnell von Punkt A nach B zu kommen. Einen wirklichen Mehrwert bietet dieser Modus meiner Meinung nach nicht.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

How to survive tritt leider in die Fußstapfen vieler Spiele. Zunächst einiges an guten Ideen, aus denen aber dann eine Umsetzung mit deutlichen Mängeln wird. Das Setting des Spiels wird doch recht schnell trist, Grafik und Perspektive sind suboptimal, dazu gibt es wenig Story und Gegnertypen. Trotzdem kann das Spiel auch viele Stunden Spaß machen. Für Genrefans und Freunde des Themas ist die recht preisgünstige Software somit durchaus interessant und einen Blick wert.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

68%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

EKO Software

Publisher

505 Games / Nintendo

USK Freigabe

18+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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