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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Child of Light

RPG

05.06.2014

Autor: Matthias Küpper

 

 

Das Kind des Lichts

 

Im neusten Rollenspiel von Ubisoft, welches für die Wii U als Downloadtitel erschienen ist, begeben wir uns auf eine Reise in das geheimnisvolle Lemuria. Ubisoft Montréal verspricht uns ein märchenhaftes Spiel, welches eine ungewöhnliche Reise für den Spieler bereit hält. Wir sollten also alle unseren Proviant packen und dann geht es auch schon los.

 

 

Erwachen in Lemuria

 

Die schwarze Königin Umbra hat aus Lemuria Sonne, Mond und Sterne gestohlen. Ohne das Licht der Himmelskörper steht dem Land voller Fabelwesen eine dunkle Zukunft bevor. Doch dann erwacht Aurora eines Nachts auf einem Altar. Zuerst hält sie diese seltsame Welt für einen Albtraum, aus dem sie nur zu erwachen braucht. Noch ahnt sie nicht, welches teuflische Werk die böse Königin plant. Ihr Vater liegt im Sterben und von ihrer Mutter fehlt jede Spur.

 

Ängstlich wagt das kleine Mädchen die ersten Schritte durch diese dunkle und abstoßende Welt. Schon bald trifft sie auf ein Glühwürmchen, welches ihr zu Hilfe eilt. Es stellt sich als Igniculus vor und führt Aurora zu einem Kloster. Kurz darauf gibt es auch ein Schwert, mit dem Aurora jetzt auch gegen die ersten Feinde bekämpfen muss.

Im Kloster erfährt sie dann ihre Aufgabe als Kind des Lichts. Sie muss die böse Königin Umbra aufhalten und gleichzeitig Sonne, Mond und Sterne retten, um wieder Licht nach Lemuria zu bringen. Außerdem erfährt die junge Prinzessin, dass sie ihre Krone nie ablegen darf, da sie sie vor dem Bösen schützt. Von einer alten Dame bekommt sie eine Flöte geschenkt, deren Melodie alle Traurigkeit vergessen macht. So schöpft sie neue Hoffnung, obwohl ihr geliebter Vater im Sterben liegt und sein Königreich vor einer Katastrophe steht.

 

Außerdem bekommt sie schon bald Hilfe von den Bewohnern Lemurias, die ebenfalls Probleme haben. Nach und nach hilft die junge Aurora den Fabelwesen und knüpft so neue Freundschaften. Es ist eine richtige Entwicklung zu erkennen, denn am Anfang ist sie nur ein ängstliches Mädchen.

 

Trifft sie auf Gegner, so beginnt das so genannte „Active Time Battle-System“, welches dem aus Final Fantasy VII z.B. ähnelt. Besonders an dem Kampfsystem ist, dass man durch Igniculus die Gegner durch das Licht verlangsamen kann. Genauso kann dieser aber auch einen selbst heilen. Doch sobald die Leiste leer ist, müsst ihr entweder warten, bis sich diese wieder auffüllt oder ein paar Lichttropfen von den Blumen holen. Diese füllen dann auch das Leben und die Magiepunkte auf. Aurora kann mit einem weiteren Gefährten den Kampf antreten. Diese unterscheiden sich aber in ihren Fähigkeiten, weshalb der Spieler sie jederzeit wechseln kann. Hat man eine Aktion ausgewählt, so braucht diese noch ein bisschen Zeit. In dieser Phase sollte man nach Möglichkeit nicht angegriffen werden, da die Aktion abgebrochen wird und der Charakter zurückgeworfen wird. Genauso kann man aber auch die Gegner zurückwerfen. Auf diese Weise vereinfacht sich der Kampf erheblich, wenn man Igniculus richtig einsetzt.

 

Zudem findet man auf der Reise in zahlreichen Schatztruhen Oculi, die auch fusioniert werden können, um noch stärker zu werden oder eine andere Eigenschaft zu erhalten. Diese können ein bestimmtes Element verstärken. Da jedes Monster eine Schwäche hat, sollten die Charaktere und Elemente entsprechend eingesetzt werden. So macht man deutlich weniger Schaden oder kann durch einsetzen eines Oculi auch den Schaden an sich selbst verringern. Es sollte aber vermieden werden, mit Blitzschaden einen Gegner anzugreifen, der dagegen resistent ist.

 

Steigt der Charakter einen Level auf, bekommt er einen Fähigkeitspunkt. Dieser lässt sich auf einem Brett für bestimmte Sachen einlösen. So bekommt die Person neue Angriffe oder das Leben, die Verteidigung oder der Angriffswert verbessern sich. Genauso verbessern sich aber später auch die Attacken, wodurch diese mehr Schaden machen. Es bleibt den Spieler selbst überlassen, ob er einen von drei Zweigen zuerst zu Ende führt oder alle ausgewogen verbessert.

 

In den einzelnen Gebieten Lemurias gibt es auch viel zu entdecken. Zahlreiche Schatztruhen warten darauf, geöffnet zu werden. Genauso gibt es auch hier Pflanzen, an denen sich das Licht sammelt. Trifft man auf diese muss man das Licht in der richtigen Reihenfolge einsammeln, um Lebenpunkte und Magiepunkte wiederherzustellen. Genauso gibt es aber auch Sternenstaub, der einen speziellen Wert dauerhaft erhöht. Der Spieler muss hier entscheiden, welchen Charakter er dadurch verbessern möchte.

 

Da Aurora ein Kind des Lichts ist, kann sie auch fliegen, nachdem sie mit der alten Dame gesprochen hat. Dadurch kann man die Welt sehr frei erkunden. Orte die vorher unerreichbar schienen, können erkundet werden. Hier und dort fliegt dann sogar ein Zettel durch die Luft, auf dem ein Bekenntnis steht. Dazu gibt es hin und wieder einmal ein Rätsel, die er mit der Hilfe von Ignuculus' Licht lösen könnt. Sehr schwer sind diese nicht, aber sie stören auch nicht. Genauso müssen Kisten verschoben werden, um Schalter dauerhaft zu aktivieren. Hauptsächlich sind es Rätsel, die man irgendwo anders schon gesehen hat.

 

Insgesamt kommt das Spiel etwa auf zwölft Spielstunden für die Geschichte. Wollt ihr aber alles entdecken und das maximale Level erreichen, können gut und gerne noch drei oder mehr Stunden dazu kommen. Die Spielschwierigkeit lässt sich jeder Zeit ändern. Wenn euch die Kämpfe also zu leicht oder zu schwer sind, könnt ihr in den Optionen daran etwas ändern. Da das Spiel aber nach jedem Kampf oder Fund automatisch abspeichert, ist es auch nicht schlimm, wenn Aurora ihre Lebensenergie verliert. Hier ist das Spiel sehr fair und fast schon zu einfach.

 

Ähnlich wie in Super Mario Galaxy kann Igniculus auch von einem Freund gesteuert werden. Da dies aber nur ein nettes Extra ist und jeder selbst entscheiden sollte, ob er das möchte, fließt es nicht in meine Wertung ein für einen Multiplayer ein.

 

 

Fliege durch die Lüfte

 

Zuerst einmal ist es wichtig, dass für Child of Light das Spielen mit dem GamePad verpflichtend ist. Nur darüber lässt sich Aurora steuern. Sofern man alleine spielt, macht das auch großen Sinn, da man sowohl Aurora als auch Igniculus steuert. Aurora lässt sich durch den linken Analogstick steuern. Igniculus lasst ihr mit dem rechten durch die Luft schweben. Sofern ihr eine Aktion ausführen müsst, macht ihr das mit Y. Mit A oder B springt Aurora oder fängt an zu fliegen. In der Luft beschleunigt sie sich dazu auch kurz. Im Kampfmodus kann Igniculus wiederum durch die Luft gesteuert werden. Mit dem ZL wird er zum Leuchten gebracht und mit L bringt ihr ihn zum Rasen. Sollte man zurückwollen geschieht dies über B. Die Steuerung kann aber auch jeder Zeit unter Optionen im Menü nachgeschlagen werden, welches über + erreichbar ist.

 

Solltet ihr in Koop spielen, übernimmt die Rolle von Igniculus der Spieler mit der Wii Fernbedienung. Auf dieser steuert sich das Glühwürmchen mit dem Steuerkreuz. Leuchten kann man mit der 2 Taste und Rasen mit 1. Durch A kann er Truhen öffnen oder Schalter benutzen. Das alles funktioniert sehr gut lässt sich gut einprägen. Wobei mir persönlich die Koop-Steuerung über das Steuerkreuz nicht so zusagt.

 

 

Ein Märchen für jung und alt

 

Child of Light glänzt mit einem wunderschönen gezeichneten Grafikstil, der mit viel Liebe und Herzblut entworfen wurde. Es ist dem Spiel anzumerken, wie viel Mühe sich die Entwickler gemacht haben, die Welt von Lemurai mit Leben zu füllen. Zuerst ist es eher dunkel, aber später hat man auch farbenfrohe Gebiete, in denen sich das Land von der schönsten Seite zu zeigen scheint. Alles ist sehr abwechslungsreich und gleichzeitig auch detailliert. Das Spiel verfügt sogar über eine deutsche Sprachausgabe. Leider wurde aber nur die Stimme der Erzählerin vertont. Alles andere ist leider nur zu lesen, was besonders bei den Gesprächen zwischen Igniculus und Aurora nicht von Vorteil ist, da diese manchmal zu schnell und plötzlich auftauchen. Auffällig ist auch, dass nach Möglichkeit versucht wurde, die Geschichte in Reimform zu erzählen. Das ist auch in der deutschen Sprache recht gut gelungen. Es war sicherlich nicht einfach, diese Übersetzung zu schreiben, aber sie ist durch und durch gelungen. Die Charaktere sind alle auf ihre Art und Weise ansprechend und man schließt sie schon bald ins Herz.

 

Die wunderschöne Musik verhilft dann auch noch dem Spiel eine wundersame Atmosphäre aufzubauen. Beim Spielen kann man also voll und ganz in das Abenteuer eintauchen. Obwohl es nicht wirklich viele Stücke gibt und sich dadurch Melodien oft wiederholen, kann man diese auch einfach nicht oft genug hören. Dazu kommt dann noch das Spiel mit Licht und Schatten. Immer wieder findet man Geheimnisse nur mit der Hilfe von Igniculus Licht. Zwar wiederholen sich immer Mal wieder die Gegner, die dann einfach nur ein anderes Element haben, aber von diesen gibt es auch genug. Deshalb ist die Präsentation des Spiels sehr gut gelungen. Selbst nach ein paar Tagen, ohne Child of Light gespielt zu haben, konnte ich wieder in die Welt eintauchen.

 

 

Kritik

 

Es gibt nicht wirklich viel an dem Spiel zu kritisieren. Vielleicht sind die Rätsel ein bisschen zu leicht und eine volle Sprachausgabe hätten dem Spiel sicherlich auch geholfen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass das Spiel auch für jüngere Spieler gedacht ist, die auch in den vollen Genuss des Spiels kommen sollen. Das merkt man der Geschichte auch an. Sie hat etwas von einem Märchen. Dazu ist der Koop-Modus zwar nett, aber ich weiß nicht, ob es so großen Spaß macht die ganze Zeit Igniculus zu spielen. Doch ansonsten gibt es nur Kleinigkeiten, die man dem Spiel ankreiden könnte.


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Fazit

Bevor ich Child of Light angefangen habe, hatte ich mich überhaupt nicht über das Spiel informiert. Als ich es dann anfing zu spielen, wusste ich recht schnell, dass ich die Ehre habe, einen Toptitel zu spielen. Das Spiel hat mich von der ersten Minute begeistert und bis zum Ende hatte ich sehr großen Spaß. So großen Spaß, dass ich sogar überlege, dass Spiel noch einmal neu anzufangen mit stärkeren Monstern und den alten Fähigkeiten. Das Spiel ist aber nicht nur etwas für Fans des Genre RPG. Es sollte sich jeder einmal anschauen, außer man hat überhaupt keinen Spaß daran in vielen Kämpfen gegen Monster zu bestehen. Dennoch ist das Spiel bisher das beste eShop-Spiel und es ist mit dieser fantastischen Welt einfach jeden Cent wert. Doch da es im Genre Rollenspiel nichts bahnbrechendes einführt ist es eben „nur“ ein sehr gutes Spiel.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

89%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

30.04.2014

Developer

Ubisoft Montréal

Publisher

Ubisoft Montréal

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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