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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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F1 Race Stars Powered Up Edition

Rennspiel

25.02.2014

Autor: Matthias Küpper

 

Powered Up?

 

Der eine oder andere weiß vielleicht, dass F1 Race Stars bereits 2012 für die Konkurrenz erschienen ist. Nun schafft es der Titel endlich auf die Wii U. Immerhin enthält das Spiel nun alle DLC, weshalb wir direkt mit 15 Strecken an den Start gehen können. Deshalb könnt ihr euch auch so schon in Kanada, Valencia, China und Indien austoben. Allerdings wurde auch der Onlinemodus gestrichen. Warum Codemasters sich dafür entschieden hat, ist nicht verständlich. Es wäre sicherlich spaßig gewesen, gegen elf andere Fahrer online anzutreten. Deshalb verdient diese Version den Namenszusatz "Powered Up Edition" nicht so ganz. Genauso beinhaltet es noch die Lizenz von der Saison von 2011, was aber auch bedeutet, dass mehr deutsche Fahrer vertreten sind.

 

 

Ab auf die Kartstrecke

 

Auf den ersten Blick erinnert das Rennspiel stark an Mario Kart. Denn genau wie im Fun Racer von Nintendo kann man gegnerischen Fahrer mit Items abschießen oder durch diese einen Geschwindigkeitsboost ergattern. Eine Rakete ist auch vorhanden. Zusätzlich gibt es aber auch noch einen Teleporter, der einen weit nach vorne bringt.

Anders ist aber, dass es nicht immer darum geht, möglichst weit vorne ins Ziel zu kommen. So muss man zum Beispiel Trophäen aufsammeln oder im Slalom Tore durchfahren, um eine gewisse Punktzahl zu erreichen. Hat man diese erreicht, ist man automatisch auf dem ersten Platz. Die Plätze danach werden über die Punktzahl vergeben. Interessant ist auch das Auftankrennen, in dem es darum geht, mit möglichst wenig Benzin im Tank zu fahren, da man so am schnellsten ist. Man darf aber auch nicht mit leerem Tank stehen bleiben.

Wird man getroffen, bekommt das Fahrzeug Schaden und wird ebenfalls langsamer. Zum Glück gibt es aber mehr als eine Boxengasse pro Runde, in der man sich reparieren kann. So wird es als Erster aber noch frustrierender, wenn man von allen anderen abgeschossen wird, da man gut und gerne auch mal auf Platz acht durchgereicht wird.

Ein Safety Car gibt es auch, aber seltsam ist daran, dass man trotzdem überholen kann oder überholt werden kann. Eigentlich ist das nicht der Sinn eines Safety Car und als Erster auch hier wieder sehr frustrierend. Genauso ätzend ist es, dass man durch die Teleportation plötzlich einen Kontrahenten ganz weit vor sich hat, ohne das man ihn gesehen hat.

Kers darf natürlich auch nicht fehlen. Dies kann aber nur in gewissen Bereichen eingesetzt werden. Um volle Ausbeute zu bekommen, muss man kurz vom Gas geben, wenn man eine Stufe erreicht hat, um die nächste aufzuladen. Insgesamt gibt es drei Stufen, die entscheiden, wie groß der Boost ausfällt. Driften kann man aber nicht. Weshalb es gut und gerne vorkommt, dass man mal die Bremse verwendet.

Der wichtigste Modus ist die Karriere. In dieser könnt ihr in 30 Meisterschaften antreten, die mit den verschiedenen Renntypen durchmischt sind. Am Ende der zwei bis vier Strecken solltet ihr von den Punkten auf den höchsten Platz sein. Toll ist hier, dass ihr auch mit drei Freunden zusammen fahren könnt. Ansonsten gibt es noch Zeitfahren und ein normales Rennen. Auch diese könnt ihr zu viert spielen.

Zur Auswahl stehen aber nicht nur die Fahrer aus der Saison 2012, sondern auch vier weitere Bonusfahrer aus der Rennszene. Jedes Team hat eine besondere Fähigkeit. So kann Redbull im Windschatten einen Boost erhalten, während Mercedes das Blasenitem verstärkt.

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel bietet eine nette, spaßige Optik, die auch Kinder begeistern kann. Es ist halt ein typischer Funracer für die gesamte Familie. Ansonsten bietet das Spiel aber jetzt keine überragende HD Grafik. Hier kann das Spiel vermutlich mit Mario Kart 8 nicht mithalten.

Die Gestaltung der Strecken hingegen ist gelungen. Sie sind abwechslungsreich und enthalten trotzdem Elemente der wahren Rennstrecken. So enthält die Boxengasse in Abu Dhabi am Start auch den bekannten Tunnel. Der Sound ist ganz nett, geht aber nicht ins Ohr. Nett ist aber, dass die deutschen Fahrer auch mal etwas auf Deutsch sagen. Außer ein paar Wörtern gibt es aber keine Sprachausgabe. Auch bei diesem Spiel habt ihr wieder die Möglichkeit, entweder nur auf den Gamepad oder mit dem TV zu spielen. Da muss aber jeder selber entscheiden, was für ihn besser ist.

Steuern lässt sich das Spiel beim Gamepad mit Bewegungssteuerung, indem man es wie ein Lenkrad hält oder auf die klassische Art und Weise. Da hier eine genaue Lenkung wichtig ist, bevorzuge ich aber letztere Möglichkeit. Mit ZR gebt ihr Gas und mit ZL könnt ihr Bremsen. Wie oben erwähnt, muss man diese Taste sogar im Spiel verwenden, wenn man als erster im Ziel sein möchte. Ansonsten benutzt ihr X und Items abzufeuern und mit Y schaut ihr nach hinten. Sowohl mit dem Steuerkreuz als auch mit dem linken Stick könnt ihr lenken.

Für alle anderen gibt es eine genauso große Auswahl an Steuerungsmöglichkeiten wie bei Mario Kart. Auch hier gilt wieder, dass sich jeder die suchen sollte, die ihm am besten passt. Ich persönlich bevorzuge die Variante Wii Remote und Nunchuk. Die Steuerung ist allgemein gut umgesetzt und steuert sich gut. Man muss sich nur ein wenig daran gewöhnen, dass man nicht driften kann. Die Bewegungssteuerung ist für mich allerdings nichts.

 

 

Multiplayer

 

Wie oben schon erwähnt, kann man sowohl die Karriere als auch die normalen Rennen mit vier Spielern spielen. Leider ist der Onlinemodus vollkommen entfallen. Grundsätzlich lässt sich deshalb nicht viel zum hierzu sagen, da die Modi mit den Einzelspielermodi identisch sind. Anders ist halt nur, dass man nun zu vier die Chance auf die Trophäe hat und man sich gegenseitig um die Plätze vorne streiten kann.

 

 

Kritik

 

Wie oben schon erwähnt, ist das Safety Car vollkommen falsch eingesetzt. Entweder man darf dort gar nicht überholen oder man lässt es ganz raus. Eine Itemsperre wäre hier etwas interessantes gewesen. Besonders als erster ist es frustrierend, weil man gefühlt langsamer fährt als alle anderen.

Genauso ist das Balancing der Items nicht vorhanden. Die Teleportation sollte einem nicht einen riesigen Vorsprung auf den vorherigen ersten einheimsen. Der Schaden sorgt dazu noch für größeren Frust. Man wird als erster quasi doppelt bestraft. Zwar bringt das auch wieder taktische Elemente, aber wenn man drei Mal direkt hintereinander einen drüber bekommt und am Ende nur noch Achter ist, wirkt das Spiel schon arg frustrierend.

Ansonsten ist das weglassen des Onlinemodus ein sehr großes Manko. Gerne hätte ich auch mal Online gegen elf andere Spieler oder sogar mehr gespielt. Möglich wäre es gewesen und Fahrer sind ja auch genug da.


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Fazit

F1 Race Stars Powered Up Version ist ein sehr spaßiger Funracer, in welchem der Erfolg leider auch sehr vom Glück abhängt. Wer noch auf Mario Kart 8 wartet, macht hier aber sicherlich nichts falsch, da das Spiel im eShop nicht zum Vollpreis angeboten wird (24,99 Euro). Leider fehlt aber der Onlinemodus, der in den anderen Version vorhanden ist. Die Auswahl an Fahrern ist groß und die 15 Strecken sind sehr verschieden. Der Gesamteindruck ist solide und wenn man über die unfaire Items hinwegsieht, ist es aber ein sehr spaßiger Racer, dessen Karriere-Modus auch durch unterschiedliche Rennmodi sehr motivierend und spaßig ist.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

77%

Singleplayer

74%

Multiplayer

Release

16.01.2014

Developer

Codemasters

Publisher

Codemasters

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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