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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Toki Tori

Puzzle

27.12.2013

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Toki Tori ist (schon) wieder da!

 

Gefühlt gab es das erste Spiel mit dem kleinen, gelbe Küken auf Nintendos Konsolen und Handheld schon mehrere Dutzend Mal. Nun, ganz so schlimm ist es zum Glück nicht - und auch wenn die neuste Version für den Wii U eShop einige Neuerungen bietet, die es weder im GBA-Original noch im WiiWare-Remake gab, könnte sich der Kauf ja auch für Veteranen lohnen. Aber zunächst ein paar Worte zum Spiel an sich.

 

Toki Tori ist - wie schon gesagt - ein Küken, das gerade frisch geschlüpft ist. Alle anderen Eier und Küken wurden gestohlen und so muss er sich durch die zahlreichen Level bewegen, um alle wiederzuholen. Doch das ist leichter gesagt als getan: Als Küken kann er (oder sie?) nämlich noch nicht fliegen und springen können Hühner ja eh nicht wirklich. Er muss also die zweidimensionalen Areale durchkämmen und auf seinem Weg alle Eier finden, ohne dabei irgendwo in einem Loch stecken zu bleiben.

 

Was zunächst wie eine etwas andere Art von Plattformer klingt, ist in Wirklichkeit jedoch ein waschechtes Puzzle-Spiel. Es kommt nämlich so gut wie gar nicht darauf an, sich geschickt anzustellen, sondern quasi ausnahmslos darauf, den einzig richtigen Weg ans Ziel zu finden. Dabei ist Toki Tori jedoch nicht auf sich alleine gestellt sondern nimmt zahlreiche Hilfsmittel zur Unterstützung mit: Den Anfang macht die Fähigkeit, Brücken zu bauen und so Abgründe zu überwinden. Später kommen dann noch ein Teleporter, eine Eiskanone, um Gegner zu Eisblöcken zu machen, Geisterfallen, um Geister durch den Boden fallen zu lassen und einiges mehr.

 

Diese Dinge kann man aber nur selten unbegrenzt einsetzen. Meistens ist ihre Anzahl an Einsätzen genau vorgegeben, so dass die Kunst eben nicht nur darin liegt, den direkten Weg zu erkennen, sondern vor allem darin, die Hilfsmittel immer an genau der richten Stelle einzusetzen. Denn nur wenn man das genauso macht, wie die Entwickler es geplant haben, dann kann man das Ziel auch erreichen.

 

Anfangs ist das natürlich nicht recht leicht. Die ersten Level in Welt 1 gleichen einem Spaziergang. Aber wenn nach und nach neue Fähigkeiten dazu kommen, die Level immer größer und die Fallen immer fieser werden, muss man mehr und mehr nachdenken. Und zum Glück muss man nicht immer von vorne anfangen, wenn man sich mal in eine Sackgasse manövriert hat, sondern kann dann die Zeit einfach beliebig weit zurück spulen und so an der Stelle wieder einsteigen, wo man meint, vom richtigen Pfad abgekommen zu sein. Und genau so wurschtelt man sich häufig durch die komplexeren Level durch und versteht Stück für Stück, wie man zum Ziel kommt.

 

Neben den 12 normalen Level pro Welt - und das sind schon zwei mehr als in den bisherigen Version auf Nintendos Systemen - gibt es auch noch neue, schwere Level und Bonuslevels, die man freischaltet, wenn man bestimmte Dinge erreicht. Die schweren Level kriegt man zum Beispiel, wenn man alle normalen geknackt hat. Und wer sich jetzt fragt, ob man das nicht eh machen muss, um ans Ende zu kommen, dem sei gesagt: Nein! Es gibt nämlich im Spiel genau einen Joker, den man jederzeit einsetzen kann, um einen Level zu überspringen. Und man kriegt diesen Joker erst dann wieder, wenn man das Level dann doch irgendwann schafft. Und das ist wahrlich keine leichte Aufgabe.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist das ohne Zweifel die beste Version, die ich bisher gespielt habe, was aber an sich nicht wirklich etwas sagt. Denn sowohl auf dem GBA als auch bei WiiWare hatten die Entwickler natürlich mit recht großen Einschränkungen zu kämpfen, die es auf der Wii U nun nicht mehr gibt. Dennoch sieht das Spiel natürlich nicht schlecht aus, dass will ich keinesfalls sagen. Die HD-Optik kommt sehr gut rüber und der quietschbunte Look kommt so noch mal besser rüber. Auch gibt es quasi keine Ladezeiten und das Menü ist sehr aufgeräumt.

 

Die Akkustik ist nach wie vor ebenso bunt, schnell, fröhliche Beats regen die Füße an, mitzuwippen und vor allem das Titelthema habe ich nach dem Zocken immer eine ganze Weile nicht aus dem Kopf bekommen. An Abwechslung mangelt es hier auch nicht wirklich. Zwar klingen die Level innerhalb der fünf Welten oft identisch, aber hey, es ist ein Download-Spiel und die Musik ist qualitativ in Ordnung und passend zum Spiel.

 

Die Steuerung finde ich dagegen nur teilweise gelungen. Die Tastenbelegung ist zwar super und man kann so die Extras sehr gut und zielsicher einsetzen. Allerdings passt mir die Bewegung von Toki Tori einfach nicht. Man steuert ihn per Stick oder Steuerkreuz, beides ist aber gleich ungenau. Er kann immer nur ein halbes Feld nach links oder rechts gehen, das heißt, man kann sich nicht pixelgenau bewegen. Außerdem muss man sich immer erst umdrehen, bevor man in eine andere Richtung laufen kann. Das ist zum Beispiel dann nervig, wenn man vor einem Gegner auf eine Leiter fliehen muss, die kann man aber nur betreten, wenn man genau davor steht. Das ist in der Hektik oft keine leichte Übung, aber zum Glück kann man die Zeit ja einfach ein paar Sekunden zurückdrehen, wenn man dann vom Gegner erwischt wird. Somit ist dieses Problem nicht schlimm und es kommt auch eher selten zum Tragen. Nervig ist es aber dennoch.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Toki Tori ist auch auf der Wii U ein sehr spaßiges Rätselspiel, das vor allem durch den recht hohen Komplexitätsgrad begeistern kann. Manchmal muss man echt Minuten lang überlegen oder ausprobieren, bis man auf die Lösung kommt - teilweise ist es sogar fast ein wenig zu komplex. Wenn man am Ball bleibt, kriegt man die Level aber meist irgendwie hin - falls mal nicht, hilft der Joker weiter. Durch die Zusatzlevel in jeder Welt, sowie die ganz neuen, schweren Level und Bonusaufgaben, gibt es auch für Kenner der Spiels etwas Neues zu entdecken. Und da sich wohl kaum jemand die Lösungen der Aufgaben lange wird merken können, kann ich den Download wirklich jedem ans Herz legen. Neulingen ebenso wie allen, die es schon gespielt und es positiv in Erinnerung hatten. Mir hat es jedenfalls auch wieder Spaß gemacht.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

two tribes

Publisher

two tribes

Nintendo Points

2

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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