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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Die Geheimnisvollen Städte des Goldes: Geheime Pfade

Adventure

21.12.2013

Autor: Matthias Küpper

 

 

Sperriger Titel

 

Auf den ersten Blick fällt GSG: Geheime Pfade, wie es meistens abgekürzt wird, durch den langen Namen auf. Dieser ist so lang, weil es sich um ein Spiel zu einer Fernsehserie handelt, die aus den 80er Jahren stammt. Inzwischen gibt es eine zweite Staffel und zu dieser wurde das eShop Spiel von YNNIS Interactive entwickelt. Dank einer gelungenen Kickstarter-Aktion gibt es das Spiel sogar mit deutschem Text.

 

 

Worum geht's?

 

Aber worum geht es eigentlich in GSG: Geheime Pfade? Wie der Name schon vermuten lässt, befinden sich unsere kleinen Helden Esteban, Tao und Zia auf der Suche nach den Städten des Goldes, die in China versteckt sind. Da Esteban der Auserwählte ist, kann er die Sonne anbeten, um geheime Pfade offen zu legen. Zia ist die Dünnste von den dreien und kann sich auch durch schmale Öffnungen zwängen. Tao hingegen kann die uralten Schriftzeichen lesen, die auf vielen Tafeln stehen und sein Papagei kann bösen Schurken den Schlüssel stibitzen.

 

Es handelt sich also um ein Action-Adventure, in dem einige Rätsel (Puzzle) auf euch warten. Allerdings ist da das Übliche dabei. So muss man Türen mit den passenden Schlüsseln öffnen, Schalterrätsel lösen und an den geeigneten Stellen die richtigen Fähigkeiten einsetzen. Das Tutorial müssen zudem alle Charaktere bewältigen. Mir hat sich da die Frage gestellt, warum der Erwachsene, der anscheinend die ganze Zeit dabei ist, die Kinder überhaupt in eine solche Gefahr schickt. Denn es warten auch böse Schurken, die ebenfalls hinter dem Gold her sind.

 

Insgesamt gibt es 30 Level und für jedes von diesen gibt es gewisse Vorgaben. So darf man zum Beispiel nur maximal zweimal von den Schurken erwischt werden oder muss eine gewisse Zeit einhalten. Dazu gibt es in jedem Level eine versteckte Truhe. Wirklich versteckt ist sie aber nicht, da man jederzeit das gesamte Areal überblicken kann.

 

Die Rätsel wiederholen sich dabei immer und immer wieder. Es gibt einfach nur mehr Schalter. Der Schwierigkeitsgrad steigt aber nicht wirklich an. Deshalb ist das Spiel extrem monoton und langatmig, obwohl es gar nicht so lang ist.

 

 

Präsentation und Steuerung

 

Das Spiel lässt sich nur mit dem Gamepad spielen, dessen Steuerung recht leicht ist. Mit den Schultertasten wechselt man die Charaktere, da man jeden einzeln steuert. Dazu läuft man mit dem Analogstick und mit Y hebt man Sachen auf oder verehrt die Sonne an gewissen Säulen. Viel mehr gibt es nicht zu beachten, da die Charaktere automatisch schleichen, wenn Feinde in der Nähe sind und man nicht springen kann.

 

Grafisch ist das Spiel in Ordnung. Die Optik ist nett anzusehen und erinnert vom Stil her auch an die Serie. Allerdings werden die kurzen Sequenzen zwischen den Levels viel zu hastig erzählt. Man wird quasi durch die Geschichte katapultiert, während man in den Phasen, wo man selber spielt, das Gefühl hat, kaum voran zu kommen. Die Sprachausgabe ist auf Englisch, aber es gibt, wie oben schon erwähnt, deutsche Untertitel.

 

Die Musik ist ganz nett, allerdings ist kein Ohrwurm darunter und man vergisst die einzelnen Levelmusiken wieder. Nur das Intro geht ins Ohr, aber selbst das haut einen nicht um.

 

 

Kritik

 

Das Spiel ist ab sechs Jahren und dennoch frage ich mich, warum der Schwierigkeitsgrad gefühlt überhaupt nicht größer wird. Die einzelnen Rätsel wiederholen sich viel zu oft und sehr häufig muss man mit allen drei Charakteren dieselben Wege laufen, weil man ja alle einzeln steuern muss. So kommt es, dass Level unnötig lange dauern und ältere Spieler nicht fordern.

 

Dazu ist die Geschichte einfach nur viel zu hastig in den Sequenzen erzählt. Man kommt überhaupt nicht richtig mit. Dafür ist die Geschwindigkeit in den einzelnen Level zu langsam.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Dieses Spiel ist wirklich nur für Fans der Reihe oder Leute, die Spaß daran haben, immer und immer wieder ähnliche Rätsel zu durchlaufen. Das Spiel bietet nichts Neues, was aber auch nicht so schlimm wäre, wenn es dafür abwechslungsreich wäre. Das ist es aber leider nicht. In jedem Level warten ähnliche Aufgaben. Schalterrätsel sind einfach keine Herausforderung mehr für Spieler, die schon länger Videospiele spielen. Für jüngere Spieler kann das Spiel aber durchaus nett sein, da man sich vermutlich auch besser in Esteban, Tao und Zia hineinversetzen kann. Und für 14,99€ bietet das Spiel sogar fast so viele Spielstunden wie so manches Vollpreisspiel, da man etwa 5 Stunden dafür braucht. Diese fühlen sich allerdings länger an und das ist sehr schade. Deshalb solltet ihr euch gut überlegen, ob Die Geheimnisvollen Städte des Goldes: Geheime Pfade etwas für euch ist.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.11.2013

Developer

Ynnis Interactive

Publisher

Ynnis Interactive

Nintendo Points

15

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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