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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Egde

Action

16.12.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

Puzzle + Plattformen = Edge!

 

Das schon etwas betagte Download-Spiel Egde, das von Mobigame ursprünglich für iOS entwickelt wurde, hat seit Ende November 2013 auch eine Version in Nintendos Wii U-eShop spendiert bekommen. Für zwei Euro steht dieses komische Spielprinzip zum Download bereit und ich möchte euch nun verraten, was sich genau dahinter verbirgt und ob es Spaß macht oder nicht.

 

Grundsätzlich ist es ein eher seltsamer Genre-Mix. Man muss nämlich mit einem scharfkantigen Würfel durch etwa 100 Levels durch, dabei aber die Umgebung durch Schalter und andere Dinge beeinflussen, sowie oft im Puzzle-Stil Hindernissen ausweichen und geschickt den kleinen Tetris-Stein ans Ziel bringen.

 

Das Spielprinzip ist dabei sehr einfach gestrickt: Man bewegt den Würfel wahlweise per Steuerkreuz oder linkem Stick und kann dabei aber immer nur auf einer seiner sechs flachen Seiten liegen bleiben. Die Bewegung ist also stark eingeschränkt und daran orientiert sind natürlich auch die Levels aufgebaut. Man kann jedoch nicht nur nach oben, unten, links oder rechts "rollen", sondern auch bergauf, allerdings immer nur eine Etage. Ebenso kann man sich durch geschicktes Drücken der Tasten an beweglichen Blöcken festhalten, um so zum Beispiel weite Abgründe zu überwinden.

 

Um es spannender zu gestalten, haben die Entwickler allerhand Ideen in den Levels verpackt. So muss man Knöpfe drücken, die Plattformen verschieben oder beweglichen Plattformen geschickt ausweichen, oder sich von Aufzügen transportieren lassen, oder sich verkleinern, um enge Passagen durchqueren zu können, oder, oder, oder. Sicher ist damit auf jeden Fall: Es gibt genug Abwechslung.

 

Die 100 Levels teilen sich dabei auf in 48 normale, 44 extended und einige Bonuslevel auf. Der Unterschied hat sich mir aber spontan nicht so recht erschlossen, außer dass die Bonuslevel schwerer sind als die anderen. Aber im Prinzip ist eh jedes Level anders aufgebaut und bietet andere Feinheiten, so dass man trotz nur drei Kategorien mehr als genug Abwechslung geboten bekommt.

 

Um den Wiederspielwert zu steigern, gibt es außerdem Bewertungen für die Leistung je Level. Dabei spielt nicht nur die Zeit eine Rollen, sondern auch, wie viele Prismen man eingesammelt hat. Davon sind im jedem Level einige platziert, mache sieht man sofort und erreicht man schnell, während andere teilweise gut versteckt und/oder schwer erreichbar sind. Nur wer alles sammelt und dabei auch noch schnell ist, bekommt die beste Bewertung. Für manche dürfte das eine gute, zusätzliche Motivation sein.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist das Spiel nicht sonderlich ansprechend. Der Stil ist recht langweilig und es flimmert alles auch irgendwie sehr stark. Ich kann das gar nicht so genau beschreiben, aber obwohl die Kanten eigentlich alles glatt sind, scheint es irgendwie so, als würde das Bild wackeln. Schaut euch dazu am besten meinen Video-Test an, auf Bildern kommt das nämlich nicht so gut rüber. Davon unabhängig ist die Technik aber ganz okay, sehr einfach gehalten, aber durch ein wenig Spiel mit grauen Farbtönen, ist es zumindest etwas abwechslungsreich. Akustisch geht der Stil in eine ähnliche Richtung, es klingt so nach 8-Bit wie es danach aussieht. Mir persönlich gefallen die Melodien aber nicht so sehr, da sie zu wenig Ohrwurm-Charakter und eigenen Charme habe.

 

Die Steuerung ist dagegen gut gelungen. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Würfel nicht sofort über eine Kante rollt, wenn man in eine Richtung drückt, aber der Grund dafür wird später klar, wenn man sich an Kanten festhalten muss. So ist es trotz sehr simplem Gameplay doch etwas Tiefgang dahinter und die Steuerung fängt das perfekt ein.

 

Achso, natürlich kann man Egde nicht nur auf dem Fernseher spielen sondern auch auf dem GamePad. Ein Druck auf die Minus-Taste reicht zum Umschalten.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Egde ist auf jeden Fall ein interessanter Genre-Mix, der für kleines Geld recht viel Spielspaß bietet. Das Konzept ist zwar recht eigen, aber durch viele, kleine Ideen in den etwa 100 Levels wird es nicht so schnell langweilig. Wer jedoch nicht auf perfekte Bewertungen in jedem Level aus ist, der ist nach maximal zwei Stunden auch am Ende angelangt. Es ist also mehr etwas für Zwischendurch, eigentlich besser für den 3DS als die Wii U geeignet. Aber auch zu Hause macht es Spaß, nur die Technik könnte besser sein, sowohl Grafik als auch Sound können nicht wirklich überzeugen. Allerdings stimmt die Steuerung und bietet so gute Kontrolle über die doch überraschend zahlreichen Dingen, die man im Spiel tun muss. Also: Interessantes Konzept, das aber besser umgesetzt sein müsste, um wirklich zu begeistern.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.11.2013

Developer

Two Tribes

Publisher

Two Tribes

Nintendo Points

2

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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