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Reviews: Nintendo Wii U eShop

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Chasing Aurora

Sonstiges

03.03.2013

Autor: Martin Küpper

 

 

Chasing Aurora

 

Mit Chasing Aurora lädt das österreichische Studio Broken Rules (And Yet It Moves) zum Fliegen ein. Mit unterschiedlichen Papier-Vögeln kann der Spieler durch die Lüfte flattern, sich von Windböen tragen lassen und sich im Sturzflug herab fallen lassen. Der wunderschöne Papierlook, der akustische Soundtrack und vor allem das Spielkonzept selbst machen Chasing Aurora auf jeden Fall zu einem ungewöhnlichen Spielerlebnis. Aber ist es auch ein gutes?

 

 

Der erste Eindruck

 

Im ersten Moment möchte man ein lautes „JA!“ heraus schreien, denn der erste Eindruck ist fantastisch. Die Steuerung der Vögel ist angenehm unkompliziert und äußerst intuitiv. Es fühlt sich herrlich an mit den Vögeln durch die Luft zu fliegen, besonders wenn man gerade von einer Windböe getragen wird oder im Sturzflug steil nach unten saust. Und auch wenn die Steuerung selbst leicht ist, gibt es mit den Windböen, Blitzen und Erdrutschen doch etliche Dinge, die man beachten muss.

 

Die Präsentation scheint ebenfalls eine runde Sache zu sein. Den glatten Papier-Look des Spiels sieht man wahrlich nicht alle Tage. Sicher, irgendwo ist es dann natürlich eine Geschmacksfrage, ob einem dieser Stil auch zusagt - aber ich persönlich finde ihn atemberaubend schön. Die Farbwahl, die Kontraste, das minimalistische und vor allem die Stilsicherheit sind aller erste Sahne. Selbst die Animationen wirken wie aus Papier!

 

Untermalt wird das ganze passenderweise mit einem ebenfalls eher minimalistischen Soundtrack. Wo andere Spiel ein großes Pompöse veranstalten, geht es bei Chasin Autrora eher ruhig und akustisch zu. In meinen Augen ist das eine angenehme Abwechslung.

 

Das Spielkonzept, die Steuerung und die Präsentation wissen also zu überzeugen. Doch was damit gemacht wurde ist leider ziemlich enttäuschend.

 

 

Einsam in der Luft

 

Der Fokus des Spiels liegt ganz klar auf dem Multiplayer. Was hier für Einzelspieler geboten wird ist eigentlich kaum der Rede wert. In 20 verschiedenen Parcours geht es gegen die Zeit und die Highscore. Im Klartext heißt das, dass man in unterschiedlichen Umgebungen eine, durch Checkpoints abgesteckte, Strecke abfliegen muss. Passiert man alle Checkpoints in der richtigen Reihenfolge baut sich eine Kombo auf, die den Punktestand in die Höhe treibt. Dabei müsst ihr auf die angesprochenen Windböen und Blitze achten oder Steinschlägen ausweichen, denn wenn man einen Checkpoint verpasst ist es mit der Kombo natürlich vorbei.

 

Das ist für Einzelspieler unterm Strich einfach viel zu wenig um einen Kauf zu rechtfertigen. Vielleicht werden absolute Highscore-Jäger ihren Spaß mit dem Spiel haben, alle anderen dürften aber schon nach kürzester Zeit keine Lust mehr haben. Da helfen wohl nur ein paar Freunde.

 

 

Multiplayer

 

Der Multiplayer macht da ungleich mehr Spaß. In verschiedenen Spielmodi können sich bis zu 5 Spieler heiße Luftduelle liefern. Obwohl es durchaus unterschiedliche Spielmodi gibt, ist das Prinzip dabei immer das gleiche: Ein Spieler wird von den Anderen gejagt. Durch das GamePad, das nach jedem Spiel einem anderen Spieler zugewiesen wird, funktioniert das „Hide and Seek“-Prinzip dabei äußerst gut, da der Spieler auf dem GamePad einen anderen Blickwinkel hat. Das ist allerdings nichts, was wir nicht schon von Nintendoland kennen würden.

 

Dennoch macht es Laune, wobei hier die Regel gilt: desto mehr Spieler, desto mehr Spaß hat man auch. Allerdings muss ich mir die Frage stellen, ob es auch genug Spaß ist um das Spiel wirklich empfehlen zu können. Denn Chasing Aurora ist auch im Multiplayer kein Dauerbrenner, den man immer wieder und stundenlang spielt. Es macht Spaß, es ist nett, aber das war es dann auch. Zumal mal das Spiel eben doch spezieller ist als ein Nintendoland, Mario Kart oder Super Smash Bros. Man muss erst mal Spieler finden, die zu einer Runde Chasing Aurora überhaupt bereit sind.


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Fazit

Chasing Aurora könnte so ein gutes Spiel sein, wenn man aus dem Spielkonzept nur mehr gemacht hätte. So ist das Spiel leider höchstens als Multiplayer-Titel zu empfehlen – und das auch nur mit Einschränkungen. Wer mit seinen Freunden ein neues, ungewöhnliches Mehrspieler-Spiel sucht wird hier fündig, aber als Party-Spiel oder Multiplayer-Dauerbrenner taugt das Spiel wenig. Da können auch die simple Steuerung und die wunderschöne Grafik nichts dran ändern. Wirklich schade drum.

Grafik

super

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

40%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

30.11.2012

Developer

Broken Rules

Publisher

Broken Rules

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-5



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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