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Breath of Fire I & II

RPG

28.11.2016

Autor: Matthias Küpper

 

Die Rollenspielreihe Breath of Fire, die von Capcom entwickelt wurde, erschien 1993 in Japan für das SNES. Der zweite Teil erschien ein Jahr später und schaffte 1996 auch den Weg nach Europa. 2001 erschiene die beiden ersten Titel der Reihe auch auf den Gameboy Advance. Seit neustem kann man diese aber auch in der Virtual Console des 3DS herunterladen. Dies ist Grund genug, um sich die beiden Titel einmal genauer anzusehen.

 

 

Breath of Fire I

 

Im ersten Teil beginnt alles in einem kleinen Dorf, in dem Ryu zusammen mit seiner Schwester und anderen netten Leuten lebt. Doch der Friede wird sofort zerstört, als die sogenannten Dark Dragons auftauchen und das Dorf angreifen. Seine Schwester opfert sich, um die Bewohner zu retten und wird entführt. Nachdem die Dark Dragons wieder verschwunden sind, macht sich Ryu auf den Weg, um ihre teuflischen Pläne aufzuhalten. Später schließen sich ihm auch weitere Gefährten an, aber den Anfang muss er alleine machen.

 

Dadurch hat der Titel in der Anfangsphase einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Gerade die vielen Zufallskämpfe gehen stark an die Substanz. Mögen diese erst einmal einfach erscheinen, wird doch recht schnell klar, dass gerade die Gegner, die vergiften können, in einem Verlies sehr stören. Denn Ryu verfügt über keine Heilfähigkeiten und ist darauf angewiesen, Items zu benutzen. Dadurch sind auch viele Bosskämpfe sehr fordernd.

 

Im Kampf wird ein klassisches, rundenbasiertes Kampfsystem verwendet, dass man aus vielen Spielen aus dieser Zeit kennt. Stirbt man in diesen, kehrt man zur letzten Drachensäule zurück, an der man gespeichert hat, ohne das man dabei die Level verliert. Außerhalb bewegt man sich entweder über die Weltkarte oder durch Dörfer, Städte und Verliese. Dabei ist nicht immer deutlich, wohin man denn jetzt als nächstes gehen muss. Aber dennoch schlägt man sich irgendwie durch und findet nach und nach mehr über die Pläne der Dark Dragons heraus. Dabei trifft man immer wieder auf interessante Charaktere und neue Gefahren.

 

 

Breath of Fire II

 

Im zweiten Teil dreht sich wieder alles um den jungen Ryu. Dieser wächst zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester in einem kleinen Dorf auf. Als er auf die Suche nach dieser gehen muss, wird er von einem Monster angegriffen. Sein Vater rettet ihn im letzten Moment. Danach schauen sie sich das Skelett eines Drachens genauer an. Nachdem sein Vater und seine Schwester bereits heimgekehrt sind, macht sich auch Ryu auf den Weg. Doch im Dorf scheint ihn niemand zu kennen. Da er weder seinen Vater noch seine Schwester finden kann, geht er zurück in die Kirche, wo er bisher gelebt hatte. Dort trifft er in der Nacht auf Bow, der ihn dazu überredet mitzukommen. Gemeinsam verlassen sie das Dorf und gehen zu einer Höhle. In dieser werden sie von einem Monster angegriffen, dass sie beide besiegt.

 

Danach macht das Spiel einen Sprung von zehn Jahren. Inzwischen arbeiten Bow und Ryu als Ranger, die immer wieder Aufträge bekommen. Ab und zu müssen sie dabei auch Monster töten. Recht schnell treffen sie dabei auf besessene Menschen und sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mal wieder geht es auf die Reise, die Welt zu retten.

 

Dieses Mal hat man aber mit Bow jemanden dabei, der nach dem ersten Levelanstieg bereits Heilfähigkeiten verwenden kann. Dadurch mag der Anfang deutlich leichter erscheinen. Aber von dem Startpunkt aus, gelangt man doch recht schnell zu Monstern, die einen am Anfang niedermähen. Auch hier ist wieder das Problem, dass man oft nicht weiß, wohin es als nächstes genau geht.

 

 

Steuerung und Technik

 

Die Steuerung von beiden Titeln ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zum Beispiel öffnet sich das Menü im ersten Teil, wenn man auf Select drückt. Bei Start hingegen, passiert nichts. Im zweiten Teil öffnet sich dieses über Y. Der Select Button ist dort mit der Weltkarte belegt, die es im ersten Titel noch nicht gab. Sowohl mit dem Steuerkreuz als auch mit dem SchiebePad kann man Ryu und seine Gefährten steuern. Mit der A-Taste bestätigt man Aktionen und mit B bricht man diese ab oder verlässt das Menü.

 

Beide Titel verfügen über eine nette 16 Bit Optik. Viel getan hat sich grafisch in dem einem Jahr zwischen den beiden Spielen aber nicht. Der ein oder andere fühlt sich hier an so manches RPG Maker Spiel erinnert. Besondere Effekte gab es damals noch kaum. Doch zu der Zeit gehörte es sicherlich zu den schöneren Titeln.

 

Die Musik ist echt klasse und bietet überraschend viel Abwechslung. Beide Teile haben dabei ihre Melodien, die aufs Ohr gehen. So bietet sie eine passende Atmosphäre und trägt zum Spielspaß bei.

 

 

Kritik

 

Aus heutiger Sicht sind beide Titel nicht ganz so gut gealtert. Das liegt gerade daran, dass man häufig ziemlich planlos über die Karte eilt und einfach nur hofft, dass man so irgendwie zum Ziel kommt. Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad beider Teile sehr anspruchsvoll. Es kann schon echt frustrierend sein, wenn man gleich am Anfang recht schnell auf Monster trifft, die einen einfach so besiegen.

 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass beide Titel auf Englisch sind. Zwar gab es diese Titel damals eben nur in dieser Sprache, aber es muss eben erwähnt werden. Leute, die kein Englisch können, kommen damit nicht in den vollen Genuss des Spiels. Ansonsten ist die Portierung auf die Virtual Console aber echt gelungen, da das Spiel flüssig läuft und quasi in der Ursprungsversion angeboten wird.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Breath of Fire I und II sind Spiele, die ich Rollenspielfans ans Herz legen kann. Allerdings verfügen sie über die Mängel, die viele Titel aus der damaligen Zeit eben hatten. Die Geschichten beider Teile sind sehr gelungen, aber der Schwierigkeitsgrad ist echt fordernd. Gerade der Einstieg fällt nicht immer leicht. Ansonsten bieten beide Titel einem mehrere Stunden Spielspaß, aber man muss eben auch diese Zeit haben. Wer ein Fan von den alten Final Fantasy Spielen ist, kann sich diese Reihe aber durchaus einmal ansehen. In der Bewertung findet ihr die Note für beide Spiele zusammen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

71%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

06.10.2016

Developer

Capcom, Squaresoft

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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