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1080° Snowboarding

Sport

21.01.2016

Autor: Sverre Petersen

 

1080° Snowboarding erschien ursprünglich am 30. November 1998 für das Nintendo 64 und damit genau 14 Jahre vor der Wii U. Damit erschien das Spiel zur Blütezeit des Nintendo 64 mit Titeln wie: Mario Party, Banjo Kazooie, Yoshis Story, F-Zero X und natürlich The Legend of Zelda: Ocarina of Time! Dabei war 1080° Snowboarding ein Spiel von Shigeru Miyamoto, welcher Producer dieses Titels war und bekam damit sogar schon vor Release hohe Aufmerksamkeit.

 

Diese Aufmerksamkeit bekam das Spiel auch völlig zurecht, denn durch besagten Shigeru Miyamoto, der als Producer fungierte, wurde das Spiel zu einem Mega-Hit. Die Entwickler Giles Goddard und Colin Reed gaben dem Spiel dann aber noch das restliche „know-how“ damit das Spiel zu besagten Hit werden konnte.

 

Das Spiel glänzte vor allem durch eine für damalige Verhältnisse sehr gute Technik. So verhielten sich zum Beispiel die Fahrer bei einer Kollision mit Charakteren oder einem Hindernis sehr glaubhaft. Außerdem sah das Spiel damals auch sehr gut aus, lief immer flüssig und auch das Charakterdesign war gelungen.

 

Aber nicht nur die Technik war überragend, auch das Gameplay konnte mehr als nur überzeugen! Durch Shigeru Miyamoto als Producer und das „know-how“ von Giles Goddard und Colin Reed konnte 1080° Snowboarding mehr als nur überzeugen! Durch eine wirklich gute Steuerung, einer großen Anzahl an Tricks und vielen gut durchdachten Modi wurde 1080° Snowboarding ein echter Kritiker-Liebling! So besitzt 1080° Snowboarding eine Durchschnittswertung von 88%.

 

Aber wie schlägt der Titel sich heute? Kann das Gameplay auch heute noch überzeugen? Das alles und noch vieles mehr erfahrt ihr jetzt in meinem Virtual Console Test zu 1080° Snowboarding.

 

 

Rasante Rennen mit vielen Tricks und Stunts auf Höchstgeschwindigkeit

 

In 1080° Snowboarding stehen euch insgesamt sechs Fahrer, plus zwei freischaltbare Charaktere zu Verfügung. Dabei besitzen alle Fahrer die unterschiedlichsten Attribute. So gibt es zwei Charaktere, die Tricks sehr gut beherrschen und damit optimal für Stunts geeignet sind, wiederum zwei sind sehr schnell und damit für normale Rennen sehr effektiv und zwei Allrounder-Charaktere, die alles ein bisschen beherrschen, aber nichts wirklich perfekt. Diese Punkte bringen natürlich eine gelungene Abwechslung mit sich, so dass man alle Charaktere mal benutzt.

 

Sprich, wenn man den Modus „Trick-Attack“ spielt, dann nimmt man natürlich die Charaktere die Tricks sehr gut beherrschen und wenn man normale rennen fahren will, dann nimmt man natürlich die Charaktere, die sehr schnell sind. Ihr seht, es gibt zwar nicht sehr viele Charaktere, dafür unterscheiden diese sich durchaus, weswegen die „geringe“ Charakteranzahl auch nicht weiter schlimm ist.

 

In 1080° Snowboarding könnt ihr aber nicht nur zwischen sechs, beziehungsweise acht Charakteren wählen, sondern auch insgesamt acht verschiedene Snowboards stehen euch zur Auswahl. Bei denen ist es natürlich ähnlich wie bei den Fahrern, denn auch die Snowboards unterscheiden sich gewaltig! So fahrt ihr mit dem einen schärfer um die Kurven, mit einem anderen wiederum seid ihr am schnellsten und noch ein anderes Snowboard ist für Tricks ideal.

 

Ihr seht also, in 1080° Snowboarding gibt es durchaus einige Gründe mal mit einem anderen Fahrer oder Snowboard die Pisten herunterzubrennen. Nintendo hat es also geschafft, einem die Charaktere durchaus schmackhaft zu machen, denn in den meisten Spielen ist es so, dass man sich einen Charakter aussucht, der einem an besten gefällt und den Rest lässt man Links liegen, aber so nicht in 1080° Snowboarding! Durch die verschiedenen Modi seid ihr fast schon gezwungen, das ein oder andere Mal euren Charakter zu wechseln, denn nur mit dem richtigen Charakter und Snowboard könnt ihr auch wirklich jeden Modus meistern.

 

 

Match Race und rennen um die Bestzeit

 

1080° Snowboarding besitzt aber nicht nur eine gut durchdachte Charakterauswahl, sondern auch wirklich gelungene Strecken! Diese Strecken könnt ihr im Modus „Match Race“ finden. Dabei bittet dieser Modus drei verschiedene Schwierigkeitsgrade, nämlich „Normal“, „Hard“ und „Expert“. Jedoch bietet jeder Modus je nach Schwierigkeitsgrad mehr Strecken. So habt ihr wenn ihr den Modus „Match Race“ auf der Stufe „Normal“ abfahrt vier Strecken, auf „Hard“ fünf Strecken und auf der Stufe „Expert“ sechs Strecken. Für Leute, die bereits „Wave Race“ auf dem Nintendo 64 gespielt haben, sollte dieses Prinzip bekannt sein.

 

Nun mag man vielleicht denken, da das Spiel nur sechs Strecken bietet kann es einen nur einen kurz motivieren, aber das ist falsch! Die Strecken sind alle sehr abwechslungsreich und schön gestaltet. So fahrt ihr mal durch einen riesigen Eiskanal und ehe ihr euch verseht, fahrt ihr auf einer Straße oder ihr springt einen rissigen Berg herunter, bei dem ihr viele Stunts ausführen könnt.

 

Dabei sind die Strecken meist so aufgebaut, dass ihr mehrere Wege fahren könnt, wobei der schnellste Weg auch immer am schwersten zu meistern ist. Gerade die letzte Strecke punktet durch viele verschiedene Wege die ihr abfahren könnt, aber auch die anderen Strecken bieten viele Abkürzungen und alternative Wege, die es sich abzufahren lohnt!

 

Jedoch solltet ihr beachten, dass wenn ihr im „Match Race“ wirklich alle Strecken sehen wollt, auch wirklich gut seid, denn das Spiel bestraft gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad Fehler sehr stark und fast schon übertrieben! Den meisten Anfängern wird es wohl kaum möglich sein, den Schwierigkeitsgrad „Expert“ zu meistern, denn ihr besitzt gerade einmal drei Leben und wenn diese verloren sind, dann heißt es Neustart. Das kann wirklich frustrierend sein und den Spielspaß kurzfristig senken. Die Betonung liegt hier aber bei kurzfristig, denn mich persönlich hat es motiviert, endlich den letzten Fahrer zu besiegen, denn gerade das letzte Rennen auf „Expert“ kann euch zur Weißglut bringen.

 

Ich persönlich habe es aber nach einigen Versuchen endlich geschafft, weswegen der letztendliche Sieg unheimlich befriedigend war. Für Leute, die sich aber nicht durch das Spiel „quälen“ wollen, die können auch einfach die Schnellspeicherfunktion der Virtual Console nutzen, denn jedes Virtual Console Spiel besitzt solch ein Schnellspeichersystem und somit auch 1080° Snowboarding. Dieses ermöglicht euch nämlich jederzeit im Spiel zu speichern und diese Stelle dann immer wieder neu zu laden. Bedeutet also, falls ihr an einem Level fest hängt, dann könnt ihr an dieser Stelle einfach speichern und immer wieder neu laden, wenn ihr verloren habt und in meinen Augen ist diese Funktion wirklich nützlich.

 

Zwar ist der Moment wenn ihr dann das Rennen gewinnt nicht so befriedigend, als wenn ihr euch durch dieses wirklich durchkämpfen musstet, trotz alledem ist die Freude immer noch riesig, wenn ihr endlich euren Rivalen besiegen konntet und gerade für Leute, die nur kurz eine Runde spielen wollen, aber keine Lust haben gegen die verhältnismäßig leichten Gegner zu fahren ist das die beste Option.

 

Was mich außerdem sehr gereizt hat war, die gezeigte Bestzeit am Ende eines Rennens. Durch die verhältnismäßig wenigen Level bin ich immer mit Freunden die verschiedenen Pisten runter gefahren und wir haben um die Bestzeit gekämpft. Mich persönlich hat dieses System sehr gereizt, wodurch der Modus „Match Race“ noch unterhaltsamer werden kann.

 

Leute, die keine Lust haben, gleich einen ganzen Cup zu fahren, können auch einfach im Modus „Time Attack“ die Piste abfahren. Dabei werden die Bestzeiten die ihr zum Beispiel in den „Match Races“ aufgestellt habt auch übernommen. Ein großer Nachteil ist in meinen Augen jedoch, dass ihr nicht gegen einen „echten“ Fahrer antretet, sondern nur gegen einen Geist. Zwar sind die meisten Zeitrennen-Modi in Rennspielen so aufgebaut, jedoch bringen gerade die Rennen gegen „echte“ Fahrer am meisten Spaß und das weil die Physik des Spiels so gut gelungen ist.

 

Denn wenn ihr mit voller Geschwindigkeit gegen einen Gegner rast und euch richtig auf dem Board haltet, dann könnt ihr dieses eventuell sogar von seinem Board reißen, was sehr amüsant sein kann. Bei eurem Geist jedoch ist es natürlich nicht möglich, diesen vom Board zu schmeißen, was natürlich auch logisch ist, aber gerade wegen der guten Physik in 1080° Snowboarding und der Möglichkeit, dass eure Zeiten auch in normalen Rennen gespeichert werden, macht diesen Modus fast schon irrelevant. Das ist aber keineswegs schlecht, denn dieser Punkt untermalt erneut, das 1080° Snowboarding trotz seiner verhältnismäßig wenigen Strecken eine beachtliche Langzeitmotivation bietet.

 

 

Tricksen ohne Ende

 

Ein wesentliches und vielleicht auch das wichtigste Element in 1080° Snowboarding sind definitiv die Fülle an Tricks. So bittet 1080° Snowboarding nämlich wirklich eine Menge an sehr coolen Tricks, um genau zu sein sind es 29 Tricks. Vom „Nose Grab“, bis zum Namensgebenden 1080° sind so gut wie alle Snowboard-Tricks dabei, die man kennt.

 

Diese Tricks steuerten sich damals durch den Stick des Nintendo 64 grandios, aber wie steuern sich besagte Tricks nun mit dem Wii U GamePad oder dem Pro Controller? Für Personen die dachten, das Nintendo es nicht geschafft hätte, die Steuerung gut umzusetzen, die kann ich hiermit beruhigen, denn das Spiel steuert sich fast genauso gut wie auf dem Nintendo 64.

 

Dabei führt ihr die Tricks folgendermaßen aus: Meist müsst ihr den B-Knopf drücken und euren Stick in eine bestimmte Richtung bewegen, um den jeweiligen Trick auszuführen. Dabei steigern sich die Tricks von mal zu mal in der Komplexität, so dass es später wirklich schwer sein kann, diese auszuführen. Bestes Beispiel sind dafür die Tricks, die ihr durch Halten der R-Schultertaste ausführt. Um zum Beispiel noch einen 180° auszuführen reicht es noch, wenn ihr R drückt und den Stick ruckartig zur Seite drückt. Wollt ihr aber einen komplexen Trick ausführen, wie zum Beispiel einen 1080°, dann müsst ihr eine nicht gerade einfache Tastenkombination bewerkstelligen. Dabei ist dieses ausgeklügelte Tricksystem Nintendo aber wirklich gut gelungen, denn es ist äußerst motivierend und es bringt wirklich Spaß alle Tricks zu lernen und vor allem zu meistern.

 

Gerade wegen diesem Tricksystem ist es auch in jedem Falle gerechtfertigt, dass es auch für besagte Tricks einen eigenen Modus gibt und dieser nennt sich „Trick Attack“. In diesem ist es euer Ziel, in einer vorgegebenen Zeit so viele und vor allem anspruchsvolle Tricks wie möglich zu vollführen. Solltet ihr einen Trick nicht schaffen, dann bekommt ihr für diesen auch keine Punkte, weswegen man sich immer genau überlegen sollte, ob man nun diesen Trick ausführen möchte. Dabei geben die Tricks natürlich umso anspruchsvoller sie sind mehr Punkte. Das besondere ist jedoch, dass ihr nicht nur die sechs bekannten Strecken herunterrasseln könnt, sondern auch eine rissige Sprungchance herunterspringen könnt und und eine Halfpipe durchquert. Auch dieser Modus bringt gerade mit Freunden sehr viel Spaß, da auch hier ein gewisser Wettkampf entsteht. Dadurch ist es natürlich auch äußerst motivierend alle Tricks zu lernen und sie dann auch effektiv einzusetzen.

 

 

The Contest

 

Der letzte Modus, den ihr in 1080° Snowboarding anwählen könnt, ist der Modus „Contest“. In diesem müsst ihr ähnlich wie in dem Modus „Trick Attack“ die Level in der vorgegeben Zeit schaffen und gleichzeitig so viele Tricks wie möglich ausführen. Was diesen Modus aber von dem normalen „Trick Attack“ Modus unterscheidet ist, dass ihr auch viel mit dem Drift arbeiten müsst, bzw. Slalom fahren müsst.

 

Auf der gesamten Strecke sind nämlich Fahnen verteilt, an denen ihr im Slalom vorbeifahren müsst. Für jede Fahne die ihr schafft, steigt eurer Multiplikator und ihr bekommt zwei Sekunden gut geschrieben, welche ihr auch wirklich nötig haben werdet. Insgesamt bewerkstelligt ihr fünf Kurse, wobei zwei davon die Halfpipe und die Sprungchance darstellen.

 

Auch dieser Modus kann ähnlich wie die bisherigen mit einem echten Spaßfaktor punkten! Auch hier ist die Jagd nach dem High-Score wieder rissen groß und kann euch lang vor dem Fernseher sitzen lassen, denn ihr könnt euch immer verbessern.

 

 

Grafik und Sound

 

Grafisch ist das Spiel auch heute noch in jedem Fall erhaben! Durch die Wii U-Umsetzung ist das Spiel nun auch mit 1080p und und in 60 FPS spielbar, weswegen das Spiel auch für Leute die sonst nicht so sehr mit „veralteter“ Grafik zurecht kommen spielbar ist. Das einzige was mich an der Optik stört, sind die Hintergründe. Diese sehen sehr schwammig und vor allem sehr unecht aus. Diese hätte man vielleicht noch austauschen können, gegen zum Beispiel etwas schönere.

 

Der Sound wiederum ist auch sehr unterhaltsam! Er passt super zum Spielgeschehen und ist eine Mischung aus einem teils rockigen und teils Hip-Hop angehauchten Soundtrack, der wie bereits erwähnt sehr gut zu dem Spiel passt.

Fazit

1080° Snowboarding ist auch heute noch, trotz seinem Alter von gut 17 Jahren ein wirklich gelungener Titel! Das Streckendesign ist sehr gut durchdacht, die Tricks sind sehr gut konzipiert, der Soundtrack passt sehr gut zum Spielgeschehen und auch die Grafik sieht auch heute noch sehr gut aus. Weiterhin ist „1080° Snowboarding“ im Multiplayer ein wirklicher Spaßgarant und das vor allem wegen dem sehr guten, wenn auch simplen High-Score System. Das Einzige was man dem Spiel vorwerfen könnte ist die geringe Streckenauswahl von sechs, bzw. acht Strecken, jedoch ist das nicht weiter schlimm, denn die Strecken sind sehr gut durchdacht und laden sogar zum erkunden ein, denn nur durch häufiges Abfahren kann man den besten Weg für sich herausfinden. Abschließend kann man sagen: 1080° Snowboarding ist damals wie auch heute ein wirklich gutes Spiel und ist die Investition von etwa 9,99 Euro allemal wert! Wenn ihr die Verbesserungen nicht braucht und eine Nintendo 64 besitzt, dann könnt ihr das Spiel bereits für etwa 5 Euro erwerben, was sich allemal lohnt!

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

81%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

31.12.2015

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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