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New Super Mario Bros.

Jump 'n Run

12.01.2016

Autor. Sverre Petersen

 

 

„New Super Mario Bros.“ war 2006 die Wiedergeburt unseres Nintendo-Klempners in der zweiten Dimension und konnte auch in unserem Test von 2006 sehr gut abschneiden. Nun jedoch ist dieses Spiel auch im eshop der Wii U für 9,99 € erschienen, weswegen ich es noch mal gespielt hat, um zu gucken, ob es mich nun auch fast 10 Jahre nach dem ursprünglichen Release noch überzeugen kann. Ob es das geschafft hat und ob sich auch heute noch ein Kauf des Spieles lohnt, erfahrt ihr in meinem Testbericht zu „New Super Mario Bros.“

 

 

Eine typische Super Mario-Story

 

Nachdem Mario auf dem Nintendo GameCube erneut die dritte Dimension erreichen durfte, bot er dort auch eine halbwegs neue Story, denn Nintendo versuchte die „Bowser entführt Peach“ Story mal ein wenig neu zu gestalten. In New Super Mario Bros. ist sie aber sehr klassisch gehalten.

 

Mario und Peach unternehmen nämlich einen Spaziergang, bis sie in der Ferne sehen, wie das Schloss von Blitzen getroffen wird. Mario eilt sofort zum Schloss und Bowser Junior nutzt seine Chance um die Prinzessin zu entführen. Als Mario dann mitbekommt, dass seine Gattin in spe entführt wurde, macht er sich sofort auf den Weg, sie zu retten.

 

Ihr merkt, die Story ist wie man es von den 2D-Marios gewohnt ist nicht sehr originell, was aber wenn wir mal ehrlich sind völlig egal ist, denn in den Mario-Spielen kommt es bekanntlich auf das Gameplay an.

 

 

Gameplay, das begeistern kann

 

Und dieses ist in „New Super Mario Bros.“ wirklich gelungen und weiß zu überzeugen! Wir denken zurück, „Super Mario World“, der bis dato letzte Ableger der 2D-Marios implementierte viele neue Gameplay-Mechaniken, wie zum Beispiel den Drehsprung. Dieser ist zwar in „New Super Mario Bros.“ nicht mehr vorhanden, dafür gibt es aber nun den Wandsprung. Allein diese damals neue Fähigkeit für Mario zeigte bereits, dass „New Super Mario Bros.“ nicht einfach nur ein Nachfolger ist, sondern auch etwas neu machen will, was man leider von den neuen Ablegern der „New Super Mario Bros.“ Reihe nicht behaupten kann.

 

Nintendo versuchte nämlich, Elemente der 3D-Marios mit in das Spiel zu implementieren und das durchaus mit Erfolg! So fügte Nintendo wie bereits erwähnt den Wandsprung ins Spiel ein oder auch den Dreisprung. Und wie bereits erwähnt erweitern diese neuen Techniken das klassische Mario-Gameplay perfekt und fühlen sich sehr gut an und geben teilweise neue Levelmöglichkeiten, die Nintendo auch gut nutzte.

 

 

Innovative neue Inhalte und Ideen

 

Wo wir gerade von Innovationen reden, von diesen bot „New Super Mario Bros.“ damals einige. Nintendo implementierte nämlich viele neue Elemente in ihre Level, wie zum Beispiel neue Items.

 

Davon bot New Super Mario Bros. drei neue, die auch noch heute in den „New Super Mario Bros.“ Spielen existieren. Zum einen hätten wir da den „Mini-Pilz“, der euch wie der Name bereits verrät, sehr klein macht. Das mag nun unspektakulär klingen und mag nach einem Nachteil klingen, aber ganz im Gegenteil, der Mini-Pilz bietet euch gänzlich neue Möglichkeiten. Mit diesem kleinen Freund könnt ihr nämlich zum Beispiel durch kleine Röhren kommen, die ein Geheimnis Beherbergen, oder durch eine Spalte schlupfen, durch die Mario sonst nicht durchkommen würde.

 

Der Mini-Pilz ändert aber nicht nur die Größe von Mario, sondern auch an seinen Fähigkeiten ändert sich einiges. Denn mithilfe des Minipilzes kann Mario nun viel weiter und höher springen oder über Wasser laufen. Außerdem plättet er nicht seine Gegner, wenn er auf sie springt, sondern wird von ihnen regelrecht weg katapultiert.

 

Das zweite neue Item, der Mega-Pilz ist natürlich das genaue Gegenteil von dem Mini-Pilz. Dieser zerstört nämlich so ziemlich alles, was ihm in die Quere kommt! Ob Blöcke, Röhren, Gegner oder auch Zielpflagen, nichts ist vor dem Mega-Pliz sicher und wird sofort aus dem Weg geräumt. Der Mega-Pilz ist übrigens so mächtig, dass ihn selbst der König der Koopa nicht aufhalten kann. Am eigentlichen Spielgefühl ändert der Mega-Pilz jedoch nichts. Das einzige was euch passieren kann ist, dass ihr eine eigentlich wichtige Röhre aus dem Weg räumt, oder eure Größe und Breite überschätzt und in Schluchten fällt, was mir durchaus passiert ist.

 

Das dritte und letzte neue Item ist der blaue Panzer. Aber keine Angst, dieser verfolgt euch nicht um euch zu behindern, sondern er hilft euch... teilweise, denn der blaue Panzer bietet auch Nachteile. Aber kommen wir erstmal zu den Vorteilen. Der größte ist natürlich der, dass sich die Steuerung Unterwasser um einiges verbessert und ihr nun viel agiler im Wasser seid, weswegen das Item in meinen Augen auch sehr sinnvoll ist.

 

Nun kommen wir aber zu dem in meinen Augen großen Nachteil: Wenn Mario nämlich mit dem Item anfängt zu rennen, dann schlüpft er sofort in seinen Panzer räumt alles aus dem Weg. Das große Problem ist aber, wenn ihr erstmal im Panzer seid, dann dauert es einen kleinen Moment, bis ihr diesen wieder verlassen könnt, was auch durchaus in einer Schlucht enden kann.

 

Das mag zwar nach einem Kritikpunkt klingen, soll aber keinen darstellen, denn wenn man dieses Item besitzt, dann muss man zweimal überlegen, ob man es für ein Wasserlevel behält, oder das Risiko in eine Schlucht zu fallen nicht eingehen will, was dieses Item sehr besonders und einzigartig macht..

 

 

Neue Sammelobjekte

 

„Super Mario World“ führte sie bereits ein: Sammelobjekte. Das einzige Problem war an diesen nur, dass sie nutzlos waren. Denn die fünf Yoshi-Münzen, die es in jedem Level zu finden gab, waren einfach nur da und konnten von euch eingesammelt werden, weswegen sie keinen besonderen Mehrwert boten.

 

Nintendo hat nun aber ein Sammelobjekt ins Spiel eingebaut, welches durchaus einen Mehrwert besitzt, nämlich die „Star Coins“. Von denen findet ihr in jedem Level insgesamt drei Stück. Dabei liegen die Star Coins meist nicht einfach nur auf dem Weg herum, sondern sind entweder versteckt, in zum Beispiel röhren oder ihr müsst mit ein wenig Geschick an diese Münzen heran kommen, denn wenn die Star Coins mal auf dem Weg liegen, dann müsst ihr meist auch etwas für diese tun.

 

Jedoch sind die Star Coins in meinen Augen meistens leicht zu bekommen, was man sowohl positiv, als auch negativ sehen kann. Was sie bei mir aber auf jeden Fall geschafft haben ist, dass ich sie alle sammeln wollte und das aus folgenden Gründen. Zum einen braucht ihr die Star Coins nämlich für die 100% im Spiel, was aber für die meisten wohl kein Grund ist, alle Münzen zu sammeln, denn für die 100% bekommt ihr leider nicht so viel geboten.

 

Die Star Coins sind aber noch für etwas anderes gut, denn es gibt in jeder Welt ein paar Pilzhäuser. Eines von diesen könnt ihr für 5 Star Coins betreten und euch dann einen Maxi-Pilz, 1-Ups oder normale Items zu holen. Dabei ist das Pilzhaus mit den 1-Ups mit einem kleinen Spiel verbunden. Um an eure begehrten 1-Ups ran zu kommen müsst ihr nämlich ein kleines Spiel absolvieren, was dem klassischen Memory ein wenig ähnelt, nur dass es eine falsche Karte gibt und nicht mehrere.

 

Am Anfang des Spiels könnt ihr ein paar Blöcke sehen, in denen 1-Up-Karten versteckt sind. Dabei gibt es aber nicht nur normale 1-Up-Karten, sondern auch einmal einen X2 Multiplikator, der eure bisherigen im Spiel gesammelten 1-Up-Karten verdoppelt und eine Karte die gleich drei 1-Ups wert ist. Das Spiel endet jedoch dann, wenn ihr eine Bowser-Karte aufdeckt, von denen es eine Karte gibt. Meist spielt ihr dieses Spiel mit 6 Boxen, sprich mit 5 1-Up-Karten und einem Bowser.

 

Jedoch muss ich sagen, dass ich die Pilzhäuser so gut wie nie genutzt habe, da mir allgemein das Spiel recht leicht viel, wobei ich mich auch in Sachen „Jump & Runs“ als erfahren bezeichnen würde. Jedoch können die Level für einen Spieler, der nicht sehr häufig Jump & Runs spielt doch recht anspruchsvoll sein. Gerade die letzten Welten haben ein paar schwerere Level zu bieten.

 

Mit den Star Coins könnt ihr aber leider nicht wie in den Nachfolgern eine geheime Welt freischalten, die es wirklich in sich hat, sondern einen anderen, kleinen Bonus, den ich aber an dieser Stelle nicht verraten möchte, da ihr auch noch einen Grund haben sollt, eure Star Coins zu sammeln.

 

 

Secrets, Secrets und noch mehr Secrets

 

Geheimnisse und sogar geheime Welten gibt es in „New Super Mario Bros.“ aber trotzdem und davon, wie im geistigen Vorgänger „Super Mario World“ einige. Diese äußern sich in den bereits erwähnten Star Coins und in Geheimausgängen, oder sogar in zwei geheimen Welten. Diese Geheimnisse findet ihr ähnlich wie die Star Coins in geheimen Röhren, schwer erreichbaren Bereichen oder sogar wenn ihre ausgewählte Bosse auf eine bestimmte Art und weiße besiegt.

 

Dabei sind die Geheimeinausgänge sogar meist recht schwer zu finden, weswegen man die Level manchmal sogar mehrmals spielen muss, um diese zu finden. Besonders witzig wird es aber dann, wenn ihr ein Geisterhaus betretet. In diesen gibt es nämlich immer einen normalen und einen Geheimeinausgang. Der Clou an der Sache ist aber, dass ihr unten auf dem Toutchscreen nicht sehen könnt, wie weit ihr im Level vorgeschrittenen seid, geschweige denn, welche der drei Star Coins ihr gesammelt habt.

 

Das macht es natürlich umso schwerer zu erahnen, wann das normale Ende kommt und wann das geheime Ende. Die Geheimeinausgänge oder auch die Star Coins sind dabei auch noch schwerer versteckt, als in den normalen Leveln, denn da ihr euch in einem Geisterhaus befindet, sind natürlich auch ein paar Wände durchlässig, was nochmal viele interessante Möglichkeiten ergibt, die Nintendo auch sehr gut nutzte.

 

 

Innovatives Bossdesign

 

Was man leider von den heutigen Bossen der 2D-Marios nicht behaupten kann ist, dass diese Abwechslungsreich sind. Denn schon seit dem Nachfolger von „New Super Mario Bros.“, „New Super Mario Bros. Wii“ benutzt Nintendo immer die gleichen Bosse, die aus „Super Mario Bros. 3“ und „World“ bekannten Koopalinge.

 

In „New Super Mario Bros.“ nutzte Nintendo aber noch neue Bossgegner und eben nicht die Koopalinge. So kämpft ihr mal gegen einen Mumienpooki, einem rissen Cheep-Cheep, oder den König der Koopa selbst, Bowser. Dabei sind die Bosse zwar meist einfach designt, bieten aber eine gelungene Abwechslung, weswegen die Bosse durchaus zu gefallen wissen.

 

Nur eins stört mich sehr, nämlich der Boss in den Zwischenburgen und das ist kein geringerer als Bowser jr.. Dieser übernimmt nämlich genau den gleichen Part wie damals noch Bum Bum in „Super Mario Bros. 3“, sprich, er ist einfach nur da, damit die Zwischenburgen einen Boss haben.

 

Dabei wird Bowser jr. nur sehr langsam schwerer. Mal spuckt er auf einen Koopa-Panzer, oder ihr müsst gegen ihn auf einen vereisten Boden kämpfen. Da wäre durchaus mehr möglich gewesen.

 

 

Minispiele

 

„New Super Mario Bros.“ bietet aber nicht nur gewohnt gutes 2D-Mario Gameplay, sondern auch noch eine Reihe an spaßigen Minispielen, die man sowohl allein, als auch im Multiplayer spielen kann, nur leider ist es in der Virtual Console Version nicht möglich, es mit Freunden zu spielen, weswegen ich den Multiplayer Part mal weg lasse.

 

Insgesamt bietet „New Super Mario Bros.“ 18 verschiedene Minispiele in den Kategorien „Action“, Puzzle“, „Karten“ und „Diverses“. Dabei haben die Actionspiele meist etwas mit Geschick zu tun, so müsst ihr zum Beispiel Stachis in einen großen Koopa-Panzer schießen, oder eine Schneekugel so schnell wie möglich und möglichst ohne Fehler ins Ziel rollen.

 

Die Puzzlespiele wiederum sind meist so aufgebaut, dass ihr euch etwas merken müsst und dann finden müsst oder zwischen vielen Bildern ein bestimmtes finden müsst.

So gibt es zum Beispiel ein Puzzle-Spiel, indem ihr viele Bilder von Nintendo-Charakteren seht und dann einen bestimmten Charakter finden müsst, wobei es mit der Zeit immer schwerer wird.

 

Außerdem haben wir auch noch die Kartenspiele. Dabei spielt ihr aber nicht etwa Poker oder Black Jack, sondern zum Beispiel Roulette oder Memory im Casino mit Luigi. Dabei sind die Kartenspiele natürlich eher auf Glück aufgebaut und nicht wie die meisten anderen Spielen auf ein gewisses können.

 

Als letztes hätten wir da auch noch meine Lieblingskategorie, nämlich „Diverses“. Dort findet ihr Spiele, die scheinbar nicht in die anderen Genres rein gepasst hätten, wobei ich diese Spiele auch in „Action“ passend gefunden hätte.

 

In diesen Spielen kommt es nämlich ähnlich wie bei den Actionspielen auf Geschicklichkeit und können an. So müsst ihr zum Beispiele eine Welle von Bob Ombs abwehren, damit sie nicht eure schönen Blumen zerstören, oder für Mario schnell ein Trampolin mithilfe des Touchscreen ziehen, damit dieser nicht in die Tiefe stürzen muss.

 

All diese Spiele nutzen in meinen Augen sehr gut den Tutchscreen der Wii U, beziehungsweise den des DS und bringen alle samt kurzweilig Spaß und wissen zu unterhalten.

 

Leider hat das ganze aber auch einen faden Beigeschmack, denn all diese Spiele wurden aus der DS-Version von „Super Mario 64“ eins zu eins übernommen und leider wurden keine neuen eingebaut, was ich sehr Schade finde.

 

 

Grafik und Sound

 

Die Grafik von „New Super Mario Bros.“ kann sich auch heute noch sehen lassen und ist gut gealtert. Zwar sieht das Bild auf dem großen Fernseher ein wenig pixelig aus, was aber nicht weiter stört, da das Spiel wie bereits schon erwähnt auch heute noch dank seinen Stiles gut aussieht. Trotzdem hätte ich mir von Nintendo gewünscht, dass sie sich bei der Pixelglättung ein wenig mehr Mühe gegeben hätten, denn an ein paar stellen ist das Spiel trotz des zeitlosen Stiles ein wenig sehr pixelig.

 

Zum Sound kann man sagen, dass dieser durchaus gelungen ist. Die Soundeffekte sind angenehm und werden auch nicht nervig. Der Soundtrack jedoch passt zwar zum Spiel, wird aber wegen der geringen Abwechslung schnell nervig. Das liegt auch unter anderem daran, dass durch dieses „BaBa“ Im Soundtrack sich die Stücke alle recht ähnlich anhören und es allgemein nur sehr wenige Musikstücke gibt, was in den Vorgängern durchaus besser gelöst wurde.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

„New Super Mario Bros.“ ist auch heute noch ein mehr als nur gelungenes Spiel! Die vielen Neuerungen wurden gut genutzt, was das Spiel auch heute noch zu einem echt guten Super Mario Spiel macht. Das Spiel macht sogar vieles besser als seine Nachfolger. So sind zum Beispiel die Bosse alle sehr abwechslungsreich gestaltet, was man von den heutigen Mario Bros.-Spielen leider nicht behaupten kann. Allgemein bot dieser Teil der Mario Bros. Reihe noch viele Neuerungen, was bei den heutigen Mario Bros. Teilen leider nicht mehr der Fall ist. Abschließend kann man sagen: „New Super Mario Bros.“ hat wenig von seinem alten Glanz verloren und ist auch heute noch ein spielenwertes Spiel, mit tollen Ideen und Neuerungen!

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

84%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

30.06.2006

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

10

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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