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Donkey Kong 64

Jump 'n Run

15.12.2015

Autor: Sverre Petersen

 

Wenn ich an das Nintendo 64 denke, fallen mir drei Sachen ein: geniale Spiele, 3D-Plattformer und Rare Ware. Eines dieser Spiele vereint alle drei Punkte, nämlich Donkey Kong 64! Es war Rares Versuch, Donkey Kong in die dritte Dimension zu befördern und dazu hat er auch noch vier Gefährten an seiner Seite. Ob Rares Mission erfolgreich verlaufen ist und ob sich ein Kauf lohnt, könnt ihr jetzt herausfinden.

 

Story

 

Donkey Kong 64 besitzt im Gegensatz zu der Donkey Kong Country Reihe eine gänzlich neue Story, denn es geht dieses Mal nicht darum, dass das fiese Krokodil King K. Roll den Bananen-Vorrat der Kongs gestohlen hat, sondern um seinen Plan, die gesamte Kong-Insel zu zerstören. Das ist allerdings nicht das einzige Problem für unseren Lieblings-Affen Donkey Kong, denn seine Freunde Diddy, Lanky, Tiny und Chunky Kong wurden von King K. Roll in den verschiedensten Welten eingesperrt. Nun liegt es an Donkey Kong, seine vier Freunde und die gesamte Kong-Insel zu retten. Dabei trifft er natürlich auch noch einige alte Bekannte und auch seine Freunde werden ihn tatkräftig mit ihren Fähigkeiten unterstützen.

 

Affenstarkes Gameplay

 

Jeder Kong, den ihr im Laufe des Abenteuers rettet, hat verschiedene Talente, die euch im Spielverlauf auf jeden Fall helfen werden. Das Gute dabei ist aber, dass ihr diese nicht gleich am Anfang besitzt, sondern euch nach und nach mit sogenannten Bananen-Münzen kaufen müsst. Bananen-Münzen findet ihr in jedem Level einige, wobei jeder Kong seine eigene Farbe hat und deswegen auch nur die Münzen seiner Farbe einsammeln kann.

 

Aber kommen wir zu den Talenten der Kongs zurück. Jeder Kong bekommt natürlich als erstes Grundfähigkeiten, wie zum Beispiel die Stampfattacke. Aber schon früh im Spiel erlernt jeder Kong auch noch seine eigenen Fähigkeiten, die nur er oder sie besitzt. So wird Donkey Kong zum Beispiel unverwundbar, oder Diddy Kong bekommt einen Jet Pack, mit dem er dann fliegen kann.

 

Die Kongs können diese Spezialfähigkeiten in Fässern mit ihrem Gesicht aktivieren und verbrauchen dann quasi als Treibstoff Kristallkokosnüsse. Von denen könnt ihr maximal 20 besitzen.

 

Die jeweiligen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Diddy Kongs Jet Pack könnt ihr bei Cranky Kong, Donkey Kongs gehässigem Opa kaufen und je nach Fähigkeit sind diese auch teurer oder billiger. In jeder Welt gibt es andere Fähigkeiten, weswegen es nicht möglich ist, alle gleich von Anfang an zu besitzen. So bekommt ihr anfangs noch Fähigkeiten für einen Apfel und ein Ei, später aber kosten diese wesentlich mehr, weswegen ich auch ab und an doch noch mal auf die Suche nach Bananen-Münzen gehen musste.

 

Die Shops und ihr Angebot

 

Wer aber denkt, die Bananen-Münzen können nur für neue Talente von Cranky Kong benutzt werden, der liegt falsch. Es gibt nämlich noch zwei weitere Händler, die ihr mit euren Münzen bereichern könnt. Diese beiden Händler sind auf der einen Seite Donkey Kongs Freundin und Speicherdame aus dem ersten Teil, Candy Kong, und auf der anderen Seite der immer gut gelaunte und coole Funky Kong.

 

Dabei bieten natürlich beide verschiedene Gegenstände an. So verkauft euch Candy Kong Instrumente, die alle Gegner auf dem Feld besiegen und den ein oder anderen Weg öffnen können. Funky Kong wiederum verkauft euch Waffen in Form von Kokosnuss-Kanonen oder Beeren-Blasrohren.

 

Affentastisches Leveldesign

 

Donkey Kong 64 besitzt verschiedene Welten, in die ihr reisen könnt. Um genau zu sein, acht Welten, die alle sehr abwechslungsreich und schön gestaltet sind. Wer sich aber mit Rare-Spielen auskennt, weiß, dass es in diesen immer viel zu sammeln gibt und das ist in Donkey Kong 6“ auf keinen Fall anders. Insgesamt gibt es ganze 200 goldene Bananen zu finden. Diese übernehmen im Grunde dieselbe Funktion wie die Sterne in den 3D- Super-Mario-Spielen und ermöglichen euch das Fortschreiten im Spiel. Um in eine neue Welt zu kommen, benötigt ihr immer eine bestimmte Anzahl goldener Bananen und müsst zusätzlich auch noch den Boss der letzten Welt besiegen. Um zu diesen zu kommen, benötigt ihr aber auch noch eine bestimmte Anzahl normaler Bananen, die höher wird, umso mehr Kongs ihr habt.

 

Die Level müssen komplett selbst erforscht und eure Fähigkeiten schlau genutzt werden. So passiert es häufig, dass ihr zum Beispiel einen Kong braucht, um irgendetwas zu öffnen und mit einem anderen Kong müsst ihr dann mit eurer Waffe einen Schalter aktivieren, um dann ein Rätsel oder eine Aufgabe zu lösen, die nur mit dem jeweiligen Kong lösbar ist. Dabei ist teilweise auch ein wenig Grips nötig, um die Lösung eines Rätsels zu finden.

 

Es gibt aber noch andere Varianten, an goldene Bananen heranzukommen. Eine Variante ist, dass ihr erst wie schon gehabt ein bestimmtes Event aktivieren müsst, woraufhin dann ein Bananen-Fass auftaucht, bei dem man sich natürlich noch nichts Böses denkt. Es stellt sich dann aber heraus, dass einige Bonus-Fässer sehr schwierig und frustrierend sind. So gibt es zum Beispiel eine Mission, in der ihr eine bestimmte Anzahl an Bibern in ein Loch jagen müsst, was natürlich noch nicht so schwierig klingt. Das Problem dabei ist aber, dass die Biber sogar noch am Rand des Loches nicht reinfallen und einfach weiterlaufen, was sehr frustrierend werden kann und auch ein wenig unfair ist. Solche Missionen, wo man einfach mehr Glück als Verstand braucht, gibt es häufiger.

 

Goldene Bananen lassen sich auch durch Herausforderungen ergattern. In diesen müsst ihr zum Beispiel mit eurem Rennwagen gegen einen anderen Rennwagen fahren, oder ein Wettrutschen gegen einen Käfer gewinnen und möglichst viele Münzen sammeln, damit ihr auch eure geliebte, goldene Banane bekommt. Diese Herausforderungen sind mal schwieriger, mal leichter und manchmal basieren sie auch auf dem berühmten „Trial and Error“-Prinzip, aber sie bringen alle wirklich Spaß und sorgen für gelungene Abwechslung. Und bevor ich es vergesse: Die berühmten Loren-Level, aus der Donkey-Kong-Country-Reihe sind natürlich auch in 3D vorhanden und bringen auch sehr viel Spaß und haben einen gelungenen Schwierigkeitsgrad.

 

Ein weiteres Item, das es zu sammeln gilt, sind die sogenannten Blaupausen. Auch bei diesen gibt es pro Kong jeweils eine. Diese beherbergen einen stärkeren Gegner, der genauso wie die goldenen Bananen mal schwerer Versteckt ist, aber auch mal leichter. Die Blaupausen haben aber auch etwas Besonderes zu bieten. Snide, ein ehemaliger Mitarbeiter von K. Roll, kann euch mit diesen Blaupausen mehr Zeit im letzten Level verschaffen, die ihr auch gut gebrauchen könnt. Außerdem bekommt ihr für jede abgegebene Blaupause eine goldene Banane von Snide. Diese Übergabe ist allerdings immer mit der gleichen, ungefähr zwanzig Sekunden langen Zwischensequenz verbunden, was bei insgesamt 40 Blaupausen ganz schön nervig werden kann.

 

Technik

 

Die Technik von Donkey Kong 64 ist für damalige Verhältnisse eine Wucht, denn dank des Expansion Packs, was auch bei The Legend of Zelda: Majora’s Mask genutzt wurde, sieht das Spiel durchaus auch noch heute ansehnlich aus und ist gut gealtert. Trotz der schönen Grafik und der bemerkenswerten Technik habe ich ein Problem, nämlich die geringe Weitsicht. Die ist teilweise ein wenig störend und beim Suchen von goldenen Bananen oder anderen Gegenständen durchaus ein Problem.

 

Bei der Technik gibt es noch ein kleines Problem, was aber damals bei N64- und PlayStation-1-Spielen durchaus nicht unüblich war, nämlich die Kamera und teilweise auch die Steuerung. Hin und wieder ist es nämlich bei einigen engen Passagen schwer möglich die Kamera so zu drehen, wie man möchte. Zwar gewöhnt man sich an dieses Problem, trotzdem hat es mich ziemlich gestört.

 

Ein weiteres Problem ist - gerade in engeren Abschnitten - die Steuerung, denn diese ist für solche Passagen nicht besonders gut geeignet. Denn wenn ihr über so einen engen Weg lauft und euren Stick nur ein kleines bisschen bewegt, bewegt sich der Kong so ruckartig, dass ihr meistens herunterfallt und die Passage neu starten müsst. Ein Tipp von mir: Nehmt euch ein wenig Zeit, um euren Kong komplett gerade hinzustellen und lauft dann erst los.

 

Rare typischer und genialer Soundtrack

 

Ein Gebiet, auf dem Rare schon immer Meister war, ist der Soundtrack. Dieser ist auch in „Donkey Kong 64“ mehr als gelungen und jeder Track bleibt meist auch im Ohr hängen. Ich habe mich auch selbst öfter dabei erwischt, wie ich die ganze Zeit den Soundtrack mitgesummt habe, weil mir dieser so gut gefallen hat.

 

Gelungenes Bossdesign

 

Die Bosse sind Rare-typisch alle gut konzipiert und teilweise auch recht anspruchsvoll. Zwar gab es auch den ein oder anderen Boss, der mir nicht so gut gefallen hat, wie zum Beispiel der Boss der 3. Welt, weil man dort eigentlich nur im Kreis hüpfen musste, aber in der Regel sind die Bosse gut gelungen und gerade der letzte Boss ist ein echtes Highlight!

Fazit

Abschließend kann ich wirklich sagen: Donkey Kong 64 ist einer der besten Nintendo-64-Titel aller Zeiten! Die Welten und Missionen sind alle sehr abwechslungsreich, aber auch der Soundtrack weiß durchaus zu überzeugen. Wer also ein Fan von 3D-Plattformern ist, der kommt an diesen Titel nicht vorbei. Und für alle, die kein Nintendo 64 mehr besitzen: „Donkey Kong 64“ ist auch im eShop der Wii U erhältlich.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

super

91%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

6.12.1999

Developer

Rare

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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