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Mario & Luigi Superstar Saga

RPG

16.05.2014

Autor: Mario Kablau

 

 

Mario + Rollenspiel = Superstar Saga?

 

Heute möchte ich von einem Spiel berichten, das ursprünglich 2003 für den Gameboy Advance erschienen ist, also schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Vor kurzem ist es nun in der Wii U-Virtual Console gelandet - Grund genug für mich, es noch einmal zu spielen. Meine Erinnerungen an Mario & Luigi: Superstar Saga sind nämlich äußerst positiv und ich spiele die Reihe nach wie vor sehr gerne.

 

Dieses erste Spiel der Reihe ist quasi ein spiritueller Nachfolger vom Super Mario RPG; das von Squaresoft für das Super Nintendo entwickelt wurde. Und so liegt es wohl nahe, dass Alphadream, bestehend aus einer Vielzahl ehemaliger Square-Mitarbeiter, das Genre Rollenspiel mit Super Mario neu anging. Herausgekommen ist ein wirklich tolles, vor allem witziges Spiel, das auch heute noch richtig Spaß macht.

 

 

Die Story - Peach mal nicht entführt!

 

Zentrales Element ist die Geschichte, für die sie sich wirklich etwas haben einfallen lassen. Eine Delegation aus dem benachbarten Bohnenland besucht das Pilzkönigreich für eine Audienz bei Prinzessin Peach. Was jedoch als freundschaftlicher Besuch erwartet wird, ist in Wirklichkeit ein Überfall. Die Herrscherin des Bohnenlandes klaut Peach die Stimme und hinterlässt sie mit einem bombigen Organ. Ab sofort explodiert nämlich jedes Wort, das Peach von sich gibt.

 

Also rast ein Toad zu Mario und bittet ihn um Hilfe, Luigi verfängt sich eher zufällig in die Ereignisse, kommt dann aber mit auf die Reise ins Bohnenland, um Peachs Stimme zurückzuholen. Mit dabei ist auch Bowser, der es sich natürlich nicht gefallen lassen kann, dass sich jemand anders an seiner holden Prinzessin vergreift. Warum die Stimme geklaut wurde, ist natürlich auch von zentraler Bedeutung...

 

Und so beginnt eine lange Reise durch das Bohnenland, die gespickt ist von unerwarteten Wendungen und anderen Überraschungen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Humor, denn das Spiel ist vor allem eins: lustig. Gestik und Mimik der Charaktere sind so ausgelegt, dass sie auch Komik wirklich gut darstellen können, meistes zwar mit einem Touch Slapstick, aber eben so, dass es wirklich lustig ist.

 

Zwar haben die beiden Brüder keine Sprachausgabe, brabbeln aber etwas vor sich hin, das irgendwie italienisch klingt und auch für den einen oder anderen Lacher sorgt. Kurzum: es ist zum schießen. Ständig werden die Lachmuskeln strapaziert, so dass man sich wirklich kurzweilig unterhalten fühlt.

 

 

Super Mario mal nicht als Jump & Run!

 

Okay, ganz verzichten kann Nintendo bei einem Mario-Spiel wohl nicht auf Laufen und Springen. Das Gameplay ist nämlich eine Mischung aus einfachstem Jump & Run, RPG und Adventure. Mario und Luigi laufen über die Oberwelt, die von oben betrachtet wird. Dort können sie über ihre Markenzeichen-Sprünge verschiedene Gebiete erreichen und treffen auf herumlaufende Gegner.

 

Bevor ich daraauf die Kämpfe eingehe, aber noch ein paar weitere Fakten. Die Brüder können nicht nur einfach springen. Später bekommen sie auch weitere Fähigkeiten, wie einen hohen Sprung, den Drehsprung und irgendwann auch zwei Hämmer. Mit denen können sie dann Felsen zerstören und sich auch gegenseitig verkleinern oder unter die Erde bringen. So bietet das Spiel auf der Oberwelt einiges an Abwechslung und man muss auch nicht selten die Umgebung gut erkunden, um weiter zu kommen.

 

Gesteuert wird das Ganze über das Steuerkreuz oder den Stick sowie die Tasten A und B und die beiden Schultertasten. Mit dem Stick bewegt man Mario und Luigi. Der Clou ist vor allem, dass meine beide Helden gleichzeitig steuert. Ein Bruder geht immer vor, der andere folgt. Mit A springt der Vordere mit B der Hintere. Um andere Fähigkeiten einzusetzen, muss man diese mit den beiden Schultertasten umschalten. Ein Druck auf die linke Schultertaste beispielsweise und der hintere Charakter setzt dann mit B eine andere Fähigkeit ein. So kann der hinten stehende Luigi auf Mario und dann von dort aus noch höher springen. Steht Mario hinten, dann springt er auf Luigis Schulter und der Drehsprung wird eingesetzt, mit dem man weite Abgründe überwinden kann.

 

Wenn man später auch die Hämmer hat, kann man so auch Mario klein machen oder Luigi unter die Erde bringen, um Gebiete zu betreten, die sonst nicht erreichbar sind. Genau in diesen Fällen trennen sich die Wege der beiden, was mehr Abwechslung bedeutet.

 

Insgesamt ist die Steuerung gut gelungen, wirkt aber etwas überladen, dadurch dass man später wirklich viel und dauernd umschalten muss. Großartig anders hätte man das auf dem GBA aber nicht lösen können, die Wii U hätte jedoch mit X und Y weitere Möglichkeiten geboten, die wurden aber leider nicht genutzt.

 

Ach so, Rätsel gibt es auch, die sind aber meist eher einfach gestrickt. Mal muss man Schalter suchen und drücken, mal Mario mit Wasser voll pumpen und damit ein Feuer löschen und mal den Ausweg aus einem Labyrinth finden. Das lockert die Wege in der Oberwelt auf, mehr aber auch nicht.

 

Trifft man dann mal auf einen Gegner, dann kommt man in den Kampfbildschirm, sobald man ihn berührt. Man kann jedoch auch direkt aus der Oberwelt auf ihn springen oder ihn mit dem Hammer schlagen, das hat dann direkten Einfluss auf den Kampfbildschirm.

 

Hier läuft das Geschehen rundenbasiert ab. Je nach Statuswerten kommen die beiden Helden und die Gegner der Reihe nach dran und setzen ihre Angriffe ein. Mario und Luigi können dabei vor allem springen oder mit dem Hammer um sich schlagen. Drückt man dabei zum richtigen Zeitpunkt die jeweilige Aktionstaste noch mal, richtet man besonders viel Schaden an. Dazu gibt es auch Attacken, die die beiden Brüder zusammen ausführen. Diese sind besonders stark, erfordern aber nicht nur den Einsatz von rar vorhandenen Brüderpunkten, sondern auch noch geschickteres Timing beim Drücken der Aktionstasten.

 

Aber es geht nicht nur um die Angriffe, ganz entscheidend ist auch die Abwehr. Man kann nämlich so ziemlich allen gegnerischen Angriffen ausweichen oder sie teilweise sogar kontern. Tut man das nicht, ist man sehr schnell am Ende, man muss also so gut wie möglich versuchen, die Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt zu drücken, um keinen Schaden zu nehmen. Nur dann kann man bestehen, vor allem gegen die zahlreichen Endgegner. Alle Gegner geben dabei auch immer Tipps durch ihre Bewegungen, welcher Bruder Ziel des nächsten Angriffes ist. Beobachten ist also angesagt, wenn man erfolgreich sein will.

 

Nach einem Sieg gibt es Erfahrungspunkte, so dass die beiden Helden nach und nach stärker werden. Neben den normalen Statusverbesserungen kann man bei jedem Level-Up auch eine Kategorie wählen, die noch mal einen Bonus bekommt. So kann man die Brüder etwas individueller entwickeln. RPG-typisch gibt es darüber hinaus natürlich auch noch jede Menge Items, Kleidungsstücke und Orden. Alles hat einen Einfluss auf die Statuswerte, aber mehr brauche ich dazu wohl nicht zu schreiben.

 

 

Technik und Umfang!

 

Technisch ist das Spiel in Ordnung, auf dem GBA hat es mir sehr gut gefallen, auf der Wii U sieht es auch in der hohen Auflösung auf einem großen Fernseher noch sehr gut aus, solange man nicht zu nah dran geht. Wenn man es auf dem GamePad spielt, kommt dann sogar fast das Gefühl von damals wieder hoch. Auf dem kleinen Bildschirm sieht es wirklich gut aus, auch wenn ich natürlich heute die drei Nachfolger kenne, die alle drei, vor allem natürlich Dream Team Bros. optisch deutlich mehr her machen. Das ist aber auch kein Wunder, schließlich sind die auf dem DS und dem 3DS erschienen.

 

Die wahre Perle des Spiels ist der Soundtrack. Es gibt zahllose, sehr abwechslungsreiche Stücke, die einfach nur gut sind. Sie gehen einfach ins Blut, so dass ich nicht selten beim Laufen über die Oberwelt zum Beispiel mit den beiden Helden im Takt mit hüpfe. Es gibt, glaube ich, keine andere Reihe, bei der ich sowas sonst tue und das sagt wohl alles.

 

Umfang ist reichlich vorhanden, ich habe insgesamt knapp 20 Stunden gebraucht. Dabei hat das Spiel nicht wirklich Längen, sondern ist genau richtig dosiert. Die Story rückt immer mal wieder in den Vordergrund und es geht vorwärts, so dass man anschließend wieder ein bisschen spielt, bevor es erneut geschichtlich weiter geht. Der Mix ist den Entwicklern wirklich gut gelungen und da man auch fast nie extra kämpfen muss, um aufzuleveln, spielt es sich wirklich flott.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Mario und Luigi: Superstar Saga ist auch heute noch ein sehr gutes Spiel. Klar, die Grafik ist nicht die modernste, aber sie geht in Ordnung, auch auf einem großen Fernseher, wenn man nicht zu nah davor sitzt. Den einzigen Kritikpunkt, den ich aus heutiger Sicht an dem Spiel habe, ist das fehlende einzigartige Feature. Die drei Nachfolger hatte alle etwas Einzigartiges, was dem ersten Teil natürlich noch fehlt. Das kann man dem Spiel aber natürlich nicht ankreiden, es fällt aber bei erneutem Spielen heute einfach deutlich auf. Allerdings bleibt es dabei: Wer es noch nicht gespielt hat, sollte das auf jeden Fall nachholen. Zumindest als Freund von Rollenspielen und / oder Mario-Titeln.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

super

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

2003

Developer

Alphadream

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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