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F-Zero Maximum velocity

Rennspiel

02.05.2014

Autor: Lukas Strübig

 

 

Die F-Zero Reihe ist zwar tot geglaubt, aber nicht vergessen. Und gerade wie die Reihe in letzter Zeit wieder langsam in den Fokus gerückt wird, könnte ein Vorbote für ein großes Comeback sein. Zuerst gibt es ein F-Zero Minispiel in Nintendoland, dann kommt das Ur-F-Zero für die Wi iU Virtual console heraus, und jetzt bekommt die stationäre Konsole auch noch Maximum Velocity, ein GBA Klassiker, den 3DS Botschafter bereits kennen dürften.

 

 

Maximale Beschleunigung

 

25 Jahre ist es her, dass sich Legenden wie Dr. Steward oder Captain Falcon aus dem Rennsport zurück gezogen haben. Der F-Zero Grand Prix hat sich seit dem stark verändert, so sind die Zeiten der Geschwindigkeiten, die an der 1000km/h Grenze kratzten, vorbei und deutlich gedrosselte Maschinen schaffen es, wenns hoch kommt, auf die Hälfte dieser Geschwindigkeit. Der Name Maximum Velocity kommt einem hier als vielleicht etwas fehl am Platze vor, auch wenn Beschleunigung natürlich nicht dasselbe wie Geschwindigkeit ist.

 

Dieser Prämisse folgend haben wir natürlich völlig neue Fahrer mit völlig neuen Gleitern. Anspielungen an die alten Haudegen finden sich hier und da jedoch immer noch. Das Gameplay ist aber wie schon im Ur-Teil. Es hat sich tatsächlich wenig grundsätzliches geändert: Immer noch rast man durch halsbrecherische Strecken und versucht sich gegen seine Kontrahenten und eine ganze Menge zufällig daher fahrender Gegner zu behaupten. Diese sind aber weitaus weniger nervig als noch auf dem SNES, sie sind weniger, fahren einem weniger im Weg herum und explodieren auch nie. Auch die Strecken sind sehr viel moderater aufgebaut und keine für sich stehenden Level mehr. Maximum Velocity ist sehr viel kompetitiver, was man auch am Zwei-Spieler-Modus sieht, der allerdings nur auf dem GBA funktioniert.

 

Mit drei Ligen und vier Fahrzeugen ist der Inhalt unter diesem Gesichtspunkt auch recht rar, doch mit der Zeit schaltet man immer mehr Strecken und Gleiter frei. Ins Ziel kommen ist hier die Devise. Um weiteren Inhalt freizuschalten, wird vom Spieler nicht erwartet, dass er jeden GP gewinnt, dennoch ist man schneller Game Over als man manchmal denken würde. Schließt man ein Rennen nicht mindestens als Dritter ab, muss man nochmal an den Start.

 

Schwächen zeigen sich aber vor allem in der Steuerung. Der GBA hatte deutlich weniger Knöpfe als der SNES und so wird der Booster durch Druck auf beide Schultertasten gelegt. Das ist ein wenig umständlich und leider aktiviert man so den Boost auch manchmal aus Versehen, und manchmal auch einfach gar nicht, aber es ist ein passabler Kompromiss.

 

Das Gameplay ist nach wie vor schnell, adrenalingeladen und herausfordernd. Dennoch hat man hier etwas Potenzial verschwendet. Maximum Velocity ist F-Zero in der Zukunft... der Zukunft. Doch fühlt es sich eben kaum so an. Wären die Fahrer und die Gleiter nicht anders, würde man nicht merken dass mehr als 25 Jahre seit dem Ur-F-Zero vergangen sind. Und das finde ich schade, da genau hier der Zeitpunkt gewesen wäre, mit der Serie etwas mehr zu experimentieren.

 

 

Optik und Sound

 

Auf dem GBA bedient sich Maximum Velocity derselben Mode 7 Effekte wie sein Großvater und läuft dabei gewohnt flüssig und daher auch flott. Eine Eigenart der frühen GBA Spiele allerdings stellen die Gleiter dar, welche vorgerenderte 3D Modelle als Sprites benutzen. F-Zero GP Legends erschuf kurze Zeit später mit seinem eher cartoonigeren Stil einen schöneren und zeitloseren look, dennoch erinnert Maximum Velocity an einen Punkt im Lebenszyklus einer Konsole, in der man noch mit allem herumspielte was das Gerät so her gab.

 

Der Sound ist sehr viel rockiger als auf dem Original und orientiert sich mehr an F-Zero X. Er wirkt aber dadurch auch etwas Future-mäßiger als zuvor und hat den gewohnten Kult Faktor. Gerade das Menü Theme ist einfach großartig.

Fazit

F-Zero Maximum Velocity war ein grandioser Einstieg der Reihe in den Handheld-Bereich. Auf einer Heimkonsole allerdings stört die nicht ganz so gute Steuerung und der etwas biedere, wenn auch eigenartige Grafik Stil. Wer allerdings vom Future Racer nicht genug haben kann und das SNES Original schon in und auswendig kennt, wird auch von seinem GBA Enkel nicht enttäuscht werden.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

67%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.3.2001

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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