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Dr. Mario

Puzzle

03.04.2014

Autor: Lukas Strübig

 

 

Dass es selbst im „Goldenen Zeitalter“ des Gamings bekannte Spielkonzepte gab, die mit marginalen Änderungen größtenteils kopiert wurden, sieht man, wenn man sich die frühe NES Bibliothek ansieht. Noch vor Call of Duty, Guitar Hero oder The Legend of Zelda war Tetris der Platzhirsch der Industrie, und Nintendo brachte nicht nur mit Mario und Yoshi, sondern auch mit Dr. Mario ihren eigenen Twist in dieses simple Gameplay.

 

 

Die Dosierung machts

 

Auf den ersten Blick wirkt Dr. Mario nicht großartig anders als Tetris. Links ist ein Gefäß, in das von oben Blöcke herein fallen, die auf der rechten Seite angekündigt werden. Anders als im Russischen Vorbild jedoch sind die Blöcke eben Pillen, und das Gefäß ist nicht von Anfang an leer.

Viel mehr sind dort drei verschiedene Arten von Viren versammelt, blaue, rote und Gelbe. Diese Viren abzutöten ist das Ziel des Spiels. So verschwinden gleichfarbige Elemente, wenn man mindestens vier von ihnen aneinander reiht. Die Schwierigkeit aber ist, dass der liebe Dr. Mario einfach wahllos irgendwelche Pillen in sein Glas wirft, diese bestehen immer aus zwei Elementen und sind manchmal einfarbig, meistens jedoch zweifarbig. Eine falsche Anreihung kann einen daher stark zurück werfen, weil man ein deplatziertes Element nur mit drei weiteren wieder auslöschen kann. Das Gameplay setzt daher auf schnelle Auffassungsgabe, Planung und Reaktion. Es ist weitaus komplizierter als Tetris, dafür aber auch langwieriger, weshalb Freunde von Puristischem Gameplay hier weniger auf ihre Kosten kommen.

 

Schön ist übrigens, dass sich der Schwierigkeitsgrad im Startbildschrim peinlich genau anpassen lässt, und geht man Game over, stellt dieser automatisch den Grad des letzten Levels ein, sodass man gleich wieder dort starten kann, wo man letztes Mal versagte.

 

 

Präsentation

 

 

Für ein frühes NES Spiel ist Dr. Mario unglaublich gut gealtert. Den simplen Schwarz/Blauen Schachbrett Hintergrund ignoriert man bald, da man sich nur auf das Spielgeschehen konzentriert. So schafft man es auch, den recht hilflos dreinguckenden Dr. Mario nach einiger Zeit nicht erwürgen zu wollen, weil er einem immer die falschen Pillen herüber reicht. Die Viren auf der anderen Seite, hervorgehoben durch eine Lupe, haben nicht nur ein markantes Design, sondern reagieren auch auf das Spielgeschehen. Ein nettes Detail, das zu dieser Zeit nicht unbedingt üblich war.

Darüber hinaus gibt es zwei Musik Tracks, einmal den altbekannten Dr. Mario Sound, viel besser ins Ohr ging bei mir aber der Fieber Track. Ich hätte nie gedacht, dass man Musik komponieren kann, die sich wie Fieber anhört, aber Nintendo hat es geschafft.

Fazit

Dr. Mario ist ein packender, charmanter Klassiker für Zwischendurch, der vor allem Leute motiviert, denen Tetris zu simpel geworden ist. Die Grafik nett, die Musik gut und die Optionen, vor allem den Schwierigkeitsgrad betreffend, lassen keine Langeweile aufkommen.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

73%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27. Juli 1990

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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