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The Legend of Zelda: Oracle of Ages

Action Adventure

26.09.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

A Link to the other Link!

 

Lange Zeit galt es als Fakt, dass ein Zelda-Spiel auf einem Handheld nicht funktionieren kann. Ein episches Abenteuer war eben vor 25 Jahre auf dem Gameboy auch echt nur schwer denkbar. Bis Nintendo dann auf einmal Link’s Awakening ausgepackt hat, das für mich sogar A Link to the Past hinter sich lässt. Wenige Jahre später war es dann Capcom, die sich mit der Serie auf dem Nachfolger Gameboy Color austoben durften. Und dafür haben sie sich einige Besonderheiten einfallen lassen.

 

Die wohl Wichtigste – und mit der möchte ich dann gleich auch einsteigen – ist das Link-Feature. Damit meine ich nicht, dass Link im Spiel vorkommt, sondern dass es zwei ähnliche Spiele für den GBC gibt, die man miteinander verbinden muss, um das gesamte Abenteuer zu erleben. Ursprünglich waren dazu sogar drei Teile geplant, das hat man aufgrund der hohen Komplexität dann aber doch wieder verworfen. So rettet man also mit Link in Oracle of Ages und Oracle of Seasons jeweils unterschiedliche Welten, die aber eigentlich von derselben Gefahr bedroht werden. Die kann man nur bezwingen, wenn man zuvor beide Welten gerettet und die Spiele per Passwort miteinander verknüpft hat.

 

In diesem Test stelle ich euch Oracle of Ages vor – Martins Test zu Oracle of Seasons findet ihr hier: klick.

 

 

Zurück in die Zukunft!

 

In Oracle of Ages wird die Welt natürlich mit einer großen Bedrohung konfrontiert. Eine Weise wird entführt und mit ihrer Hilfe großes Unheil angerichtet. Aber das passiert nicht nur im hier und jetzt, nein auch das Jahr 1885 spielt eine große Rolle... Ach ne, falscher Film. Wie dem auch sei: Die Weise wird in die Vergangenheit entführt und es ist die Aufgabe des Helden, wir nennen ihn einfach mal völlig grundlos Link, sie und die Welt zu retten.

 

Dazu bekommt er im Verlauf des Spiels ein Instrument, mit dem er zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her reisen kann. Das wäre dann die zweitwichtigste Besonderheit im Spiel. Die Welt, in der das Abenteuer spielt, liegt bei Oracle of Ages nämlich in zwei Versionen vor, in den 200 Jahren, die zwischen diesen beiden liegen, hat sich eine Menge getan. Okay, es ist jetzt keine so große Veränderung wie bei A Link to the Past im Vergleich mit A Link between Worlds, aber... Okay, vermutlich doch. ;-)

 

Die beiden Zeiten sind sich aber natürlich auch sehr ähnlich, wiesen aber teilweise doch große Unterschiede auf. So muss sich der Held seines Instruments bedienen, um zwischen den Zeiten zu reisen und das Böse aufzuhalten. Das Spielprinzip ist dabei allerdings nicht großartig neu oder anders im Vergleich zu den anderen Zelda-Spielen der alten Schule (also die in 2D). Man erforscht die Oberwelt, redet mit Leuten, bekämpft Monster und muss Tempel besuchen, um Gegenstände zu erhalten, die man zum Weiterkommen braucht. Ein klassisches Action-Adventure also.

 

 

Gameplay aus der Vergangenheit?

 

Das Gameplay ist also bekannt, einzig die Rätsel die auf dem Spiel mit der Zeit basieren sind neu. Diese sind aber teilweise wirklich geschickt und durchdacht, so dass sie mir großen Spaß gemacht haben. Man muss hier und da wirklich um die Ecke denken, um ans Ziel zu kommen.

 

Allerdings hatte ich nicht mit allen Dingen Spaß. Die große Ähnlichkeit der beiden Weltkarten hat mir nicht selten den letzten Nerv geraubt. Einige Wege sind nämlich in beiden Zeiten unterschiedlich, läuft man also von A nach B um zu C zu kommen, stellt man dann vielleicht fest, dass der Weg, den man gewählt hat, eben nur in der anderen Zeit nach C führt. Dann muss man oft nicht nur zurück zum Ausgangspunkt, sondern auch durch die Zeit reisen und den Weg noch einmal laufen. Insgesamt fand ich das Spiel, damals auf dem GBC und auch heute auf dem 3DS noch, eher unübersichtlich.

 

Außerdem habe ich das Gefühl, oft alleine gelassen zu werden. Wenn ich dann gleichzeitig noch The Wind Waker HD spiele, dann frage ich mich echt, ob das wirklich Spiele aus derselben Reihe sind.

 

Jedenfalls ist das Gameplay wie bereits erwähnt sehr klassisch. Man läuft mit seinem Helden durch die Oberwelt, die man von oben im Blick hat. Dort muss man Leuten helfen oder Rätsel lösen, um das jeweils nächste Ziel, das von einem seltsamen Baum vorgegeben wird, zu erreichen. Diese Ziele sind meistens Tempel, in denen man dann zunächst zum Boss vordringen muss, um ihm dann den Garaus zu machen. Dabei gibt es die gewohnten Hilfsmittel wie Karte, Kompass und Schlüssel.

 

Im Laufe der Zeit erhält man neben Schwert und Schild noch andere hilfreiche Items, die dann in Tempeln und in der Oberwelt eingesetzt werden müssen, um weiter zu kommen. Wer Zelda kennt, der kennt das auch alles schon. Dennoch sind Tempel und Rätsel generell teilweise sehr frisch. Alleine die Gondeln, mit denen Link durch einen Tempel rast, sind eine wirklich tolle Idee.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist das Spiel aus heutiger Sicht natürlich kein Meisterwerk. Es ist aber doch – wie die meisten 2D-Spiele, sehr gut gealtert. Es ist abwechslungsreich, sauber gezeichnet und vor allem die Charaktere sorgen nicht selten für diverse Lacher, die sehen teilweise wirklich zum Schießen aus... Akustisch finde ich Oracle of Ages nicht ganz so gelungen. Mir sind jedenfalls keine Stücke so im Kopf geblieben, dass ich mich lange dran erinnere. Da mir das bei fast allen anderen Spielen der Reihe nicht so geht, sind meine Erwartungen hier nicht erfüllt.

 

Die Steuerung funktioniert sehr gut, allerdings stört mich teilweise extrem, dass man nur zwei Tasten für Items und Waffen hat, so muss man wirklich ständig wechseln, weil man immer wieder etwas anderes braucht. Schade, dass man die zusätzlichen Tasten des 3DS hier nicht nutzt, aber das wäre vermutlich auch ein unverhältnismäßig hoher Aufwand gewesen.

 

Am Umfang gibt es dagegen nichts zu meckern. Das Spiel unterhält locker 30 Stunden, in Zusammenspiel mit Oracle of Seasons sogar noch länger. So muss das sein. Da die Abwechslung stimmt, wird es auch nie langweilig oder gar monoton.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

The Legend of Zelda: Oracle of Ages gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsspielen der Reihe, aber vor allem für Liebhaber der 2D-Titel ist es eigentlich ein Pflichtkauf. Wer es damals auf dem GBC verpasst hat, der kann nun diesen Klassiker nachholen – ich habe die Chance genutzt und nun endlich beide Spiele auch mal zusammen durchgespielt. Damals hatte ich nur eines der beiden. Zur Verkürzung der Wartezeit auf den neuen 3DS-Teil ist es auf jeden Fall eine Investition wert.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

2001

Developer

Capcom

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

5

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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