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Wario Land II

Jump 'n Run

14.08.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Die Piraten greifen an

 

Nachdem Wario sich in seinem letzten Abenteuer nun sein eigenes Schloss erkämpft hat,

genießt er sein Dasein in jenem nun voll und ganz. Jedoch dauert es nicht lange, bis die Piraten wieder anrücken und ihm die Bude unter Wasser setzen. Zu allem Überfluss nehmen sie dann auch gleich noch seine heißgeliebten Schätze mit, die er sich über die ganze Zeit hin angespart hat. Genau darum staunt Wario auch nicht schlecht, als er aus seinem Tiefschlaf gerissen wird, und statt seines Schlosses eine Schwimmhalle findet. Folglich entdeckt er, das irgendwas nicht stimmt und nimmt sofort die Jagd nach den Unruhestiftern auf.

 

Durch Wald und Wiese

 

Nachdem Wario herausgefunden hat, dass seine frisch gebackene Erzfeindin Käpt'n Syrup hinter dem Überfall steckt, macht er sich natürlich sofort auf den Weg, diese erneut zur Räson zu rufen. Dafür erklimmt Wario wieder hohe Berge, durchkämmt gefährliche Wälder und Dschungel und schmettert sich seinen Weg durch die Insel bis hin zur Burg von Syrup.

 

Auf dem Weg dorthin ist es in diesem Wario Land-Teil übrigens möglich von eigentlichen Weg abzukommen und bis zu sechs Enden freizuspielen. Je nachdem wohin man in verschiedenen Levels geht, landet man plötzlich an Orten, zu denen man gar nicht wollte, doch merkt man schnell, dass sich auch Syrup und ihre Truppe ein wenig verlaufen hat. Somit sprengt dieses Spiel doch schon ziemlich den Zeitrahmen eines für damalige Zeiten normalen Spiels und fiel demnach auch im positiven Sinne ein wenig aus der Reihe.

 

Neues Spiel, neue Fähigkeiten

 

Ein neues Abenteuer verlangt natürlich auch nach neuen Möglichkeiten, und auch hier lässt sich Wario Land II nicht lumpen und strahlt wieder geradezu mit Innovation. Angefangen bei dem Spielprinzip direkt, das nun nicht einzig darauf beharrt, eine Tür zum Ausgang zu finden, sondern meinetwegen auch mal ein Hahn in ein Nest zu führen, oder eine bestimmte Anzahl an Gegnern zu besiegen.

 

Dann glänzt Wario auch noch mit neuen, einzigartigen Fähigkeiten, die jetzt zwar nicht mehr durch Gegenstände hervorgerufen werden, sondern mehr oder minder durch die Umgebung. So kann Wario bspw. Von einem Block plattgequetscht werden, um so durch winzige Luken in der Wand zu passen. Oder aber von einem Bäckermeister gefüttert werden, um noch dicker zu werden und durch wirklich alle Beschaffenheiten brechen zu können. Dies ist in der Hinsicht ebenfalls eine lustige Idee, die Atmosphäre wirklich mit dem Charakter zu verbinden. Dies hat das Spiel bravourös gemeistert.

 

Der neue Look

 

Man merkt schnell, dass Wario sich in seine neue, bunte Welt sehr gut einprägt und trotz der gewaltigen Unterschiede zum vergleichbaren ersten Titel, doch seinen Charme gehalten hat. Der neue Look steht ihm ebenso gut, wie der alte Schwarz-Weiß-Ton und an der Musik wurde auch nicht gespart. Die Soundeffekte sind witzig und wirklich perfekt eingesetzt worden, sodass es in diesem Bereich wirklich nichts zu meckern gibt. Ich glaube, dass es kaum ein Spiel gibt, das in damaligen Verhältnissen so geglänzt hat, wie Wario Land II.

Fazit

Ein grandioser Nachfolger für ein grandioses Spiel. Wario Land II hat wieder genau ins Schwarze getroffen. Innovation taucht hier on Mass auf; angefangen bei der Wahl der Story, weitergeführt bei den tollen Missionen, die sich nicht mehr einzig auf das Finden des Ausgang belaufen und schlussendlich bei der Tatsache ankommen, die Umgebung perfekt mit dem Charakter zu verbinden. Dies erkennt man vor Allem in Bosskämpfen hervorragend. Wario Land II ist auf jeden Fall etwas, was man gesehen haben muss, um darüber sprechen zu können. Ein hervorragendes Spiel, bei dem man fast keine Verbesserungswünsche mehr hegt.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

91%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

Februar 1999

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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