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Monster World IV

Jump 'n Run

12.07.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Ein (krönender) Abschluss

 

Mit dem Spiel Monster World IV findet auch die gleichnamige Reihe Wonderboy, bestehend aus vier Teilen, ihr Ende. In diesem Teil läuft man, wie allzu oft, mit seinem Charakter durch verschiedene zweidimensionale Territorien, vernichtet Feinde, sammelt Gegenstände und versucht erneut die Lande vor einer schier unaufhaltsamen Bedrohung zu bewahren. Dieses Mal schlüpft man in die Rolle der jungen Asha; einem „Shantae“-ähnlichen Mädchen, welches die riskante Aufgabe annimmt, gegen die Monster anzutreten.

 

Was ist den nun schon wieder passiert?

 

Ja, wie zum Teufel ist Asha eigentlich darauf gekommen, so mir nichts, dir nichts loszuziehen und die Monster aufhalten zu wollen, die sich über die Welt verbreiten?

 

Nun ja, alles beginnt so: Asha steht auf einer Klippe, welche den wunderschönen Blick aufs Meer freigibt; plötzlich vernimmt die aus der Ferne verzweifelte Hilfeschreie und möchte dieser Sache auf den Grund gehen. Dadurch wird sie dann zufällig in ein Abenteuer verwickelt, welches über das gesamte Schicksal Monsterlands entscheiden soll.

 

Auf in den Kampf

 

Wie schon gesagt, besteht das Spiel größtenteils aus Gelaufe und Gemetzel. Das eigentlich ziemlich linear verlaufende Plattform-Game schickt einen jedoch nicht gänzlich unbewaffnet ins Gefecht. Zur Verfügung stehen einem von Anfang an ein Schwert und ein Schild, welches durch die einfache Steuerung auch schnell und gut zu benutzen ist. Des Weiteren lassen sich in diversen Shops in Städten oder Basaren diverse Power-Ups und Tränke kaufen, welche zur Folge haben, dass Asha stärker wird. Außerdem stehen fasst an jeder Ecke Götterstatuen, welche einem die volle Lebenskraft zurückgeben, insofern man sie anbetet.

 

Man sieht, es kann einem eigentlich so gut wie gar nichts passieren. Wären da nicht diese verflixten Monster. Selbst gut ausgerüstet ist es noch schwer, gegen die Feinde anzukommen, da diese oft sehr trickreiche und fast schon heimtückische Angriffe verwenden. Dies ist aber nicht unbedingt als Defizit zu betrachten, da ein wenig Herausforderung ja nicht fehlen darf. Immer wieder wird man im Verlauf des Abenteuers darauf angewiesen sein, mit den Leuten in Dörfern zu reden, um zu erfahren, wie man fortzufahren hat. Dies ist wiederum sehr sympathisch und zeugt von Innovation für damalige Verhältnisse.

 

Das Beste zum Schluss

 

Sehr überrascht hat mich auch die wunderschöne Grafik und die fulminanten Klänge.

Die Landschaften sind sehr schön und detailliert erschaffen worden und geben trotz der Tatsache, dass nur nach rechts und links gelaufen werden kann, viel Raum, um liebevolle Szenarien zu bestaunen. Begleitet wird dies durch atmosphärisch einzigartig gestaltete Musik, welche einem das Gefühl von Heimeligkeit und Wärme anbietet und den Spieler gänzlich ins Spielgeschehen zieht. Der Ablauf der einzelnen Charaktere ist sehr schön anzuschauen und macht Lust auf mehr. Schon allein in der ersten Szene, in der Asha unter Verabschiedung der Bewohner ihr Heimatdorf verlässt ist sehr rührend. Neben dem findet man auch an gewissen Stellen im Spiel undefinierbare Weidentiere grasen, welche sogar Geräusche von sich geben, wenn man sie anspricht. Also dies bezüglich hat das Spiel genau ins Schwarze getroffen.

Fazit

Durch die wunderschöne Grafik und das kinderleichte Gameplay kristallisiert sich Monster World IV zu einer wahren Perle des damaligen Genres. Durch die zahlreichen, bunt gestalteten Szenarien und liebevoll animierten Charaktere findet man sich schnell zurecht und verliert auch nie die Lust weiterzuspielen und Neues zu erkunden. Die Gegner versprechen herausfordernd zu sein und einen gehörig auf die Probe zu stellen, jedoch nicht unschlagbar zu werden. Wer sich also mal wieder gänzlich in einer Spielwelt verlieren möchte und dabei alle reellen Sorgen vergessen will, dem kann ich Monster World IV wärmstens ans Herz legen. Es bietet sowohl für Neuankömmlinge, als auch für Greise im Bereich Videospiel einen wunderbaren Platz.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

1. April 1994

Developer

Westone

Publisher

SEGA

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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