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The Simpsons Hit & Run

Action

30.05.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Ich guck' zwar die Simpsons nicht im Fernsehen, da mir diese Sendung ein wenig zu sarkastisch, ketzerisch und politisch inkorrekt ist, jedoch fand ich dieses Spiel recht gelungen! Erwartet also bitte keine totalen Fachinfos und Vergleiche zur Serie! Ich versuche lediglich hervorzuheben, was dieses Spiel ausmacht und habe mich daher in den Grundzügen auch mit der Fernsehserie beschäftigt, ja, sie sogar ab und an geschaut.

 

 

Hilfe, die Simpsons kommen!

 

Nachdem die Simpsons nun schon jahrelang das Fernsehprogramm tyrannisieren, machen sie jetzt auch den Gamecube unsicher. Und das nicht zu knapp. Begleite Homer, Bart, Marge, Lisa und Apu durch sieben spannende Teile von Springfield und vernichte oder behüte alles, was du willst. Doch sei bei Ersterem vorsichtig, denn solltest du es zu weit treiben, wird sich die Polizei bald schon deiner annehmen und das kann unschön werden, wenn du nicht schnell genug fliehst.

 

Eigentlich beginnt alles ganz unspektakulär: Homer möchte sich die neue Buzz-Cola besorgen und macht sich auf dem Weg zum Kwik-E-Markt. Jedoch begegnen ihm dahin in der ganzen Stadt ominöse Wespen-Cams und schwarze Vans, die die Leute verfolgen und ausspionieren. Das ist ihm nicht geheuer und so beginnt er Ermittlungen anzustellen. Seine Familie, sowie ganz Springfield hält ihn zwar für paranoid, doch helfen ihm dennoch stets bei seinen verrückten Aktionen, Amerika vor dem „Untergang“ zu bewahren.

 

 

Zerstören, was das Zeug hält

 

Das Gameplay ist relativ easy: Einfach immer draufpreschen. Entweder mit coolen Fahrzeugen, wie Mr. Schneepflug, oder aber zu Fuß. Wobei alle spielbaren Charaktere das Fahren sehr bevorzugen. Bei dieser flotten Odyssee bemerkt man erstmal, was für Probleme die Leute in Springfield eigentlich haben. An jeder Ecke steht ein gelber Typ, der einen anhaut, Rennen zu fahren, Kostüme zu kaufen, oder dreckige Wäsche in den Waschsalon zu bringen. Es gibt eigentlich keinen Levelabschnitt, in dem man nicht von seiner eigentlich leicht abzuschließenden Hauptmission abgebracht wird, um etwas total Verrücktes für andere zu tun. Im Kern ist das Gameplay also wie eine Mischung aus Rockstars Grand Theft Auto und Segas Crazy Taxi.

 

Das Einzige, was bedauernswert ist, ist, dass alle Charaktere dieselben Gestiken draufhaben, sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere. Somit kann hier von einzigartigen Persönlichkeiten nicht die Rede sein. Des Weiteren besteht das Game nur aus vier Aktionen: Schlagen, Treten, Laufen, Fahren. Wenn man das drauf hat, kommt man relativ gut durch das Spiel. Dennoch wird dieses Manko durch die abwechslungsreichen Aufgaben, witzigen Dialoge und motivierenden Sammel- und Zerstörungsaktionen wieder wett gemacht. Denn in jeder Welt kann man sowohl Wespen-Cams suchen und vernichten, als auch Gags und Karten sammeln, durch die exklusive Bonusmaterialien freigeschaltet werden.

 

 

Die Rennen werden härter

 

Je weiter man im Spiel fortschreitet, desto knackiger werden die Rennen. Wo man am Anfang noch ganz gemächlich an Petty und Selma vorbeirauscht, wird man schon aufmerksamer, wenn Bart einen in seinem Raketenauto nur noch im Windschatten stehen lässt. Tunen lassen sich die Wagen leider nicht, doch findet sich irgendwo in der Stadt immer irgendein Crack, der einem ein maßlos überteuertes Auto mit angemessener Geschwindigkeit andrehen will. Das dafür benötigte Kleingeld erhält man für erledigte Missionen, bzw. zerstörte Objekte. Je wertvoller dabei das Objekt ist, desto mehr Münzen winken; - aber Vorsicht! - desto schneller wird auch der Sportverein blau-weiß auf einen aufmerksam!

 

Oh Mann, nicht einmal in der Virtualität lassen sie einen mit Gesetzen und Strafen in Ruhe. Nun ja, was soll man auch erwarten, wenn man einfach so mutwillig Eigentum zerstört? Jedenfalls solltet ihr immer schon die Hit&Run-Anzeige im Auge behalten. Immer wenn ihr etwas zerstört oder jemanden verletzt steigt sie an. Sobald sie den roten Bereich berührt hat, wird es tückisch für euch und ihr solltet euch schon mal ein sicheres Plätzchen suchen, denn wenn Chief Wiggum einen erst mal am Schlafittchen hat, lässt er denjenigen nicht eher wieder los, bis er schon brav geblecht hat ... und das ist TEUER!

 

Vor allem in den Missionen, wo ihr meist unter Zeitdruck steht und nicht auf jede Ameise aufpasst, die über die Straße krabbelt, kann die Polizei schon recht nervig werden, da sie einem neben dem Geld auch noch ungemein viel Zeit stiehlt. Schafft man es jedoch den nie enden wollenden Streifenwagen lange genug aus dem Weg zu gehen, klinkt das Hit&Run-o-Meter langsam wieder ab und sie lassen euch wenigstens zeitweilig in Frieden.

 

 

Sehens- und Hörenswertes

 

Über die Grafik kann man streiten. Andererseits ist sie für Gamecube-Verhältnisse schon recht gut. Allerdings spielt der Charme und die Witzigkeit der einzelnen Charaktere den Grafikstil eh vorerst in den Hintergrund. Die einzelnen Szenerien sind mit typischer Simpsons-Musik unterlegt, die Freude bereitet und altbekanntes Feeling bringt. So kann man bspw. zur Titelmelodie mit der pinken Familienkutsche über die kaputte Brücke zum Atomkraftwerk gleiten oder zu "Send in the Clowns" Krusty und Mr. Burns eine reinhauen und gleich dazu noch das Cabrio von Smethers schrotten.

 

Die vielen urkomischen Aufträge und altbekannten Zeitgenossen bringen einen, trotz ihrer aus heutiger Sicht vielleicht schlichten Grafik, das ein oder andere Mal wirklich zum Schmunzeln. So z.B. Rektor Skinner mit seiner Mutter, die ihren armen Sohn herumkommandiert, was im Endeffekt wieder dazu führt, dass Lisa furchtbare Aufträge erledigen muss, die Skinner selbst zu albern sind. Oder Milhouse, mit seinem dicken Daddy, der Homer des Öfteren in Schwierigkeiten bringt und durch seine Angeberei schon mal richtig eine geflammt bekommt.

 

 

Der destruktivste Multiplayer

 

„The Simpsons - Hit & Run“ bietet euch ebenfalls die Möglichkeit, einem, oder bis zu drei Freunden, mal so richtig die Haube zu polieren. Der letzte wird buchstäblich auf der Strecke bleiben, doch keine Angst: Droht das Fahrzeug zu explodieren, springt der Fahrer im hohen Bogen hinaus und kann immer noch versuchen, das Rennen zu Fuß zu machen. (Viel Erfolg!)

 

Vom Ablauf her gleich mit den Rennmissionen aus dem Singleplayer; nur können im Multiplayer-Modus die Strecken und die Rundenzahl gewählt werden. Fahrzeuge und Strecken können im Singleplayer-Modus freigeschaltet werden. Dieses Rennen ist jedoch nichts für schwache Nerven, denn die Polizei wird sich hier nicht einmischen, also Feuer frei und vernichten was geht! Hauptsache am Ende als Erster zum Ziel gelangen, ganz nach dem Motto: No Risk no Fun!

Fazit

„The Simpsons - Hit & Run“ fügt den altbekannten Charme der TV-Serie in die Herzen der Videospieler. Die Steuerung ist zwar bei allen Charakteren gleichbleibend und einfach gehalten, jedoch ist dies kein wirklich schlechter Aspekt, da die Charaktere durch verbale Einzigartigkeit im ganzen Spiel über mehr als punkten. Die Ladezeiten werden durch lustige Zeitungsartikel verkürzt und die Story ist Simpsons-like witzig und auch ein wenig sarkastisch. Obwohl sich viele Missionen wiederholen, bereichern die variablen Level und Welten das Spiel doch mit Abwechslung und bietet somit einen Spaß für die ganze Familie. (Jedoch nicht für einen Fahrschüler, dessen Vater danebensitzt)

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

69%

Multiplayer

Release

16.09.2003

Developer

Radical Entertainment

Publisher

Vivendi Universal Games

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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