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Lylat Wars

Shoot 'em Up

25.11.2007

Autor: Arne Schreiber

 

System: N64

Controller: Classic / GameCube

Erschienen: 1997

Preis: 1000 Wii Punkte

 

 

Eine Dekade ist es nun her, dass Lylat Wars (Starfox 64) in Deutschland erschien. Das Spiel war der Nachfolger zu Starwing (Starfox) auf dem SNES und bot eine ähnliche, wenn nicht sogar furiosere Action auf dem Bildschirm. Ein absolutes Novum war seiner seit das Rumble Pak. Heute Standard in jedem Controller (außer bei Sony haha), wurde das Rumble Pak, das man in den Controller stecken konnte, gleich im Bundle mit dem Titel verkauft. So spürte man zum ersten Mal, was man sieht.

 

 

Story

 

Im Grunde gestaltet sich die Story wie im SNES Vorgänger, wurde aber einigen Stellen aufgepeppt. Der verrückte und machthungrige Wissenschaftler Andross hatte sich auf dem Planeten Venom eingenistet und sorgte dort für einige Unruhe, so dass die lylatanische Regierung einen Aufklärungstrupp, bestehend aus James McCloud, Peppy Hare und Pigma Dengar aussendet.

 

Schon bald stellt sich heraus, dass Pigmar, der Name ist übrigens Programm, ein Verräter ist und James McCloud gefangen genommen wird. Peppy dagegen gelingt so gerade die Flucht und kann der Regierung auf dem Heimplaneten Coneria den Invasionsplan von Andross mitteilen. Nur wenig Zeit verstreicht und schon beginnt die Invasion des gesamten Sonnensystems. Dabei dringt sie bis nach Coneria vor. Die letzte Rettung des Planetensystems liegt in den Händen von Fox McCloud und seinem StarFox Team. Fox übernimmt die Aufgabe natürlich, schließlich möchte er ja in Erfahrung bringen, was mit seinem Vater geschehen ist.

 

 

Spielablauf

 

So beginnt das Spiel auf dem Planeten Coneria, den es als ersten zu befreien gilt. Das StarFox Team besteht aus Fox, Falco, Slippy und Peppy. Im Grunde ist man aber nur alleine unterwegs bzw. die eigenen Teammitglieder tragen zur Rettung des Systems nichts bei. Außer, dass sie hier und da ein paar Gegner abschießen und Tipps abliefern, ist deren Hilfe nicht gerade sonderlich groß. Stattdessen geraten sie alle naselang in Bedrängnis und wollen auch noch von Fox gerettet werden. Dank der englischen Sprachausgabe kommt aber durch die Vielzahl der Gespräche unter den Teammitgliedern eine weitere Spur Atmosphäre ins Abenteuer. Damals wurde damit geprahlt, dass das Spiel über 500 verschiedene Sprachfetzen bietet. Das mal als Detail am Rande.

 

Die Level laufen nach zwei Schemata ab. Im normalen Modus fliegt man einen vorgebenden Weg und ballert auf alles, was einem vor das Fadenkreuz kommt, bis einem der Endboss des jeweiligen Levels gegenübersteht. Zweite Variante ist die offene Formation. Hier kann man sich in einem bestimmten Radius frei in 360° bewegen und muss, wie soll es auch anders sein, einen Gegner nach dem anderen abschießen. Wie bei Shoot’em Ups üblich gibt es Power Ups, um seine Energie wieder aufzufrischen, oder um den Laser des Arwing zu verstärken. Wichtiges Feature des Lasers ist die Möglichkeit den Schuss aufzuladen. Ein geballter Schuss richtet natürlich nicht nur mehr Schaden an, sondern man kann ihn auch zielsuchend einsetzen und damit mehrere Gegner auf einmal vom Himmel oder Weltraum holen, was wiederum mit einem größeren Punktebonus belohnt wird. Gerade für Highscorejäger ist das sehr interessant. Denn das Spiel kann locker in einer guten Stunde durchgespielt werden. Trotzdem bietet es durch die insgesamt 3 verschiedenen Flugrouten, mit 15 Planeten und versteckten Wegen genug Variationsmöglichkeiten. Zudem besitzt jedes Level zwei Ausgänge. Je nach dem welche Missionsziele innerhalb eines Levels erreicht werden, entscheidet darüber, ob man nun eine Mission beendet oder die Mission erfüllt.

 

Für eine bestimmte Anzahl von Abschüssen bekommt man sogar eine Medaille. Sind auf allen 15 Planeten die Medaillen eingesackt, wird ein höherer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet und die Messlatte für das Punktelimit wird ebenfalls hoch geschraubt. So lassen sich nun weitere 15 Edelmetallplättchen sammeln. Und das steigert wiederum die Langzeitmotivation.

 

Um zu einer hohen Abschusszahl zu kommen, ist es wichtig viele Gegner auf einmal abzuschießen. Fliegende Formationen werden am besten mit einem auf geladenen Schuss so aufgelöst, dass ein Schuss in die Mitte reicht, so dass ein Schwadron direkt mit nur einem Treffer ausgeschaltet wird. Je mehr Gegner gleichzeitig mit einem Schuss abgeschossen werden, umso höher fällt die Punktekombo aus. Ganze Schwärme an Feinden lassen sich am besten mit den nur begrenzt verfügbaren Bomben erledigen.

 

 

Ein gutes Spiel bleibt ein gutes Spiel

 

Dieser Satz spiegelt sich auch in Lylat Wars wieder. Denn durch das gelungene Gameplay ist das Action-Spiel selbst nach über 10 Jahren sein Geld wert. Die Spielbarkeit geht immer noch leicht von der Hand und es bereitet einem viel Spaß, akrobatische Flugmanöver wie den Looping oder die Rolle auszuführen, um damit den gegnerischen Geschossen geschickt auszuweichen. Die zum Teil furiose Action auf dem Bildschirm tut da ihr übriges. Selbst heute kann sich die Grafik noch sehen lassen, besonders die Bildschirm füllenden Endbosse, mit ihren ausgeklügelten Angriffstaktiken. Ein gern genommenes Beispiel ist der Katina-Level, dessen Inspiration mit Sicherheit der Film Independence Day gewesen ist. Ähnlich wie im Film muss ein gigantisches Mutterschiff vom Himmel geholt werden. Nebenbei fliegen gut zwei Dutzend feindliche Jäger auf dem Schlachtfeld herum.

 

Gelungen ist auch das Trefferfeedback des Lasers, schade dabei ist, dass auf der Virtual Console der Rumble Effekt nicht wiedergegeben wird. Durchweg gelungen ist auch die musikalische Untermalung. Zwar vermisst man hier und da die fetzige Musik aus dem Erstling, trotzdem ist die orchestrale Midi-Musik, von Nintendos Hofkomponisten Koji Kondo, sehr gut. Die gelungene Sprachausgabe trägt zur Atmosphäre bei.

 

Neben dem Einspielermodus besitzt das Spiel sogar einen Multiplayer für bis zu vier Spielern, der leider nur eine nette Dreingabe als ein vollwertiger Modus ist. Zwar lassen sich mit den Erwerb der Medaillen nach und nach neue Modi, wie den Panzer oder ‚’zu Fuß unterwegs sein’ Modus freischalten. Aber da  nur zwei spielbare Arenen existieren, stößt der Spaß schnell an seine Grenze. Somit steht der Mehrspielerpart in keinem Vergleich zu dem Singleplayer oder anderen Multiplayergaudi wie z.B. eines Mario Kart 64.

Fazit

Unter dem Strich bleibt zu sagen, dass alle Action-Shooter-Fans bedenkenlos zugreifen können, gerade jene, die gerne Highscores nachjagen und die Abenteuer über und mit Fox McCloud mögen. Mit Lylat Wars hat man auch den besten Teil der traditionellen Shooter-Serie in seinem Besitz.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

1.000

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4


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