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Mystic Quest Legend

RPG

05.10.2010

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Das erste klassische Rollenspiel auf einer Nintendokonsole in Europa

 

Bevor Mystic Quest Legend 1993 direkt nach Zelda: A Link to the Past in Europa erschien, war es bei uns undenkbar, ein Rollenspiel dieser Art auf einer Nintendokonsole herauszubringen. Nur auf dem PC erschienen erfolgreiche Reihen wie Might and Magic, wobei da anzumerken ist, dass der zweite und dritte Teil dieser Reihe später für das SNES portiert wurden. Doch fasste Square mit diesen Einsteigertitel Fuß, um das Genre für das Super Nintendo auch den Spielern der westlichen Welt näher zu bringen. In Amerika erschien es unter dem Titel Final Fantasy Mystic Quest, da aber die Europäer zur damaligen Zeit nichts mit Final Fantasy aber mit dem Gameboy-Titel Mystic Quest (in Japan Seiken Desentsu 1) etwas anfangen konnten, erschien es unter den jetzigen Namen Mystic Quest Legend.

 

 

Einfache Handlung und Spielweise

 

Die Geschichte kann auch aus einem klassischen Fantasybuch stammen: Als namenloser Held muss man vier magische Kristalle mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Wind vor dem Dämonenkönig und seinen Schergen retten. Diese sind auf der ganzen Welt, deren Zentrum der Turm des Bösen ist, verstreut und werden von jeweils einem starken Wächter bewacht. Dieser verfügt auch ganz zufällig über die Kräfte des Elementes und auch die Dungeons sind im Stil des jeweiligen Kristallelementes gehalten. Unterstützung bekommt der Held durch vier weitere Kämpfer, die er in Städten antrifft. Es sind die Kämpferin Kalia, der Ninja Tristan, der Kämpfer Ruben und die Magierin Phobia.

 

Auf der Weltkarte sind die Pfade schon fest vorgegeben, nur in Dungeons und Städten hat man die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Monster bewegen sich innerhalb der Dungeons gar nicht und verfolgen den Helden auch nicht, aber diese sind so platziert, dass der Held ohne einen Kampf nicht durchkommt. Speichern ist im Spiel glücklicherweise überall möglich.

 

Das Kampfsystem ist sehr einfach gehalten und besteht immer nur aus zwei Figuren. Der namenlose Held bleibt als feste Figur darin immer bestehen, während der zweite Held variiert. Nach Kämpfen aufgelevelt wird nur der namenlose Held, die anderen Charaktere behalten das gleiche, aber auch auf die Gegner angepasste Levelniveau. Im Kampf hat man die Auswahl zwischen Angriff, Zauber, Gegenstände und Flucht also die klassischen Optionen in solchen Kämpfen, ein Fluchtversuch scheitert in Bosskämpfen immer. Stirbt man im Kampf, kann man diesen direkt wieder aufnehmen und muss das Spiel nicht an der gespeicherten Stelle laden.

 

Der Protagonist hat zudem die Möglichkeit, neben dem Schwert auch noch weitere Waffen wie Axt, Bomben oder Ninjasterne auszuwählen, die anderen Helden sind auf feste Waffen eingeschränkt. Das Magiesystem besteht aus vier Arten von Magie (Angriffs-, Heil- sowie stärkere Angriffs- und Heilzauber) mit jeweils vier Zaubern. Der Held hat wie bei den Waffen wieder einen Erweiterungsvorteil und kann sich in Truhen gefundene Zauber aneignen.

 

 

Technik- und Meckerecke

 

Die Grafik des Spiels hätte sicherlich auch auf dem NES laufen können, da es verglichen mit damaligen Titeln auf dem SNES, wie zum Beispiel Zelda: A Link to the Past, sehr schwach ist und die Grafikleistung der Konsole absolut unterfordert. Soundtechnisch sieht es besser aus, da haben die Entwickler eine dem SNES angemessene Qualität entwickelt, besonders die rockige Musik im Spiel ist bis heute für mich unvergesslich.

 

An dem Spiel zu meckern gibt es außer der schon genannten schwachen Grafik nichts, da es als Einsteiger-Rollenspiel konzipiert ist. Einzig und allein zu bemängeln ist der Preis von 800 Nintendo-Points, wo Nintendo meines Erachtens aufgrund der Kürze und auch Grafik aus Kulanz 500 Punkte dafür hätte nehmen können. Nur weil es für das Super Nintendo erschienen ist, rechtfertigt das den Preis noch lange nicht.

Fazit

Aufgrund der Tatsache, dass man das Spiel im Gegensatz zu Spielen wie Secret of Mana leicht an einem Tag durchspielen kann und die Technik noch aus NES-Zeiten stammt, finde ich den Preis von 800 Nintendo-Points einfach nur übertrieben und plädiere für 500 Punkte. Für Fans der Reihe und Rollenspielfans lohnt sich der Kauf trotzdem, da es neben Lufia der einzige deutschsprachige SNES-Titel mit dem klassischen Rollenspielkampfsystem ist. Auch für den Einsteiger ins klassische Rollenspiel ist dieser Titel sehr interessant und ein lohnenswerter Kauf. Wer dagegen unbedingt ein gutes Rollenspiel mit großem Umfang haben möchte und mit Englisch kein Problem hat, sollte für den gleichen Preis besser zu Super Mario RPG greifen. Zusammengefasst ein gutes wenn auch sehr leichtes Rollenspiel aus dem damaligen Hause Square.

Grafik

sch...

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

68%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

24.09.2010

Developer

Squaresoft

Publisher

Square Enix

Nintendo Points

800

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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