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The Legend of Zelda - Majora's Mask

Action Adventure

05.04.2009

Autor: Martin Küpper

 

 

Mondlicht kann tödlich sein

 

Majora’s Mask knüpft direkt an die Handlung von Ocarina of Time an.

Wieder in seiner kindlichen Gestalt führt das Schicksal Link einmal mehr in ein gigantisches Abenteuer. Nach der Verfolgung eines diebischen Horrorkids findet sich Link in Unruhstadt, im Lande von Termina gelegen wieder. Unglücklicherweise steht dem Land buchstäblich eine große Katastrophe bevor, denn der Mond droht mitten in die Stadt zu fallen und selbige sowie das gesamte Land zu zerstören, woran das Horrorkid nicht ganz unschuldig ist. Gerade noch rechtzeitig erlangt Link die gestohlene Ocarina zurück und reist mittels Lied der Zeit drei Tage in die Vergangenheit – doch der Mond starrt noch immer bedrohlich auf die Stadt herab und erneut bleiben nur drei Tage Zeit, um es zu verhindern.

 

 

Viele Gestalten – Ein Held!

 

Um den Mond schlussendlich von seinem Sturz aufzuhalten, muss Link die vier Giganten erwecken, die in den vier Regionen rund um Unruhstadt warten. Doch auch hier hat das Horrorkid sein Unwesen getrieben – alle vier Regionen sind von einem Fluch befallen. So ist der Sumpf nun vergiftet, das Gebirge samt Goronendorf völlig zugeschneit, die Bucht so trüb, dass schwimmen unmöglich ist und der Canyon wurde zu einem Land der lebenden Toten. Um wieder Ruhe in die Regionen zu bringen und die Giganten zu erwecken, muss sich Link natürlich durch Dungeons schlagen, was bedeutet, dass es im ganzen Spiel nur vier Stück gibt. Doch dieses Manko macht das Spiel durch deren Qualität wieder wett, denn alle vier Dungeons sind gut strukturiert, umfangreich und - besonders im Fall des letzten – nicht so leicht zu knacken. Außerdem gibt es noch ein paar kleinere Dungeons, die vom Konzept abweichen und sich eher auf ungewöhnliche Dinge konzentrieren.

 

Um die Dungeons zu lösen, benötigt man in Majora’s Mask mehr als Items. Zwar hat Link wieder einen ganzen Haufen an nützlichen Gegenständen, wie Bogen, Bumerang und Bomben dabei, der eigentliche Fokus liegt aber auf der Fähigkeit, sich durch Masken in andere Gestalten zu verwandeln. Wie nicht anders zu erwarten, haben alle Formen besondere Fähigkeiten, die man im Spiel immer wieder anwenden muss. Anfangs kann man sich nur in einen Deku verwandeln, was einem ermöglicht, längere Zeit durch die Luft zu schweben. Doch später ist auch die Verwandlung in einen Goronen oder einen Zora möglich. Als starker Gorone kann man selbst den härtesten Fels zerschlagen und mit irrsinniger Geschwindigkeit durch die Gegend rollen, während das Element des Zoras natürlich das Wasser ist, durch welches er grazil zu gleiten vermag.

 

Sobald der Endboss des Dungeons besiegt wurde, weicht der Fluch von der Region – was drastische Auswirkungen hat und Link neue Möglichkeiten und Quests beschert. Besonders drastisch und ergreifend ist die Verwandlung des Gebirges. Nachdem das Eis auf den Bergen geschmolzen ist, zeigt sich erst der wahre Glanz der Region: Blauer Himmel, Schmetterlinge fliegen durch die Luft und überall blühen Blumen in allen erdenklichen Farben. Dazu ist nun eines der spaßigsten Minispiele zugänglich, in dem man mit anderen Goronen um die Wette rollt.

 

 

Viel zu erledigen

 

Solche Nebenbeschäftigungen sind in Majora’s Mask keineswegs die Ausnahme, im Gegenteil – an jeder Ecke gibt es etwas zu tun, sei es nun ein Sidequest oder ein Minispiel. Alle Charaktere verfolgen innerhalb der drei Tage einen festen Tagesablauf, was sie nicht nur glaubwürdiger macht als in allen anderen Zelda-Spielen, sondern auch zahlreiche ausgewachsene Nebenmissionen mit sich bringt. Im Notizbuch der Bomber, das man von einer Rasselbande in Unruhstadt erhält, sieht man, welchen Charakteren man helfen kann und zu welcher Zeit wichtige Ereignisse stattfinden. So erledigt man zahlreiche Sidequests, die teilweise ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Die umfangreichste Nebenmission im Spiel ist die von Kafei und Anju; die beiden wollen heiraten, doch seit das Horrorkid Kafei in ein Kind verwandelt hat, hält sich dieser versteckt. Um ihnen zu helfen, muss man die beiden wieder vereinen, bevor es zu spät ist.

 

Natürlich bedeuten die vielen Sidequests und Minispiele auch, dass es viel zu entdecken und sammeln gibt. Neben Rubinen, Herzteilen und zahlreichen Upgrades, wie größeren Bombentaschen und besseren Schwertern, erhält man so auch weitere Masken, die einen zwar nicht verwandeln, aber dennoch gewisse Eigenschaften mit sich bringen. So lassen die Hasenohren Link etwa schneller laufen, während ihn die Fels-Maske unsichtbar macht. Hat man alle 23 Masken gesammelt, gibt es zudem noch eine Bonus-Maske, die alle anderen Masken in den Schatten stellt.

 

 

Packende Atmosphäre

 

Natürlich sind sowohl Grafik als auch Sound aus technischer Sicht nicht mehr zeitgemäß, aber das macht es umso beeindruckender, wie dicht die Atmosphäre des Titels ist. Die Grafik ist noch ein wenig besser als bei Ocarina of Time, läuft stets flüssig (im Gegensatz zur Version auf dem GameCube) und überzeugt dazu mit schönen Effekten und unzähligen Details – so fängt Link in eisigen Gegenden etwa zu zittern an, wenn man ihn kurz stehen lässt. Auch der Sound kann noch immer begeistern und bietet eine gute Mischung aus bekannten und neuen Melodien, die stets zur jeweiligen Situation passen.

 

Auch an der Steuerung gibt es nichts zu meckern. Man ist stets Herr der Lage und kann Gegner – wie schon in Ocarina of Time – anvisieren, wodurch man sie nicht aus den Augen verliert. Auch die Itemverwaltung geht gut von der Hand, da man drei Items bzw. Masken auf Knöpfe legen kann, wodurch man nicht so oft ins Menü muss.

Fazit

Majora’s Mask ist ein rundum fantastisches Spiel, das alte und neue Elemente geschickt kombiniert und zu einem großartigen Erlebnis vereint. Sicher, die Hauptstory mag relativ kurz sein, doch dafür gibt es abseits des Weges so viel zu erledigen wie in keinem anderen Zelda-Titel. Sicher, der Zeitdruck mag hier und da nerven, doch dafür haben alle Charaktere einen glaubwürdigen Tagesablauf, der die ohnehin dichte Atmospähre noch einmal unterstreicht. Schluss um: Majora’s Mask ist ein geniales Spiel, das jeder - wirklich jeder - gespielt haben sollte. Nur eines darf man nicht tun: Es mit Ocarina of Time vergleichen, denn dies ist kein zweites OoT und will es auch gar nicht sein!

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

94%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

03.04.2009

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

1.000

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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