Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


< zurück

TMNT

Beat 'em Up

22.03.2007

Autor: Mario Kablau

 

 

Retro-Fans aufgepasst

 

Die kleinste Version der neuen Videospiel-Umsetzung des Animationsfilmes TMNT (Teenage Mutant Ninja Turtles) erinnert auf den ersten Blick sehr stark an Turtles in Time für das SNES, allerdings bleibt die Ähnlichkeit mit dem genialen Konami-Hit von damals leider nur oberflächlich.

 

Nachdem man den GBA eingeschaltet und eine Sprache (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) gewählt hat, kann man direkt mit dem Spiel beginnen. Auf einem der drei Speicherplätze legt man sein Profil an, wählt einen Schwierigkeitsgrad (Leicht, Normal oder Schwer) und stürzt sich – nach einer kurzen Einführung – sofort ins Geschehen.

 

Man übernimmt die Kontrolle über einen der vier Brüder und steuert ihn durch den ersten der insgesamt sieben Akte. Man bewegt die Schildkröte mit dem Steuerkreuz, springt mit A und greift mit B an. Durch Kombinationen der beiden Knöpfe führt man Sprungattacken, Rundumtritte und andere Combos aus. Außerdem sind Angriffe nach oben oder hinten möglich, wenn man das Steuerkreuz, während einer Attacke, in die entsprechende Richtung drückt.

 

Doch das ist noch nicht alles, was das Spiel an kämpferischen Möglichkeiten bietet: Es ist außerdem möglich, Gegenstände aufzuheben und im Kampf einzusetzen. Dazu eignen sich zum Beispiel Baseballschläger, die besiegte Gegner zurücklassen oder Eisenstangen, die man durch das Kaputtschlagen von Parkuhren erhalten kann. Diese Gegenstände helfen dem Turtle dann für ein paar Angriffe, bevor sie zu Bruch gehen.

 

Im Spiel geht es hauptsächlich darum, ein bestimmtes Areal zu durchqueren, alle Gegner zu beseitigen und am Ende den Boss zu besiegen. Man bewegt sich dabei ausschließlich von links nach rechts, kann aber wegen der Ansicht von schräg oben auch nach oben und unten gehen. Immer wenn man auf Gegner trifft, bleibt der Bereich, in dem man sich gerade befindet, fixiert, so dass man nur weiter kommt, wenn man alle Bösewichte bezwungen hat. Im Laufe des Spiels werden die Angriffe immer komplexer und später sogar teilweise sehr frustrierend, weil einfach zu viel auf dem kleinen Bildschirm los ist und man leicht den Überblick verliert. Außerdem kann es passieren, dass man so in die Mangel genommen wird, dass man sich nicht mehr daraus befreien kann.

 

Dieses Spielprinzip zieht sich komplett durch die sieben Akte, für die man insgesamt beim ersten Versucht nicht mehr als 2 Stunden braucht. In der niedrigsten Stufe ist es sogar in knapp der Hälfte der Zeit möglich. Doch das ist nicht alles, was das Spiel bietet. Zwischen den eigentlichen Leveln kann man sich in einer recht großen Umgebung frei bewegen und diese erkunden. So lassen sich beispielsweise Geschäfte finden, in denen man Ausrüstungsgegenstände, neue Attacken, heilende Items und vieles mehr kaufen kann. Das nötige Kleingeld dafür sammelt man im Spiel ein, wenn besiegte Gegner ein paar Münzen hinterlassen.

 

Vor jeder Mission wählt man einen Turtle aus. Die vier Brüder unterschieden sich dabei in ihren Attributen (Geschwindigkeit, Kraft, etc.), so dass die Wahl auch taktisch clever sein muss. In manchen Arealen muss man nämlich eher wendig sein, während in anderen wahre Gegnerfluten auf den Spieler einprasseln. Außerdem wählt man einen Bruder aus, der zur Unterstützung eilt, wenn man in Not ist. Während des Spiels kann man ihn durch die Schultertasten rufen und er greift dann entweder Gegner an oder hinterlässt eine leckere Pizza, die die Energieleiste vollständig wieder auffüllt. Durch Erfahrungspunkte, die man während des Spiels sammelt und durch spezielle Items kann man die Attribute der Geschwister verbessern, so dass man mit steigendem Anspruch auch immer bessere Möglichkeiten zur Verfügung hat.

 

 

Wie damals, nur besser?

 

Diese Frage lässt sich, wenn man die Technik betrachtet, mit einem ganz klaren „Nein“ beantworten. Im Vergleich zum SNES-Spiel klingt die Musik eintönig, die Soundeffekte billig und die Grafik kommt auch nicht mit dem alten Spiel mit. Und dass, obwohl der GBA eigentlich dazu in der Lage sein sollte.

 

Trotz der etwas veränderten Spielmechanik, so dass man stärker mit der Umgebung interagieren kann, bleibt das Spiel deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Es macht zwar Anfangs Spaß, die Gegner zu besiegen und Endgegner zu meistern, aber spätestens nach Akt 2 wird einem nichts Neues mehr geboten. Es gibt zwar andere Gegner und die Levels unterscheiden sich optisch, aber die Unterschiede sind nur oberflächlich und daher wird es schnell langweilig.

 

Daher kann man froh sein, dass das Spiel bereits nach relativ kurzer Zeit vorbei ist, weil auch die Geschichte nicht wirklich begeistern kann, da sie nur in Bruchstücken erzählt wird. Es hilft auf jeden Fall, wenn man den Film gesehen hat, da man dann besser versteht, wie sich die Szenen im Spiel in die Story einbinden und hat daher mehr Spaß mit den Turtles.

 

Zwar bekommt man durch die Möglichkeit, Items zu kaufen und seine Figuren zu verbessern, ein paar Gründe geboten, das Spiel mehrmals zu spielen, aber auch dadurch wird man nicht schlauer. Auch die Trophäen, die man zum Beispiel freischalten kann, wenn man das Spiel in einer bestimmten Zeit schafft, eine gewisse Anzahl Gegner besiegt oder ein Level schafft, ohne einmal zu sterben, sind eine nette Idee, sorgen aber nicht dafür, dass das eintönige Gameplay besser wird.

 

Zu Bemängeln ist auch das Fehlen eines Mehrspielermodus, und damit der Möglichkeit, das Spiel zu Zweit durchzuspielen, wie es schon vor Ewigkeiten möglich war. Das hätte den Wiederspielwert deutlich erhöht und TMNT deutlich aufgewertet, aber vermutlich war die Umsetzung auf dem GBA nicht so ohne weiteres möglich.

Fazit

Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut, als ich hörte, dass es ähnlich wie Turtles in Time sein soll, aber im Nachhinein bin ich sehr enttäuscht. Weder die Technik, noch der Umfang oder Spielspaß können mit dem Titel von damals mithalten. Der völlig fehlende Mehrspielermodus tut sein übriges, so dass TMNT auf dem GBA weit hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt. Das Spiel macht zwar in Teilen Spaß, wird aber mangels Abwechslung viel zu schnell langweilig und ist fast noch schneller vorbei. Auch mehrmaliges Spielen durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade kann das Ruder nicht herumreißen.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.03.2007

Developer

Ubisoft

Anzahl Spieler (Lokal)

1


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes