Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


< zurück

Naruto: Clash of Ninja

Beat 'em Up

24.12.2006

Autor: Arne Schreiber

 

Überraschend hat Nintendo Ende November Naruto - Clash of Ninja rausgebracht.

Sicherlich eine kluge Entscheidung, denn zum einen wurde damit noch ein weiteres gutes Gamecube-Spiel veröffentlicht und zum anderen erfreut sich die seit September auf RTL 2 laufende Serie jetzt auch in Deutschland großer Beliebtheit.

Naruto-Fans wissen natürlich, dass mittlerweile in Japan schon vier Naruto Beat ém Ups erschienen sind. Clash of Ninja ist in Japan als 2. Teil erschienen.

 

 

Hintergründe

 

Naruto stammt aus der Feder des Mangakas Masashi Kishimoto. Die ersten Kapitel erschienen 1999 in dem berühmten Manga Magazin Shonen Jump. 2001 schwappte

Naruto durch den Carlson Verlag nach Deutschland. Seitdem sind eine Vielzahl von Bänden erschienen und die Story um Naruto wird ständig fortgeführt. Zudem zählt die Serie jetzt schon zu den erfolgreichsten Manga /Anime.

Clash of Ninja spielt noch früh in der Naruto-Story.

 

Protagonist ist natürlich Naruto, der aus dem Ninja Dorf Konoha stammt. Anfangs fällt er auf der Ninja-Akademie vor allem dadurch auf, dass er häufig Blödsinn macht und regelmäßig durch die verschiedenen Prüfungen rasselt. Weder hat er Respekt vor anderen, noch hat das gesamte Dorf Respekt vor ihm. Einige ignorieren  ihn gar völlig, verspotten ihn und das schon seit Kindestagen. Aber dafür gibt es einen plausiblen Grund.

 

Denn 12 Jahre zuvor wütete der neunschwänzige Fuchsdämon Kyuubi in Konoha und konnte nur durch den Einsatz einer verbotenen und gleichzeitig tödlichen Technik des Hokages der 4. Generation aufgehalten werden. Als Hokage bezeichnet man das Oberhaupt eines jeweiligen Gebietes in der Naruto-Welt. Der Dämon konnte zwar nicht vernichtet werden, aber er wurde in einem neugeborenen Kind versiegelt. Genau dieses Kind ist Naruto und das ist auch der Grund, weshalb die Dorfbewohner ihn mit Argwohn begegnen, obwohl Naruto für den Tod vieler Einwohner und des 4. Hokage keine Schuld trifft.

Narutos Traum ist es einmal selbst Hokage zu sein und dafür tut er alles.

 

Denn er möchte sich endlich den Respekt vor allen Leuten beschaffen, um nicht mehr belächelt und verspottet zu werden. Schließlich gelingt es ihm die erste Hürde zu seinem Ziel zu erreichen. Denn im Gegensatz zu den Jahren zuvor vermasselt er dieses Mal nicht die Prüfung zum Ge-Nin ( Unterster Rang eines Ninja) an der Akademie.

Die Story von Clash of Ninja setzt an diesem Zeitpunkt an und geht bis zu den Endkämpfen der Chû-Nin Prüfung (mittlerer Ninja Rang). Auf diesen Weg trifft man natürlich auf eine Vielzahl von Charakteren wie z. B. auf Kakashi Sensei, den Lehrmeister von Naruto, Sasuke und Sakura oder auf Rock Lee den Jungen mit den buschigen Augenbraunen, der einer der schnellsten Kämpfer ist.

 

Auch dürfen die eher böse gesinnten Charaktere wie z.B. Gaara aus dem Dorf des Sandes oder auch Orichimaru, der nach der Zerstörung Konohas strebt, nicht fehlen.

 

 

Aufbau des Spiels

 

Nach dem sehr einstimmenden Anime-Intro gelangt man in das Hauptmenü.

Für ein Prügelspiel bietet das Game eine Vielzahl von Spielmodi, die von Solospielen bis zu Mehrspieler Partien reichen.

Für Solisten kann man Einzelkämpfe bestreiten, im Survival Modus antreten (Ziel ist es so viele aufeinanderfolgende Siege wie möglich einzufahren) und im Time Attack Modus antreten. In diesem Modus bestreitet man 10 Kämpfe hintereinander. Je schneller man es schafft diese Aufgaben zu bewältigen, desto höher fällt die Rangplatzierung am Ende aus.

 

 

Im Mehrspielermodus kann man entweder ein 1 gegen 1 Match  starten oder sich in einen Viererkampf wagen, wobei die anderen Kämpfer entweder von menschlichen Mitspielern oder vom Computer gesteuert werden. Ebenfalls ist es möglich verschiedene Teams zusammenzustellen. Natürlich kann auch jeder gegen jeden antreten. Die Kämpfe machen zwar Spaß, sind aber aufgrund fehlender Übersicht weniger spaßig als ein 1 versus 1 Kampf.

 

Kernstück des Spiels ist der Storymodus. Bevor man sich aber an ihn heranwagt ist es ratsam, sich ein paar Techniken im Training einzuprägen. Dort kann man sich die Ausführung verschiedener Angriffe zeigen lassen.

 

Geld lässt sich ebenfalls nach erfolgreichen Kämpfen verdienen. Die verdiente Kohle kann man im Shop augeben, um unter anderem neue Stages, Modi und Charaktere zu frei zu kaufen

 

 

Fight!

 

Wie in jedem Beat ’em Up hängt der Erfolg eines Kampfes vor allem von dem Einsatz verschiedener Kombos (Aneinanderreihung von Angriffen) ab.

 

Die beiden wichtigsten Schlag-Buttons sind der A- und B- Knopf. Je nachdem, in welcher Reihenfolge man die Knöpfe betätigt und zudem in welche Richtung man den Analogstick drückt, resultieren unterschiedliche Kombos. Bewegen kann man sich entweder mit dem Analogstick oder mit dem Digi Pad. Um zu laufen, muss man zweimal in die gewünschte Richtung „tippen“. Um zu springen drückt man einfach nach oben. Mit dem Y-Knopf greift man sich den Gegner und kann ihn in die Luft schleudern.

 

Da das Spiel in einem Ninja Universum spielt, spiegelt sich dieser Aspekt natürlich in den Kämpfen wieder. So besitzt jeder Charakter seinen speziellen Ninja-Kampfstil. Kenner der Serie dürfen sich also auf die jeweiligen Techniken der Serienlieblinge freuen. Zudem werden u.a. kleine Messer (Kunai) und Shuriken (Wurfsterne) eingesetzt.

 

 

Ein besondere Note bekommt das Kampsystem in Clash of Ninja vor allem durch den Einsatz der verschiedenen „Jutsu“ (spezielle Techniken). Um Jutsus einzusetzen, braucht man eine bestimmte Anzahl von „Chakra“,  die im Körper gesammelt wird. Hier im Spiel wird das Ganze als Chakra-Leiste am unteren Bildschirmrand dargestellt. Diese Leiste füllt sich, indem man Standardangriffe ausführt.

 

Hat man ein Drittel der Leiste aufgefüllt, kann man das „Kawarima-No-Jutsu“ anwenden. Damit ist es möglich durch Betätigung des R - oder L - Knopfes eine schnelle Ausweichbewegung entweder nach links oder rechts auszuführen, um damit gegnerischen Attacken auszuweichen.

 

Ist die Chakra-Leiste vollständig gefüllt, kann man ein verheerendes Spezial-Jutsu ausführen. Dafür muss man in der Regel nahe am Gegner stehen und dann den X-Knopf drücken. Wenn es dann dem Gegner nicht gelingt durch das „Kawarima-No-Jutsu“ schnell auszuweichen, wird dieser sehr in Mitleidenschaft gezogen. Diese ultimative Technik richtet sehr hohen Schaden an und ist häufig kampfentscheidend.

 

Man sollte sich also immer genau überlegen, wann man dieses Jutsu anwendet und vor allem sollte man immer die eigene Chakra-Leiste und die des Gegners im Auge behalten, um nicht ins offene Messer zu laufen und um immer rechtzeitig ausweichen zu können.

 

 

Grafik und Sound

 

Durch die Verwendung von Cell-Shading ist die Gestaltung der Welt von Naruto sehr gut gelungen. Kenner der Serie freuen sich auf bekannte Schauplätze der Serie. Auch die Gestaltung der Charaktere ist ebenfalls gelungen und wirken wie aus der Animeserie entsprungen. Gepaart mit den geschmeidigen Animationen der Kämpfer und ihren Jutsus kommt dem Kenner das perfekte Serienfeeling rüber. Negativ zu erwähnen ist, dass die Storysequenzen im Storymodus nur in Standbildern erzählt werden.

 

Wem also die visuelle Darstellung der Serie gefällt, wird auch mit der Umsetzung des Spiels zufrieden sein. Ähnlich verhält es sich mit dem Sound. Wer den Naruto Soundtrack mit seiner Mischung aus typischen J-Pop/Rock gepaart mit traditionellen Klängen der Flöte und dem japanischen Seiteninstrumenten wie das Shamisen kennt, weiß, was einem bei Clash of Ninja erwartet. Die Kampfgeräusche und Effekte stammen ebenfalls aus der Animeserie und vermitteln dadurch noch mehr das Gefühl die Serie nachzuspielen. Positiv zu erwähnen ist, dass die Sprachausgabe japanisch belassen und nicht die mehr als verkorkste deutsche Synchronisation genommen wurde. Denn diese klingt durch die falsche Betonung und Aussprache der Namen der Charaktere und der Kampftechniken eher lächerlich und unpassend.

 

 

Kritikpunkte

 

Der größte Kritikpunkt des Spiels ist sicherlich, dass der Storymodus für kampferprobte Spieler in 5 Stunden zu meistern ist. Kleinere Abzüge gibt es zudem durch die statische Erzählung der Storysequenzen. Außerdem, und dieser Kritikpunkt richtet sich an Nintendo selbst, ist zu erwähnen, dass die Spielanleitung nur in schwarz-weiß daherkommt.

 

Darüber hinaus gibt es eigentlich nichts negatives zu erwähnen. Obwohl der Storymodus relativ kurz ist, warten die vielen freispielbaren Extras darauf freigeschaltet zu werden. Zudem bietet der Mehrspielermodus immer einen Anreiz mit einen oder mehreren Gleichgesinnten in die Kampfarena zu steigen.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstsellung des Testmusters.

Fazit

Naruto-Fans können bedenkenlos zugreifen und auch auf alle anderen wartet eines der besseren Beat ’em Ups, von denen auf dem Würfel eh nicht gerade viele erschienen sind. Mir gefällt das Spiel jedenfalls sehr, als Kenner des Animes bin ich mit der Umsetzung der Serie sehr zufrieden und freue mich darüber, dass die Original Synchronsprecher aus Japan den Charakteren ihre Stimmen verleihen. Hoffentlich werden auch in Zukunft weitere Naruto-Spiele nach Deutschland kommen. Dafür, dass Nintendo das Spiel hier rausgebracht hat, gebührt ihnen ein besonderes Lob und ich hoffe, die Fans werden es mit den entsprechenden Verkaufszahlen honorieren.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

83%

Multiplayer

Release

24.11.2006

Developer

Tomy

USK Freigabe

12+


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes