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MarioKart: Double Dash!!

Rennspiel

30.03.2006

Autor: Mario Kablau

 

 

Die Geschichte von Mario Kart

 

Wir schreiben das Jahr 1991. Nintendo erfindet mal wieder ein neues Genre und erreicht damit mehr, als sie sich selber wahrscheinlich erhofft hatten. Sie erschufen mit Super Mario Kart, welches auf dem damals aktuellen Super Nintendo lief, das Genre der Fun-Racer. Ein Rennspiel mit richtig viel Spaß dabei, denn es ging nicht nur einfach darum, wer der schnellste ist, sondern wer gut fährt und die zur Verfügung stehenden Items am besten nutzt. Man konnte die Gegner mit Bananenschalen zum Ausrutschen bringen oder mit Schildkrötenpanzern beschießen. Beinahe alles war möglich. Auch ganz neu war der Mehrspieler Modus in dem man sich mit einem Freund in einem abgeschlossenen Gebiet bekämpfen konnte und derjenige Sieger wurde, der den anderen zuerst dreimal getroffen hat.

 

Ein paar Jahre später (1996) kam dann der langersehnte Nachfolger auf dem N64 auf den Markt. Mit Mario Kart 64 hat Nintendo erneut Geschichte geschrieben. Jetzt gab es die Fahrer und Strecken in süßer 3D Optik und 16 neue Strecken und 4 neue Multiplayer Arenen. Kein anderes Spiel hat mich je so lange an eine Konsole gefesselt, wie dieses. Denn mit bis zu drei Freunden konnten wir nicht nur Rennen fahren, sondern uns im „Battle-Mode“ gegenseitig bekämpfen.

 

Wieder einige Jahre später spendierte Nintendo allen Fans ihres Handhelds (GameBoy Advance) eine weitere Umsetzung. Mario Kart: Super Circuit. Auch hier gibt es neben dem normalen Rennen fahren die Möglichkeit über ein Link-Kabel mit mehreren Spielern zu zocken. Als Bonus für Langzeitfans gibt es in dieser Umsetzung neben den eigenen 20 Strecken auch noch die 20 Strecken aus dem ersten Super Mario Kart, die man allerdings erst Freispielen muss.

Im November 2003 war es dann endlich soweit. Eine neue Umsetzung erreichte Europa. Mario Kart: Double Dash kam für den GameCube mit vielen Neuheiten und Spielspaß ohne Ende. Kurz nach dem Launch des Spiels ist übrigens die Idee für die DSDSMKS-Eventreihe entstanden. Aber darüber werden wir ein anderes Mal berichten.

 

 

Die GameCube-Umsetzung

 

Die wohl auffälligste Neuheit an diesem Mario Kart ist, dass nun nicht mehr nur ein Fahrer im Kart sitzt, sondern zwei. Einer steuert das Fahrzeug und der andere kümmert sich mit aller Kraft um die gegnerischen Karts. Das heißt, dass auch zwei menschliche Spieler zusammen in einem Kart sitzen können und sich so jeder auf eine Sacher konzentrieren kann und nun endlich auch zu viert (zwar nur mit maximal zwei Karts) im GP Modus fahren kann.

 

Ziel des Spiels ist es entweder nach vier Rennen eines Cups in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die meisten Punkte zu haben oder im Multiplayer Modus gegen seine Freunde eine gute Figur zu machen. Dadurch dass sie die Punkteverteilung im GP Modus seit Mario Kart 64 stark verändert hat (Nun bekommt fast jeder Punkte und nicht mehr nur die ersten vier) ist es nun viel schwieriger erfolgreich zu sein, da man sich nicht mehr so leicht absetzen kann. Außerdem sind die gegnerischen Karts nicht mehr unmöglich schnell, allerdings werden die Waffen die sie gegen den Spieler einsetzen immer härter und so wird es in höheren Stufen nicht zu leicht zu gewinnen.

 

Die Steuerung ist gewohnt einfach. Mit dem analogen Stick wird gesteuert, der A-Knopf für Beschleunigung, der B-Knopf ist zum bremsen da, mit der Z-Taste tauschen Fahrer und Beifahrer die Plätze, mit R und L kann man um die Kurven sliden und mit X/Y feuert man Waffen ab. Diese Belegung geht sehr schnell in Fleisch und Blut über, da man die Finger in „Ruheposition“ sowieso auf den am meisten benötigten Tasten liegen hat.

 

Zur Verteidigung gibt es wie bei allen Mario Karts jede Menge Items, wie z.B. Schildkrötenpanzer, rote (zielsuchende) Schildkrötenpanzer, Bananenschalen, Unbesiegbarkeitssterne, Blitze, Turbo-Pilze, etc. Außerdem hat jedes Fahrerteam noch ein besonderes Spezial-Item. Diese stelle ich im nächsten Punkt bei den jeweiligen Teams näher vor.

 

Der Einzelspielermodus ist wie schon bei allen Vorgängern nicht so sehr Grund für Langzeitmotivation. Das tut eher sein Multiplayer-Kollege. Denn mit Freunden vor dem Fernseher zu sitzen und sich gegenseitig anzukeifen während man gegeneinander fährt ist einfach DER Garant für Spielspaß. Das tolle ist auch, dass man Mario Kart nun mit dem Breitbandadapter und mehreren GameCube Systemen mit bis zu 16 Spielern spielen kann. Aber Vorsicht: Dieses Spiel macht echt süchtig und hat bei mir/uns schon für so manche schlaflose Nacht gesorgt.

 

 

Fahrer und Strecken

 

Es gibt im Spiel am Anfang acht Fahrerkombinationen, die alle ein besonderes Item haben, das außer ihnen keiner bekommen kann. Außerdem unterscheiden sie sich in der Gewichtsklasse, was Auswirkungen auf die Auswahl der Karts und die Durchsetzungsfähigkeit im Rennen hat. Natürlich sind die üblichen Verdächtigen, wie Mario, Luigi, Peach, Yoshi, Bowser usw. wieder mit von der Partie. Dadurch, dass das Spiel den LAN-Modus des GameCube unterstützt, und damit Spiele mit bis zu 16 menschlichen Spielern möglich macht, gibt es die wohl größte Fahrerauswahl in einem Mario-Kart-Spiel. Anfangs hat man die Auswahl aus 16 Figuren und wenn man alles frei geschaltet hat, gibt es sogar 20 Charaktere.

 

Im Spiel gibt es vier Cups, die jeweils aus vier Strecken bestehen. Während die ersten Cups noch recht einfach aufgebaut sind, werden die Kurse später immer komplexer und haben mehr Fallen. Man kann die Cups jeweils einzeln bestreiten und hat dabei die Wahl zwischen vier Schwierigkeitsgraden. Hat man diese alle gemeistert, bekommt man die ultimative Herausforderung: Die Meisterschaft! Darunter verbirgt sich nix anderes als ein Cup, der alle vier Cups unter einen Hut kehrt. Man fährt also alle 16 Strecken in zufälliger Reihenfolge, wobei nur die erste und die letzte immer dieselben sind (Luigi und Regenbogen).

 

 

Der Multiplayer

 

Im Multiplayer hat sich so einiges getan. Es geht jetzt nicht mehr „nur“ darum den Gegner dreimal zu treffen, bevor er das tut, sondern gibt es auch noch zwei andere Wettkampfarten. Im Insignien Diebstahl geht es darum einen Shine (bekannt aus Super Mario Sunshine) zu erobern und nicht getroffen zu werden, bevor die Zeit abgelaufen ist. Im BobOmb-Wurf gibt es als einziges Item Bomben und es geht darum als erster die benötigte Punktzahl zu erreichen. Trifft man einen Gegner, dann bekommt man einen Punkt und man verliert einen, wenn man selber von einer gegnerischen Bombe getroffen wird.

 

In diesem Modus gibt es 6 Spezielle Kampfarenen, von denen aber nur 4 von Anfang an spielbar sind. Genauer vorstellen möchte ich sie nicht, aber nur kurz sagen, dass ich es etwas schade finde, dass sie allesamt recht klein geraten sind und damit nicht so viel Spaß machen wie die Vertreter auf der N64 Version. Aber zu mehreren Leuten macht es trotzdem einen Riesenspaß, da man so nur selten den Überblick verliert, was besonders beim Insignien Diebstahl hilfreich ist.

 

Besonders viel Spaß macht es natürlich, wenn man mehr als vier Spieler um sich sitzen hat. Da das Spiel den Breitband-Adapter von Nintendo unterstützt, kann man bis zu 8 GameCube-Systeme koppeln und so mit bis zu 16 menschlichen Spielern gleichzeit um die Wette rasen. Dieser Modus ist zwar nicht das Nonplusultra, da die Fahrewahl zufallsbedingt entschieden wird und weil man nur im lokalen Netzwerk spielen kann. Ursprünglich war es angedacht, dass man auch über das Internet spielen kann, aber Nintendo hat diese Idee leider wieder verworfen. Trotzdem weiß jeder, der schon mal DSDSMKS dabei war, dass es umso lustiger ist, je mehr Leute mitspielen. Wenn ihr es mal ausprobieren wollt, dann solltet ihr bei DSDSMKS 4 im September dabei sein!

 

Grafik / Sound

 

Weder Grafik noch Sound sind für heutige Verhältnisse herausragend aber, was noch viel wichtiger ist, genau passend für dieses Spiel. Es kommt ja nicht auf genauste Details an, sondern auf Spielspaß ohne Ende und den gibt die Grafik allemal her. Es ist eben die Nintendo typische Knuddel-Optik, die das Spiel so herausragend macht.

 

Die Charaktere sind alle sehr schön animiert und haben allesamt sehr lustige Gesten und Ausdrücke drauf. Die Strecken sind wie immer in verschiedenen Themen designed, weshalb sie nicht so schnell langweilig werden. Besonders toll finde ich sind Bowsers Schloss und das Wario-Kolosseum gelungen.

 

Der Sound ist auch angemessen, da er nur unterstützen soll ist das auch völlig ausreichend. Auch hier hat jeder Fahrer ein paar coole Sprüche drauf, je nachdem wie das Rennen für ihn ausgeht. Wenn wir zu mehreren spielen, brauchen wir den Ton aber eigentlich nicht, da wir uns unsere eigenen Effekte machen (z.B. „Aaaaahhh“, „Hilfeeeee“, „Aus dem Weg“, „Geh weg da“, „Lass mich in Ruhe“, „Warst Du das etwa schon wieder...“, „Sch...“, usw.).

 

Alles in allem also ein gelungener Mix was Grafik und Sound angeht.

Fazit

Alleine macht das Spiel Spaß, aber mit Freunden ist es noch viel besser. Wenn man einmal angefangen hat, kann man so schnell nicht mehr aufhören. Trotzdem finde ich es sehr schade, dass es nur 16 Strecken im Einzelspielermodus gibt. Ich glaube zwei weitere Cups hätten dem Spiel wirklich gut getan. Des Weiteren ist der Mehrspielermodus zwar absolut genial, er kommt aber meiner Meinung nach wegen der zu kleinen Arenen nicht an den Spielspaß des Vorgängers heran.

Allerdings hat sich die Steuerung deutlich verbessert und so finden auch Anfänger nun sehr viel schneller ins Spiel. Außerdem ist es durch die Fahrerteams auch endlich möglich mehr als zwei Spieler bei einem GP unterzubringen und man kann Anfängern einen einfachen Einstieg ermöglichen, in dem man sie zunächst „nur“ feuern lässt, damit sie sich so an das Spiel gewöhnen können.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

80%

Singleplayer

90%

Multiplayer

Release

14.11.2003

Developer

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4

Anzahl Spieler (WLAN)

2-16


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