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N-Zyklopädie

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Matthias spielt Tokyo Mirage Session #Fe Teil 3

18.06.2016

Autor: Matthias Küpper

 

In diesem letzten Teil möchte ich noch einmal näher auf den Kampf eingehen, da man sehr viel Zeit in diesem verbringt. Zusätzlich möchte ich auch noch einmal auf die Schwierigkeit des Spiels eingehen, ehe ich zum Ende mein persönliches Fazit ziehe.

 

 

Die große Bühne

 

Der Kampf ähnelt einer großen Bühne, auf der sowohl die drei Mitglieder des eigenen Casts als auch die Gegner in vorgegebener Reihenfolge antreten. Diese ist oben in einer Leiste zu finden und sollte später immer beachtet werden. So kann es sein, dass alle Mitglieder nur noch wenig Leben haben und man überlegen muss, ob man jetzt ein Item benutzt oder doch die Fähigkeit von Tsubasa, die alle heilt. Solche Entscheidungen können besonders in späteren Bosskämpfen über Sieg oder Niederlage entscheiden.

 

Wenn ein Charakter am Zug ist, habt ihr die Wahl anzugreifen, eine Technik einzusetzen, ihn auszutauschen (außer Itsuki), fliehen, Items einzusetzen oder sich zu schützen. Den normalen Angriff verwendet man dabei meistens aber nie. Das liegt daran, dass bei Fähigkeiten die Möglichkeit besteht eine sogenannte Session zu starten. Dies gelingt, in dem man die Schwachstelle des Gegners angreift. Wenn eine Session startet, greift nach der ausgewählten Attacke ein anderes Mitglied der Gruppe an, welches eine passende Fähigkeit für Sessions hat. Der Vorteil ist hierbei, dass später auch Charaktere an der Session teilnehmen können, die gar nicht am Kampf direkt teilnehmen. Es kommt also zu langen Ketten, bei denen man viel Schaden austeilen kann. Ab einer gewissen Höhe der Session bekommt man sogar zusätzliche Items oder zusätzliches Geld. Außerdem füllt sich noch die SP Leiste. Ist diese voll, bekommt man einen Punkt und kann eine Special Performance starten. Dies sind mächtige Angriffe oder Heilungen, die noch weitere Effekte haben. In einen Bosskampf sollte man also immer mit drei Punkten gehen, um gleich am Anfang mächtig Schaden zu machen.

 

 

Ein zweischneidiges Schwert

 

Es sollte nun eindeutig sein, dass man, wenn möglich, eine Fähigkeit einsetzen sollte, gegen die der Gegner schwach ist, obwohl es EP kostet. Allerdings geht man ohne eine Information in so manchen Kampf. Denn trifft man das erste Mal auf ein Monster oder einen Boss gibt es keine Auskunft darüber, wogegen dieser schwach ist. Daher muss man erst einmal ein paar Angriffe probieren, ehe alle Schwächen und Resistenzen aufgedeckt werden. Diese werden dann aber in jedem Kampf unten auf dem Gamepad angezeigt. Sobald man einmal die Schwächen gefunden hat, nutzt man diese und kloppt die Gegner in Massen nieder.

 

Doch auch die eigenen Charaktere haben Schwachpunkte. Sollte ein Monster oder Boss einmal diese mit einer Fähigkeit treffen, können auch diese eine Session startet. Auch das sollte einem bewusst sein, da dadurch ganz schnell ein eigenes Teammitglied bewusstlos werden kann. Deshalb kann es durchaus auch einmal sinnvoll sein, auf einen Charakter zu verzichtet, der zwar mächtig Schaden austeilt, aber jede Runde am Boden liegt. Denn in der folgenden Runde kommt er nach dem Beleben nicht zum Zug.

 

Mein größtes Problem ist aber tatsächlich, dass Charaktere, die nicht am Kampf teilnehmen, weniger Erfahrung bekommen. Auch die Waffen werden langsamer aufgelevelt. Das mag am Anfang noch nicht das große Problem sein, aber es wird dadurch sehr mühselig alle aufzuleveln. Das wäre alles kein Problem, wenn das Spiel in manchen Szenen einen nicht zwingen würde, einen bestimmten Charakter in den Kampf nehmen zu müssen. Ist dieser dann schwach, hilft er nicht wirklich. Es geht also nicht, einen der Mitglieder komplett zu vernachlässigen.

 

 

Der Schwierigkeitsgrad

 

Man könnte meinen, dass das Spiel durch die Session zum Ende hin recht einfach wird und nur am Anfang schwierig ist. Aber darum muss man sich keine Sorgen machen. Denn gerade zum Ende hin wird das Spiel durchaus fordernd, obwohl man nach einer Fähigkeit erst einmal vier bis fünf Mal angreift. Denn die Bosse halten immer mehr aus und der Lebenbalken scheint sich selbst trotz einer lange Kette an Angriffen, kaum zu bewegen. Man kann sich also darauf einstellen, dass auch schon einmal ein etwas längerer Kampf dabei sein kann. Mein bisheriger Rekord lag hier bei 30 Minuten. Umso ätzender ist es dann, wenn man kurz vor dem Ende doch noch komplett getötet wird. Dann heißt es vom letzten Speicherpunkt wieder starten. Zum Glück werden einem Bosse immer angekündigt. Itsuki spürt die gefährliche Präsenz schon, wenn man den Bossraum betreten will und warnt einen vor.

 

Aber es können einem auch normale Gegner töten. Besonders vor blauen Mirages sollte man sich hüten. Hier kann es durchaus einmal passieren, dass nach drei Runden das komplette Team wegen einer Session tot ist. Man kann diesen Kämpfen nicht immer ausweichen und solle daher so oft speichern, wie es nur möglich ist. Mir ist es tatsächlich einmal passiert, dass ich ein ganz schönes Stück noch einmal spielen musste. Danach habe ich dann deutlich öfter gespeichert. Man kann aber an sich auch erst speichern, wenn man so einen blauen Gegner sieht. Manchmal schleichen sich diese nur auch von hinten an.

 

 

Fazit

 

Tatsächlich hat mich Tokyo Mirage Session #Fe positiv überrascht. Ich hatte bisher schon viel Spaß mit dem Spiel und es steckt tatsächlich mehr Persona in dem Titel, als ich erwartet hätte. Leider hat man es nur verpasst, das Setting von Fire Emblem besser zu integrieren. Die Idolasphere hätte beispielsweise die malerische Landschaft aus einem Fire Emblem sein können. Man hätte ja auch besondere Orte aus der Reihe betreten können. So ist es aber ein RPG, in dem eben nur ein paar Fire Emblem Charaktere vorkommen. Auf Dauer glaube ich aber, dass das Thema Idols doch recht schnell verbraucht ist. Dieses Mal war es eben noch etwas Neues. Aber beim nächsten Mal würde ich mir dann doch lieber ein anderes Setting wünschen. Dennoch muss ich sagen, dass es sich um ein gutes Spiel handelt, welches man sich ruhig näher anschauen kann. Ob es einem gefällt, hängt aber wohl davon ab, wie sehr man sich auf das Setting einlässt.


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