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N-Zyklopädie

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Matthias spielt Tokyo Mirage Session #Fe Teil 2

11.06.2016

Autor: Matthias Küpper

 

Während ich beim letzten Mal einen ersten, groben Eindruck über das Spiel geschildert habe, möchte ich nun über das Setting reden und näher auf die Charaktere eingehen. Wie ich schon erwähnt habe, dreht sich das Spiel rund um Idols. Als in der Nintendo Direct das Setting angekündigt wurde, hatte das doch einen skurillen Eindruck. Diese „schrille Popkultur“ hatte so gar nichts mit dem ernsten Geschichten aus Fire Emblem gemein, bei dem auch Charaktere sterben.

 

 

Die Idolszene

 

Ich selber war auch überrascht. So ganz konnte ich mir nicht vorstellen, was daran nun Shin Megami Tensei X Fire Emblem ist. Aber dennoch wollte ich dem Spiel eine Chance geben. Mit Idols hatte ich vorher eigentlich gar nichts zu tun, obwohl ich gerne Animeserien anschaue. Doch in diesen ging es nie um Idols selbst. Da es sicherlich auch andere Leute gibt, die davon eher unberührt sind, werde ich nun darauf näher eingehen.

 

Idols kann man mit unseren Promis vergleichen. Nur ist diese Kultur in Japan noch einmal etwas anders. Denn wer von uns kann sich einen David Beckham oder eine Angelina Jolie in einem vollkommen schrägen und bunten Werbebeitrag vorstellen? Idols hingen machen in Japan Werbung für alles. Auf YouTube gibt es ja einige dieser drolligen Videos, die man sich zum Spaß mal anschaut. Vermutlich ist auch dort das ein oder andere größere Idol dabei. Aber tatsächlich kann man die jungen Menschen nicht nur auf Werbung runterbrechen.

 

An sich kann ein Idol sowohl ein Schauspieler sein als auch ein Sänger. Letztere sind bei uns vermutlich bekannter. Wer kennt nicht die Videos, wo die Japaner zu J-Pop mit ihren Leuchtstäben im Takt schwingen? Bevor ich wieder näher auf das Spiel eingehe, sie gesagt, dass es bei den Jugendlichen auch "In" ist, auf ein Hatsune Miku Konzert zu gehen. Wer ist Hatsune Miku? Nun genau genommen handelt es sich dabei um eine Animeperson, die für ein Programm namens Voicaloid steht. Neben ihr gibt es auch noch andere elektronische Stimmen, die bestimmte Lieder singen. Auch hier in Deutschland findet man den einen oder anderen Hatsune Miku Fan.

 

 

Uta-loid Tiki

 

Aber warum habe ich das alles geschrieben? In Tokyo Mirage Session geht es um Idols. Wer Fire Emblem Awakening gespielt hat, kennt sicherlich Tiki. Auch auf diesen Namen stößt man relativ schnell beim spielen. Denn Tiki ist eine Uta-loid und damit ein virtuelles Idol. Ähnlich wie Hatsune Miku sind auch die Tracks mit der Stimme von Tiki bei japansch Jugendlichen sehr beliebt. Genauso lernt man aber auch recht früh Kiria kennen, die mit ihrem Nummer 1 Hit Reincarnation im Spiel auftritt.

 

Die Popsängerin hat trotz der eher fröhlichen Musik einen düsteren Text. Dazu gibt es noch den Schauspieler Yashiro Tsuruhi, der einer der besten ist. Hinegen ist die Schulfreundin von Itsuki noch nicht so weit. Mit ihr erfolgt dann auch der Einstieg in die Szene. Und sie feiert auch schon kurz später ihr Debüt. Dass sie das ihren Fähigkeiten als Mirage Master zu verdanken hat, bleibt natürlich geheim.

 

 

Andere Größen

 

Im Laufe des Spiels lernt man aber auch noch andere Größen des Geschäfts kennen. So trifft man auf einen bekannten Fotografen, der für seine grandiosen Bilder bekannt ist oder auf einen Regisseur, der die besten Stücke leitet. Und man trifft auf Barry. Barry ist der frühere Gitarrist einer amerikanischen Band und nun ein Trainer der Idols. So manch einer stellt sich jetzt sicherlich einen coolen Typen mit langen Haaren vor. Nun Barry hat etwas zugenommen und ist total versessen in eine kleine Animehexe. Aber sein Otakuleben macht ihn zu einem der coolsten Charakteren im Spiel. Bei mir sorgte er zumindest für den einen oder anderen Lacher.

 

Tsubasa ist überrings auch ein Charakter, wie er in Animes typisch ist. Sie ist tollpatschig und sich ihrer eigenen Fähigkeiten nicht bewusst. Meistens braucht sie einen Anstoß von außen, damit sie dann doch auf einen grünen Zweig kommt. Zusätzlich ist sie total verschossen in Itsuki, traut sich aber nicht, das auszudrücken. Itsuki hingegen hat keine Ahnung von den Gefühlen von Tsubasa. Umso lustiger ist es, bei den Kommentaren Tsubasas Aussehen in höchsten Tönen zu loben, nur um sie dann erröten zu sehen.

 

Aber kommen wir wieder zu etwas ernsteren Themen. So poppig bunt die Szene auch ist, bleibt sie von den Ereignissen in der Idolasphere nicht verschont. Im Gegensatz zu echten Idols, machen die Charaktere ihre Auftritte vorallem, um erfolgreich gegen die Mirages zu kämpfen. Dadurch, dass sie ihre Fähigkeiten auf der Bühne verbessern, werden sie auch im Kampf stärker. So kann in einer Nebenquest erreicht werden, dass Tsubasa einen Werbeauftritt hat. Dadurch bekommt sie ein besonderes Perfoma, mit dem sich wiederrum eine Fähigkeit bei Tiki freischalten lässt.

 

 

Meine persönliche Erfahrung

 

Ich war tatsächlich von dem ganzen Setting positiv überrascht. Es ist doch ernster, als es im Trailer vielleicht den Anschein hat. Denn dort wurden besonders die knallig bunten Auftritte der Charaktere gezeigt. Doch das Spiel kann auch mit einer Ernsthaftigkeit trumpfen, die man so vielleicht nicht erwarten würde. Gleichzeitig macht die Story Spaß, wenn man sich denn darauf einlässt. Ich persönlich saß öfters lachend vor dem Fernseher, weil es mal wieder einer urkomische Szene gab. Aber man muss eben auch auf diese Art von Humor stehen.

 

Wer wie ich gerne Animeserien anschaut, die sich rund um das normale Leben drehen, wird hier aber sicherlich nichts falsch machen. Mich erinnerte so manche Szene wieder an einen anderen Anime, den ich geschaut habe. Allerdings habe ich auch schon Spiele, wie Akibastrip gespielt, die noch skuriller und bescheuerter waren.

 

Aber beim ganzen Setting darf man auch nicht vergessen, dass man den Großteil des Spiels immer noch mit Kämpfen verbringt. Das Hochleveln der Charaktere kostet seine Zeit und man verbringt doch sehr viel Zeit außerhalb der realen Welt. Aber es lohnt sich definitiv, auch mal einen Blick auf die zahlreichen Nebenquests zu werfen, die sich mit den alltäglichen Problemen von Leuten beschaffen oder einen tieferen Einblick in die Szene liefern.

 

Das war der zweite Teil meiner persönlichen Einschätzung zum Spiel. Beim nächsten Mal möchte ich vorallem nocheinmal auf den Kampf selber eingehen und zusätzlich etwas zur Schwierigkeit des Spiels sagen. Mich interessiert auch dieses Mal eure Meinung und wenn ihr noch einen Punkt genauer erklärt haben wollt, könnt ihr das gerne in die Kommentare schreiben.


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